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Warum so schnell? Der 3D-Drucker Creality Ender 3 V3 im Test

Anjana von Anjana
6. Juni 2025
in Allgemein
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Nahaufnahme des 3D-Druckers Ender 3 V3 auf einem Werktisch. Drei kleine 3D-Modelle stehen auf dem Drucker.

Top-aktueller 3D-Drucker mit Spitzendruckgeschwindigkeit zum Einstiegspreis: Der Creality Ender 3 V3 scheint eine gute Wahl für Neulinge, die sich nicht mit vollem finanziellem Commitment in ein eher komplexes Hobby stürzen möchten. Die hohe Geschwindigkeit verspricht zwar enorme Zeitersparnis, erfordert aber auch Fingerspitzengefühl. Ist es also eine gute Idee, mit Ender 3 V3 in den 3D-Druck zu starten? Wir haben es im Praxistest herausgefunden.

Was ist neu am Creality Ender 3 V3?

Der Ender 3 V3 ist Crealitys erster CoreXZ 3D-Drucker. Was heißt und bringt das? Grob zusammengefasst, dass die Bewegungskräfte der Z-Achse und X-Achse gebündelt werden, indem der Druckkopf via (automatisch gespannten) Zahnriemen von zwei Motoren, dem Z-Schrittmotor und X-Schrittmotor, angesteuert wird.

Diese Mechanik spart Gewicht und ermöglicht auch bei hohen Geschwindigkeiten sehr präzise Bewegungen, so Creality. In Zahlen bedeutet das eine maximale Druckgeschwindigkeit von 600 mm/s und eine Beschleunigungskraft von max. 20.000mm/s². Die typische bzw. empfohlene Druckgeschwindigkeit liegt bei max. der Hälfte, wie bei fast allen vergleichbaren Modellen.

Außerdem neu: der massive zweiteilige Alurahmen. Das Hotend-System mit Tri-Metall-Unicorn-Heatbreak und den Pancake-Extruder hat der Ender 3 V3 vom K1C und K1 Max übernommen, dazu aber einen zweiten Ventilator für eine bessere Modellkühlung bekommen. Zum Preisvergleich: Der Creality Ender 3 V3 ist zum Veröffentlichungszeitpunkt des Tests um etwa € 300 zu haben, der Creality K1C kostet ca. € 450 und der Creality K1 Max ungefähr € 650.

Detaillierte Spezifikationen

Verfahren Schmelzschichtung FFF
Anordnung 1x beweglicher Druckkopf (links/​rechts, auf/​ab), 1x bewegliches Druckbett (vor/​zurück), vergleichbar mit RepRap Prusa i3
Aufbau geräuschreduzierende Schrittmotortreiber, integrierte Filamenthalterung, Riemenspanner, Vollmetallrahmen, Bausatz, Steuerung im Gerät
Materialien Herstellerempfehlung 1.75mm Filament, PETG, PLA, TPU
Druckgröße 220x250x220mm (BxHxT)
Konturbildung 1x Druckkopf (1x Druckdüse mit mono-Feed, 0.40mm, Messing, austauschbar), 1x Direkt-Extruder
Layer-Höhe 0.1-0.35mm
Genauigkeit X 100.00µm
Genauigkeit Y 100.00µm
Geschwindigkeiten max. 600mm/s Drucken (max. 180mm/s empfohlen)
Druckbett quadratisch (220x220mm), Metall mit Beschichtung, beheizbar (0-100°C), abnehmbar, Magnetverschluss, nur Beschichtung, automatische Druckbettnivellierung
Schnittstellen 1x USB-A 2.0 (480Mb/​s), WLAN
Bildschirm 4.3″ Diagonale, Touchscreen, farbig
Steuerung Touchscreen, optional via Computer
Stromversorgung 100-120V/​200-240V, 350W
Abmessungen 358x498x374mm (BxHxT)
Gewicht 7.83kg
Farbe schwarz (Rahmen)
Lieferumfang 1x Drucker, Werkzeug-Set
Besonderheiten Auto-Resume nach Stromausfall

Lieferumfang und Aufbau

Der Creality Ender 3 V3 kommt vormontiert im schlichten braunen Karton. Kaum geöffnet, sitzt auch schon der Kater in der gut gepolsterten Kiste – hier hat Creality offenbar alles richtig gemacht. Die Einzelteile des Druckers und das mitgelieferte Zubehör sind rasch ausgepackt:

  • 3D-Drucker: Bodenplatte, Rahmen, Display, PTFE-Schlauch, Stromkabel, Filamenthalter, Verhederrungsschutz
  • Werkzeug: 4x Inbusschlüssel, 1x Schraubendreher
  • Montage: 1x Quick Installation Guide, Schrauben, Kabelbinder
  • Wartung: 1x Nozzle Cleaner, 1x Schmierfett, 1x Steckschlüssel
  • Druck:1x Filamentzange, Creality Hyper-PLA, 1x USB-Stick

Auch ohne Vorkenntnisse ist der Ender 3 V3 in etwa zehn Minuten aufgebaut, ganz wie Creality verspricht. Zunächst stellt man an dem kleinen Kippschalter an der linken Seite die korrekte Netzspannung ein (230 V), danach können Rahmen und Bauplattform miteinander verschraubt werden.

Das Druckbett ist fertig montiert, bietet eine Druckgröße von 200x250x220 mm (BxHxT) und ist bis 100 °C beheizbar. Die abnehmbare magnetische pulverbeschichtete PEI-Druckplatte (hitzebeständig bis 200°C) verspricht gute Haftung und Ablösbarkeit.

Anschließend befestigt man rechts den Filamenthalter, steckt die Motoren an und verbindet sie mit dem Extruder-Kit. Dann noch Stromkabel, Display und PTFE-Schlauch festmachen – und der Creality Ender 3 V3 ist bereit für die Einrichtung und das Filament-Loading. Denn bis zum ersten Druck dauert es dann doch länger als zehn Minuten.

Den Creality Ender 3 V3 einrichten: Leicht, aber laut

Nach dem ersten Einschalten führt der Drucker via Touch-Display durch die Einrichtung, bei der man ihn ins WLAN und – wenn gewünscht – per QR-Code in die Creality Cloud einbindet. Generell kann man über das 4,3-Zoll-Display alle relevanten Geräte- und Druckeinstellungen steuern, es reagiert schnell, alle Eingaben sind problemlos möglich.

Anschließend geht es an den Self Check, inklusive Auto-Kalibrierung. Dabei kümmert der 3D-Drucker sich selbständig um die exakte Ausrichtung der Z-Achse (bestimmt den Abstand der Düse zum Druckbett) und die Nivellierung des Druckbettes. Die Auto-Kalibrierung ist praktisch und spart viel Zeit, ist aber kein Alleinstellungsmerkmal des Ender 3 V3.

Also, Self Check gestartet – und der Düsenjäger in Form eines 3D-Druckers hebt ab. Kurzzeitig wird es wirklich laut, doch nach ein paar Minuten ist der Spuk vorbei und der Ender 3 V3 ist ready to go.

Das Drucken selbst ist geräuschtechnisch übrigens keine besondere Belastung, zumindest bei einer Druckgeschwindigkeit von etwa 150-200 mm/s. Lässt man den Creality Ender 3 V3 auf höherer Geschwindigkeit laufen, so können vor allem Infill-Bewegungen durchaus in ein kleines Robo-Konzert ausarten.

Filament-Loading: Stabil ist anders

Das Filament-Loading ist einfach: Filament-Spule einlegen, den Filamentstrang von unten durch den Sensor führen und gemeinsam mit dem PTFE-Schlauch im Extruder fixieren (dazu den kleinen Hebel nach links umlegen). Weil sich der Spulenhalter seitlich befindet, ist der Ender 3 V3 in „geladenem“ Zustand ziemlich breit (knapp 90 cm). Zudem sitzt die Filamentspule relativ locker auf der nicht besonders langlebig wirkenden Halterung.

Was man bloß nicht vergessen darf: den Verhedderungsschutz anzubringen, weil sonst Ärger vorprogrammiert ist. Sogar mit Schutz kommen sich Kabel und Filamentstrang beim Drucken oft gefährlich nahe. Das sieht abenteuerlich aus, treibt den Puls nach oben und ist einfach keine optimale Lösung. Creality macht das normalerweise besser, andere Hersteller auch.

Für den Test diente eine kleine Auswahl an haben wir uns an PLA von verschiedenen Herstellern. An anspruchsvolleren Materialen, wie PETG oder ABS, haben wir uns – wie wohl die meisten Anfänger:innen – in den rund vier Wochen nicht versucht.

Prinzipiell kann der Ender 3 V3 (dank bis zu 300 °C Nozzle-Temperatur) mit quasi allen Materialien umgehen (PLA, TPU, PETG, ABS, PLA-CF, PETG-CF, CR-carbon). Diese Vielseitigkeit ist nicht bei allen 3D-Druckern in der Preisklasse üblich, das ist auf jeden Fall ein Vorteil.

Für mehrfärbigen Druck setzt man nicht auf das Creality Filamentsystem (CFS), sondern hat ein neues Upgrade-Kit gelauncht, das um etwa € 300 zu haben ist. Suboptimal: Es handelt sich um ein offenes System (4 Spulen) ohne Feuchtigkeitsschutz und Trocknungsfunktion, das neben dem Drucker platziert wird und ihn noch breiter macht. Da bietet z. B. die Anycubic Kobra 3 Combo eine ausgereiftere Lösung um weniger Geld, was Zukunftstauglichkeit und Vielseitigkeit des Ender 3 V3 u. U. relativiert.

Erste Drucke mit dem Creality Ender 3 V3

Nach etwa zwanzig Minuten kann es dann wirklich losgehen, und zwar mit einer Druckdatei vom mitgelieferten USB-Stick. Darauf befinden sich, neben einigen Objekten zum Testen der Druckqualität, auch Gadgets, die sich gleich für die nächsten Projekte verwenden lassen, wie eine Spachtel zum Lösen von Modellen oder eine Smartphone-Halterung zum Filmen des Druckprozesses.

Zuerst wird es ein Benchy, das klassische kleine 3D-Testboot, das in nur 13 Minuten fertig sein soll – ein stolzer Wert. Also: Stick einstecken, Datei wählen, Druck starten – und warten. Darauf, dass das Gerät einen weiteren Check absolviert, die Nozzle reinigt und einen Teststreifen extrudiert. Danach müssen nocch Druckbett und Nozzle auf die richtige Temperatur gebracht werden.

Bis die Vorbereitungen abgeschlossen sind und der eigentliche Druck beginnt, dauert es bei jedem Projekt gute fünf Minuten. Diese Funktion kann man zwar deaktivieren, doch im Sinne der Druckqualität sollte man ihn lieber machen lassen – sicher ist besser.

Dann rattert der Ender 3 V3 plötzlich mit beeindruckender Geschwindigkeit los und zaubert Schicht für Schicht in 13 Minuten ein Benchy auf die Druckplatte (wenn auch nur mit 10 % Infill). Es sieht ziemlich gut aus. Auch die anderen Dateien vom USB-Stick, an denen wir das mitgelieferte Hyper-PLA von Creality testen, lassen sich schön und schnell drucken.

Doch von guten Ergebnissen „ab Werk“ sollte man sich nicht blenden lassen. Schließlich sind Dateien, das hauseigene Filament und der Drucker perfekt aufeinander abgestimmt. Es wäre traurig, würde es nicht reibungslos verlaufen. Welchen Unterschied das PLA z. B. beim Default-Benchy machen kann, sieht man auf den Fotos oben.

Stellt sich also die Frage: Wie läuft es mit nicht-optimierten Druckvorlagen? Und außerdem: Was druckt man jetzt eigentlich so konkret? Auf geht es in die Creality Cloud, die für den Test als Modell-Hauptquelle dient. Prinzipiell gibt es eine ganze Menge an Websites mit unzähligen kostenlosen und -pflichtigen Druckvorlagen.

Creality-Software: Slicer, Cloud und App

Vorlagen aus der Creality Cloud können heruntergeladen und mit der Slicer-Software Creality Print am PC/Laptop bearbeitet werden. Hier lassen sich Profile für verschiedene Drucker und Filamente einrichten, alle Druckparameter im Detail konfigurieren, Dateien für den Druck vorbereiten (slicen) und sie an den Drucker senden. Der Druckprozess kann gesteuert (z. B. Temperatur, Geschwindigkeit, Ventilatoren) und überwacht werden – auch per Video, sofern man die Creality Nebula-Kamera dazu erwirbt (die außerdem hübsche Zeitraffer-Aufnahmen erstellt).

Dieselben Möglichkeiten bietet im Browser auch die Creality Cloud, das nennt sich dann Cloud Slicing. Die Creality App eignet sich zum Vorlagen-Stöbern und zur mobilen Drucksteuerung, im Testzeitraum hält sich ihr Nutzen aber in sehr engen Grenzen.

Ob Cloud Slicing oder Creality Print: beide sind nach kurzer Eingewöhnung ins „Prinzip Slicer“ auch für Neulinge intuitiv zu bedienen. Anpassungen im laufenden Druck werden unmittelbar übernommen, das gilt auch fürs Abbrechen, Pausieren und Wiederaufnehmen eines Druckes. Geht das Filament aus (oder reißt), stoppt das Gerät automatisch.

Man kann auch andere Slicer nutzen, z. B. den PrusaSlicer. Dort ist für den Ender 3 V3 zum Testzeitpunkt aber noch kein Profil hinterlegt. Druckerprofile lassen sich zwar ändern, aber das ist als Neuling wenig angenehm. Der Orca Slicer ließe sich ohne Anpassungen nutzen, doch die Creality-Software basiert ohnehin auf Orca, daher bleibt es im Creality-Kosmos.

Dass der Ender 3 V3 recht neu ist, wird übrigens nicht nur an Druckerprofilen deutlich, sondern auch an der Anzahl optimierter Druckmodelle, YouTube-Tutorials und Foren-Threads.

Der Creality Ender 3 V3 im Betrieb

Was man zum Einstieg ins 3D-Drucken wissen muss: Der Anfang bringt eine steile Lernkurve, die meist viel Spaß macht – aber nicht immer. Man sollte sich also auf ein bisschen Leid einstellen. Das liegt meist nicht am Drucker, sondern in der Natur der verschiedenen Parameter und Materialien, in die man sich erstmal einarbeiten muss. Dazu kommen simple Fehler wie Fingertapser am Druckbett und manchmal gerät man auch an schlechte Vorlagen. Und so verbringt man anfangs viel Zeit auf Blogs, YouTube und Reddit, um Probleme zu lösen und Info über Filamente, First-Layer-Einstellungen oder Druckbett-Haftung zusammenzutragen.

Verarbeitung und Wartung

3D-Drucker sind nie wartungsfrei, das betrifft z. B. das regelmäßige Schmieren von Führungsschienen oder das Nachziehen von Schrauben, die sich aufgrund von Temperaturunterschieden lockern. Auch mit Verschleiß und Austausch muss man rechnen, sei es die Nozzle, das Druckbett oder der Extruder.

Der Creality Ender 3 V3 wird mit Werkzeug, Nozzle-Cleaner und Schmierfett für den Anfang geliefert. Im Testzeitraum macht er einen robusten Eindruck: trotz spürbarer Vibration lockern sich keine Schrauben, beginnt nichts zu quietschen, blockiert nichts. Wenn es sein muss, ist die Nozzle rasch abgedreht und der Extruder in wenigen Schritten freigelegt. Zwei Schrauben verbinden ihn mit dem Motor, sie halten auch das Extruder-Gehäuse zusammen, in dem sich das Getriebe befindet.

Tal der Tränen: Das Drama beginnt mit einem Oktopus

Etwa zehn, zwölf reibungslose Drucke mit schönen Ergebnissen, stolz dokumentiert in unzähligen Fotos und Videos, motiveren zu Schwierigerem. Ein Oktopus im Steampunk-Look mit acht vielgliedrigen, beweglichen Armen soll es nun werden. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Dreimal muss der Druck abgebrochen werden. Auch andere Projekte brauchen mehrere Anläufe und scheitern auf beeindruckend vielfältige Art. Am Ende verklebt auch noch der Extruder. Das ist manchmal ziemlich frustrierend und hinterlässt einigen Filamentabfall (zusätzlich zu den ganzen Test-Extrusionen, Reinigungsstreifen und Stützstrukturen). Wie gesagt: alles keine Fehler des Ender 3 V3, sondern Rookie-Mistakes.

Dazu kommt, dass die Default-Einstellungen der Creality Software auf Speed ausgerichtet sind, was es Anfänger:innen nicht einfacher macht. Subjektiv liegt der Schlüssel für langfristig hochwertige Ergebnisse in einer Reduktion der Druckgeschwindigkeit – auc deshalbh, weil es danach oft einfacher ist, an anderen Parametern zu schrauben und sie aufeinander abzustimmen.

Druckgeschwindigkeit und Extruder-Probleme

Die maximale Druckgeschwindigkeit von 600 mm/s haben wir nie getestet, wir hatten schon mit 300 mm/s immer wieder genug Probleme, außerdem soll der Druck ja auch schön aussehen. Womöglich haben erfahrene Drucker:innen das Zusammenspiel bei hoher Geschwindigkeit besser unter Kontrolle. Als Einsteiger:in muss man sich den Creality Ender 3 V3 jedenfalls nicht wegen seiner Maximalgeschwindigkeit kaufen.

Auch auf Crealitys Versprechen von „1000+ clog free extrusions“ sollte man sich als Anfänger:in nicht verlassen. Im Test kommt es zunächst 2x zu verklebtem Filament im Extruder-Gehäuse, gegen das nur Zerlegen hilft. Fair enough: bessere Fürsorge (Test-Extrusion vorab, unmittelbare/sorgfältige Reinigung der Düse nach dem Druck) hätte das vielleicht verhindert.

Kleine Sammlung des Scheiterns

Das überraschende Problem: nach insgesamt 4x Auf- und Zuschrauben (2x für Verständnis/Fotos) greifen die Schrauben im Kunststoffgehäuse, in dem sich das Getriebe befindet, nicht mehr richtig. Das stört den Filament-Transport und führt schließlich dazu, dass der Extruder schon nach wenigen Wochen getauscht werden muss.

Mit dem Ersatz-Extruder (es bleibt beim Standard-Modell; Stichwort Selbstverschulden) läuft es wie erwartet deutlich besser. Dennoch verklebt sich trotzt aller Fürsorge an einem Punkt etwas PLA sehr hartnäckig und es hilft wieder nur Aufschrauben. Vielleicht liegt es am Filament? Auch das ist möglich.

Wohlgemerkt: im Getriebe selbst bleibt nie etwas hängen, das funktioniert tadellos. Probleme macht lediglich der Kunststoff, was schade und letztlich vermeidbar ist. Ein Blick ins Internet zeigt, dass Probleme mit Kunststoff-Extrudern nicht selten sind und viele es mit einem Upgrade etwa auf einen Aluminium-Extruder lösen.

Viele Erfolgsmomente und gute Druckqualität

Damit aber zu den vielen positiven Ergebnissen dieses 2-in-1-Tests. Denn wir haben ja nicht nur den Creality Ender 3 V3 unter die Lupe genommen, sondern auch das 3D-Drucken an sich „getestet“. Das Fazit hierzu: Egal, wie viele Probleme auftreten, es sorgt jedes Mal für Begeisterung, ein Objekt auf der Druckplatte wachsen zu sehen und den Drucker vor sich hin düsen zu hören.

Außerdem erzeugt das Problemlösen einen gewissen Ehrgeiz. Und so werden die Win-Momente rasch häufiger, wodurch immer coolere Projekte entstehen – und man die ausgezeichnete Druckqualität des Creality Ender 3 V3 endlich regelmäßig bewundern darf. Das macht schon echt Spaß und motiviert zum Weiterlernen und Experimentieren.

Sie geben einem so viel zurück

Denn trotz aller Fragezeichen, die das Extruder-Gehäuse hinterlässt, muss man klar sagen: Der Creality Ender 3 V3 ist ein präziser, vielseitiger 3D-Drucker mit sehr guter Usability. Das macht ihn (auch) zu einem guten Begleiter in den 3D-Druck.

Ist er das perfekte Gerät für Anfänger:innen? Eher nicht, da spielt auch der Zeitfaktor mit: Zum Testzeitpunkt fehlt es noch an Druckerprofilen in alternativer Slicer-Software, optimal abgestimmten Druckvorlagen und Unterstützung aus der Community.

Doch angesichts der umfassenden Ausstattung und Funktionen, die man heute bei einem 3D-Drucker schon für kleines Geld bekommt, und die auch der Creality Ender 3 V3 bietet, stellt sich ohnehin eher die Frage: Was ist überhaupt noch ein Einstiegsdrucker?

Gewinnchance und Fazit

Die Teilnahme war bis zum 20. Mai 2025, 13:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!

Review

Creality Ender 3 V3

8.3 Bewertung

Der Creality Ender 3 V3 ist ein hochwertiger, gut ausgestatteter 3D-Drucker zum kleinen Preis, was ihn (auch) zu einem guten Einstiegsgerät macht. Er bietet ausgezeichnete Druckqualität, verfügt über leistungsstarke Mechanik und kann auch Hochtemperatur-Filament verarbeiten, in dieser Preisklasse nicht selbstverständlich. Die Bedienung ist einfach, die Steuerung des Druckprozesses zuverlässig (Touch-Display, Software, Cloud, App), die Auto-Kalibrierung funktioniert einwandfrei. Die Anordnung der Filamentspule ist etwas unpraktisch; sie braucht recht viel Platz und ist anfällig für Verheddern. Wer mit mehrfärbigem Druck liebäugelt, muss wissen, dass das Upgrade-Kit offen ist, also ohne Feuchtigkeitsschutz oder Trocknungsfunktion, und das Gerät noch breiter macht. Das lösen andere Modelle besser. Wegen der Maximalgeschwindigkeit von 600 mm/s muss man den Creality Ender 3 V3 nicht kaufen: die empfohlene Druckgeschwindigkeit liegt nicht umsonst bei maximal der Hälfte.

positiv

  • Ausgezeichnete Druckqualität, hohe Druckgeschwindigkeit
  • Gute Ausstattung (z. B. beheiztes Druckbett, Auto-Kalibrierung)
  • Einfache und zuverlässige Steuerung via Touchpad, Software, Cloud und App
  • Druckt auch anspruchsvolle und Hochtemperatur-Filamente

negativ

  • Filament-Halterung an der Seite: braucht viel Platz, etwas instabil
  • Extruder-Gehäuse aus Kunststoff überzeugt nicht
  • Upgrade auf Mehrfarbendruck nur mit offenem Farbsystem möglich

im Detail

  • Druckqualität und Druckgeschwindigkeit 0
  • Design und Verarbeitung 0
  • Ausstattung und Funktionen 0
  • Usability, Software und Support 0

Creality Ender 3 V3 DEALS

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Inhaltsverzeichnis

  • Was ist neu am Creality Ender 3 V3?
  • Detaillierte Spezifikationen
  • Lieferumfang und Aufbau
  • Den Creality Ender 3 V3 einrichten: Leicht, aber laut
  • Filament-Loading: Stabil ist anders
  • Erste Drucke mit dem Creality Ender 3 V3
  • Creality-Software: Slicer, Cloud und App
  • Der Creality Ender 3 V3 im Betrieb
    • Verarbeitung und Wartung
    • Tal der Tränen: Das Drama beginnt mit einem Oktopus
    • Druckgeschwindigkeit und Extruder-Probleme
    • Viele Erfolgsmomente und gute Druckqualität
  • Gewinnchance und Fazit
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