BenQ EX2780Q im Test

Die Einsatzmöglichkeiten von PC-Monitoren werden von Jahr zu Jahr vielfältiger, auch dank der rasanten, technologischen Entwicklung. Man will nicht mehr nur Spielen oder im Internet surfen, sondern auch Fotos/Videos bearbeiten und Filme streamen. Der neue BenQ EX2780Q-Monitor will genau diesen Spagat schaffen und packt viele praktische Features hinein. Diese werden nicht nur Gamern gefallen.

Quick Review (Video)

Lieferumfang

Der Monitor ist sicher verpackt und geizt nicht mit sinnvollem Zubehör:

  • BenQ EX2780Q-Monitor
  • HDMI-Kabel
  • Netzkabel
  • USB-C 3.1 Kabel (DP 1.4)
  • Fernbedienung (inkl. Silikon-Ablage)
  • Quick-Start Anleitung
  • Treiber-CD

Vor allem die Beigabe einer Fernbedienung ist immer noch eine Ausnahme. Von über 2200 PC-Monitoren in der Geizhals-Datenbank bekommen gerade 48 Modelle eine Fernbedienung spendiert. Zudem legt BenQ noch ein USB-C-Kabel bei, das auch zum Laden von Geräten (Power Delivery) verwendet werden kann.

Design und Verarbeitung

Schlicht – Betrachtet man den EX2780Q zum ersten Mal, beschreibt dieses Wort die Kombination aus Schwarz und Braun/Kupfer wohl am besten. Wer nicht auf leuchtende LEDs und knallrote oder grüne Farbakzente steht, wird diesen Monitor sehr schätzen. Die schmalen Displayränder geben dem Monitor einen modernen Anstrich. Dieses Understatement ermöglicht es auch, den Monitor in einem Büro oder Wohnzimmer zu verwenden. 

Bei der Materialwahl kommt der erprobte Mix aus Kunststoff und Metall zum Einsatz. Letzteres sorgt für ausreichend Stabilität beim Standfuss. 

Einzig die Spaltmaße der unteren Lautsprecherleiste sind nicht ganz gleichmäßig. Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln, alles wirkt solide verarbeitet.

Detaillierte Spezifikationen

Diagonale27″/​68.6cm
Auflösung2560×1440, 16:9, 109dpi
Helligkeit350cd/​m²
Kontrast1.000:1 (statisch), 20.000.000:1 (dynamisch)
Reaktionszeit5ms (GtG), keine Angabe (MPRT)
Blickwinkel178°/​178°
PanelIPS, DisplayHDR 400
Formgerade
Beschichtungmatt (non-glare)
HintergrundbeleuchtungWhite-LED, flicker-free, Blaulichtfilter
Farbtiefe10bit (1.07 Mrd. Farben)
Farbraumkeine Angabe (sRGB), keine Angabe (Adobe RGB), 95% (DCI-P3), keine Angabe (REC 709)
Bildwiederholfrequenz144Hz
Variable SynchronisierungAdaptive Sync/​AMD FreeSync, NVIDIA G-Sync Compatible (Quelle: Geizhals-Blog)
UnschärfereduktionN/​A
Signalfrequenz30-222kHz (horizontal), 40-144Hz (vertikal)
Anschlüsse2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4, 1x USB-C 3.1 mit DisplayPort 1.4
Weitere AnschlüsseN/​A
USB-Hub OutN/​A
USB-Hub InN/​A
AudioLautsprecher (2x 2W), Subwoofer (5W), 1x Line-Out
ErgonomieN/​A (Höhe), N/​A (Pivot), N/​A (Drehung), +20°/​-5° (Neigung)
Farbeschwarz (Rahmen), braun (Leiste), braun (Standfuß)
VESA100×100 (frei)
Leistungsaufnahme70W (maximal), 34W (typisch), keine Angabe (Energielabel), 0.5W (Standby)
Jahresverbrauch49.64kWh
EnergieeffizienzklasseB
StromversorgungAC-In
Abmessungen (BxHxT)614x459x196mm (mit Standfuß), 614x485x69mm (ohne Standfuß)
Gewicht5.93kg (mit Standfuß), keine Angabe (ohne Standfuß)
BesonderheitenSlim Bezel, USB-C Power Delivery (10W), Steuerkreuz, Lautstärkedrehregler, Sicherheitsschloss (Kensington), Fernbedienung
Herstellergarantiezwei Jahre (Pickup&Return)
Gelistet seit2019-09-04

Bedienung des EX2780Q

Da man gerade bei einem PC-Monitor einiges einstellen kann bzw. muss, ist die Bedienung für viele ein wichtiger Punkt. Dessen war sich wohl auch BenQ bewusst und bietet hier zwei Möglichkeiten den EX2780Q zu bedienen. Auf der Rückseite befinden sich zwei Menütasten, ein kleiner 4-Wege-Joystick für die Navigation und einen On/Off-Schalter. Damit lässt sich nach einer kurzen Eingewöhnung recht schnell und zielsicher durch die On-Screen-Menüs navigieren bzw. der Monitor ein- und ausschalten. 

Komfortabler geht es natürlich mit der beigelegten, handlichen Fernbedienung. Hier benötigt man eigentlich keine Eingewöhnungszeit. Besonders praktisch sind die Shortcuts für gewisse Funktionen und auch zwei frei belegbare Tasten. Wer diesen Monitor auch zum Filmeschauen o.ä. nutzen will, der wird sich besonders über dieses Feature freuen.

Im Test wurde eigentlich nur die Fernbedienung genutzt, weil jegliche Änderungen schneller getroffen werden können. Die Silikon-Ablage rundet den sehr positiven Eindruck ab. Hier hat sich BenQ sichtlich Mühe gegeben.

Sound

Normalerweise legen Monitor-Hersteller eher wenig Fokus auf den Sound. Zwar gibt es genügend Monitore mit integrierten Lautsprechern, diese kommen meist aber nicht über ein „Naja, sind dabei“ hinaus.

Der EX2870Q überrascht dann doch und das durchwegs positiv. Die zwei 2W-Lautsprecher in der unteren Leiste und der 5W-Subwoofer liefern einen klaren, vor allem aber einen verzerrungsfreien Sound. Sogar Bässe hört man deutlich heraus. Wer sich also auch mal gemütlich einen Film oder ein YouTube-Video ansehen will, der wird mit diesen Lautsprechern gut auskommen.

Natürlich ersetzen auch diese integrierten Boxen kein gutes 2.1-System. Aber gerade für Gamer könnte diese Implementierung beim EX2780Q sehr nützlich sein. Oft werden sowieso Kopfhörer/Headsets zum Spielen genutzt. Wer aber mal kurz die Ohren auslüften will und dabei Musik hören/Filme schauen möchte, der muss in keine zusätzlichen Boxen investieren.

Auch hier hat BenQ an eine komfortable Bedienung gedacht. Erfreulicherweise gibt es ein eigenes, analoges Lautstärke-Regler-Rädchen an der linken Monitorunterseite. Selbstredend lassen sich die Lautstärke und Soundprofile über die Fernbedienung im Menü einstellen.

Display

Vielseitigkeit steht auch beim Display im Vordergrund. Auch wenn der 27-Zöller einen eindeutigen Fokus auf Gaming legt. Die 1440p-Auflösung kombiniert mit 144Hz ist derzeit für viele der Sweetspot beim PC-Spielen. Zudem sorgt das blickwinkelstabile IPS-Panel für kräftige Farben und die rund 350cd/​m² für ausreichend Helligkeit.

Die angepriesenen HDR-Features können jedoch etwas Verwirrung erzeugen. Da es sich bei HDRi um eine Art Emulation des HDR10-Standards (z.B. beim BenQ EL2870U) handelt, werden zwar entsprechende HDR-Inhalte noch etwas lebendiger und kontrastreicher dargestellt, aber „echtes“ HDR ist dann doch noch eine Liga darüber. Trotzdem: Ein schönes Zusatz-Feature ist es allemal.

AMD FreeSync

Der EX2780Q ist mit AMDs FreeSync-Technologie kompatibel. In Kombination mit AMD-Grafikkarten sorgt die variable Bildwiederholrate dafür, dass Ruckeln und Tearing bei Frame-Rate-Schwankungen stark eingeschränkt werden.

NVIDIA G-Sync kombatibel

Allerdings dürfen sich Besitzer von NVIDIA G-Sync-Grafikkarten freuen. Seit Anfang 2019 unterstützt NVIDIA G-Sync offiziell ausgewählte FreeSync-Monitore. Dennoch sind auch nicht offiziell von NVIDIA getestete FreeSync-Monitore mit G-Sync-Grafikkarten kompatibel. Erfreulicherweise gehört auch dieser BenQ-Monitor dazu und G-Sync funktionierte im Test reibungslos mit einer NVIDIA-Grafikkarte.

Das gefürchtete „Backlight-Bleeding“ war bei unserem Testmodell auch kaum vorhanden und in keinem Anwendungsszenario störend.

Ergonomie

Hier enttäuscht uns der BenQ EX2780Q doch etwas. So sehr auf vielfältige Anwendungsmöglichkeiten geachtet wurde, bei den ergonomischen Einstellungen ist gespart worden. Höhenverstellbarkeit und Drehung (Pivot) sucht man vergeblich. Lediglich neigen ( +20°/​-5° ) lässt sich der Monitor. Da sich so etwas immerhin nachrüsten lässt, ist das aber kein gravierender Mangel.

Damit man den Schreibtisch aufgeräumt halten kann, ist eine Kabelführung im Standfuß integriert.

Weitere Features

B.I.+ Sensor (Brightness Intelligence Plus Sensor)

Um die Helligkeit des EX2780Q nicht immer selbst ändern zu müssen, wurde ein entsprechender Sensor verbaut. Dieser verrichtete im Test seine Aufgabe zuverlässig. Wenn man den Monitor in einer dunklen Umgebungen einschaltet, braucht die automatische Regelung zwar einen Tick zu lange um die Helligkeit anzupassen – nichtsdestotrotz ein praktisches Feature.

Blaulichtfilter / Lesemodus

Im On-Screen-Menü lassen sich auch zahlreiche Modi einschalten, die die Augen schonen sollen. So schaltet z.B. „E-Paper“ die Farben ab. Alle Inhalte werden nur noch in Grautönen dargestellt. Der Blaulichtfilter, der die blauen Anteile des Lichts reduziert, ist eine sinnvolle Ergänzung.

Gamma-Korrekturen

Color-Banding war nach einigen kurzen Einstellungen im Betriebssystem nicht mehr auszumachen. Umso erfreulicher, dass sich die Gamma-Werte auch direkt im Monitor-Menü ändern lassen.

USB-C

Der Monitor hat auch einen USB-C 3.1-Anschluss, der entweder als DisplayPort 1.4 fungiert oder als Ladeport mit 10W. Gerne hätten wir aber noch einen integrierten USB-Hub gesehen. Viele Hersteller (auch BenQ) bauen das in Monitore ein, dem EX2780Q fehlt dies leider.  

Der EX2780Q im Betrieb

Gaming

Während zahlreichen Gaming-Sessions konnte der EX2780Q seine Stärken ausspielen. Das 1440p-IPS-Display mit 144Hz ist farbintensiv und blickwinkelstabil. Soweit man bereit ist in Spielen auch ein paar Details runterzuschalten, sind auch neue Games ein flüsssiger Augenschmaus – vorausgesetzt sind hier natürlich halbwegs potente Grafikkarten.

Sowohl die im Test verwendete AMD Radeon RX 580, als auch die NVIDIA GeForce GTX 1070 lieferten noch genügend Frames für 144Hz und 1440p. Letztere war eine angenehme Überraschung: Mit der Treiberversion 441.08 gab es überhaupt keine Probleme mit der Nutzung von G-Sync in Spielen. FreeSync, sowie G-Sync sind dann eben auch wichtig, falls der PC doch mal ins Schwitzen gerät bei aktuellen Games. In den meisten Fällen wird unschönes Ruckeln dadurch verhindert.

Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten im Monitormenü haben uns sehr gut gefallen. So sind Änderungen und Anpassungen schnell möglich. Auch dank der Fernbedienung.

Medienwiedergabe

Auch für YouTube-Videos und Filme eignet sich der Monitor. Wenn man die richtigen Optionen im Menü aktiviert, kann das Bild mit aktuellen TV-Geräten durchaus mithalten. Farben wirken kräftig und die Schwarzwerte sind für ein IPS-Panel wirklich gut. Auch HDRi kann die Darstellung etwas verbessern. Der Sound ist für einen PC-Monitor in dieser Preisklasse über jeden Zweifel erhaben.

Foto-/Videobearbeitung

Der DCI-P3-Farbraum wird zu 95%, Adobe RGB zu 99% und sRGB zu 100% abgedeckt. Ab und zu Fotos bearbeiten und Videos schneiden, ist damit also möglich. Aber genau in diesem Bereich ist eine Höhenverstellbarkeit sehr praktisch. Diese fehlt jedoch.

Fazit

Was uns gefällt

BenQ hat einen Monitor auf den Markt gebracht, der in vielen Bereichen überzeugt. Da wären eben nicht nur die Gaming-Features, wie 144Hz, FreeSync/G-Sync und ein gutes IPS-Panel. Es sind die kleinen Details. Die Beigabe der Fernbedienung mit Ablage, die sich im Alltag als sehr nützlich erweist. Der Sound, der zumeist überzeugen kann. Die sinnvollen Optionen im Menü. Und natürlich das schlichte Design, das sich nicht an den „gamer-chic“ hält und sehr erwachsen wirkt.

Was uns nicht gefällt

Die Mängel bei der Ergonomie sind dann doch etwas verwunderlich. Einen Monitor in der Höhe zu verstellen, ist auch für Gamer interessant. Dass ein USB-Hub fehlt, ist da schon nicht mehr so schlimm.

Conclusio

Eigentlich ist der EX2780Q ein Allrounder, der vieles richtig macht. Für anspruchsvolle PC-Spieler, die auch auch ab und zu Filme schauen wollen, ist dieser 27-Zöller eine gute Anschaffung. BenQ hat sich viele Gedanken gemacht, welche Features von Gamern wirklich gebraucht werden und hat diese in ein schlichtes und grundsolides Gesamtpaket gesteckt. Enttäuschend ist nur, dass dabei auf die Ergonomie vergessen wurde. Wem das nicht so wichtig ist, der bekommt einen (fast) perfekten Allrounder, der nicht nur beim Spielen überzeugen kann.


Angebote für den BenQ EX2780Q


Gewinnchance

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen. Die Teilnahme am Gewinnspiel war bis zum 3.12.2019 17.00 möglich.


Hinweis: BenQ Austria war so freundlich, uns für den Test und die Verlosung jeweils einen EX2780Q-Monitor zur Verfügung zu stellen.


Xiaomi Mi 9T im Test

Xiaomi Mi 9T im Test

2019 ist das Jahr, in dem Smartphone-Designs wieder spannend werden. Um das gehypte „bezel-less“ Display zu bewerkstelligen, greifen die Hersteller tief in die Technologie-Trickkiste. Chinas Elektronik-Gigant Xiaomi, immerhin weltweit die Nr. 4 am Smartphone-Markt, hat soeben das Mi 9T auf den europäischen Markt losgelassen (international: Redmi K20). Mit einem nahezu rahmenlosem Design – dank Pop-Up Selfie-Cam – samt AMOLED-Display und einem Triple-Kamera-System zu einem äußerst konkurrenzfähigen Preis will man Technikbegeisterte überzeugen. 

Lieferumfang

In der handlichen, ausnahmsweise schwarzen, Box findet man die Standard-Ausstattung eines Smartphones im Jahr 2019. Große (oder kleine) Überraschungen gibt es leider keine.

  • Xiaomi Mi 9T 64GB Smartphone
  • 18W-Fastcharger Ladegerät
  • USB-C / USB-A-Kabel
  • SIM-Tool
  • mattschwarze Schutzhülle

Kopfhörer sucht man hier vergeblich. Das ist allerdings bei einem derzeitigen Verkaufspreis (Stand: 10. Juli)  von rund 350€ absolut verkraftbar.

Design und Verarbeitung

Wie bei praktisch allen aktuellen Smartphones kommt auch beim Mi 9T einen Material-Mix aus Glas und Metall zum Einsatz. Konkret heißt das: Ein Gorilla Glass 5-Display ist in einen Metall-Rahmen eingelassen. Die gesamte Verarbeitung wirkt tadellos und kann sich problemlos mit der teuren „Premium“-Konkurrenz messen.

Das Testmodell in schwarz (carbon black) ist die schlichteste Variante des Mi 9T, auch wenn die roten Farbakzente bei der Kamera und dem Power-Button etwas an „Gaming-Hardware“ erinnern. Wem schwarz nicht so zusagt, der kann auch zu den Farben rot (flame red) und blau (glacier blue) greifen. Schön zu sehen ist dabei, dass sich Xiaomi auch in der Design-Sprache immer mehr vom großen Vorbild Apple distanziert.

Was bei vielen hochpreisigen, selbsternannten Premium-Modellen zumeist fehlt: der Kopfhörer-Anschluss. Xiaomi macht hier (glücklicherweise) nicht mit und legt noch eine praktische, mattschwarze Schützhülle obendrauf. Diese ist auch im Alltag notwendig, denn das Mi 9T rutscht gerne aufgrund des Materials (-> Glas) und des Gewichts (-> 191g) gerne aus der Hand, der Hosentasche oder vom Tisch.

So lobenswert die Beigabe einer Schutzhülle ist, so ärgerlich ist der Gebrauch im Alltag. Nutzt man die Gestennavigation von Xiaomi (MIUI 10, Android 9 „Pie“) reibt der Daumen unangenehm am scharfen Rand der Hülle bei allen Zurück-Wischgesten, die vom Seitenrand des Displays ausgelöst werden. Und das zig-mal am Tag. Hier sollte man nach einer alternativen Hülle Ausschau halten.

Die Druckpunkte der seitlichen Buttons sind – mit oder ohne Schutzhülle – knackig und bieten eigentlich keine Kritikpunkte. Dafür aber leider der Sound, der nur mono tönt und auf der Unterseite angebracht ist, was ein Verdecken des Lautsprechers sehr leicht macht.

Detaillierte Spezifikationen

Betriebssystem Android 9.0
Display 6.39″, 2340×1080 Pixel,

16 Mio. Farben, AMOLED, kapazitiver Touchscreen,

Gorilla-Glas 5, HDR (HDR10)

Kamera hinten 48.0MP, f/​1.75, Kontrast-AF, Phasenvergleich-AF,

Dual-LED-Blitz, Videos @2160p/​30fps, Videos @1080p/​960fps (Kamera 1);

13.0MP, f/​2.4, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2);

8.0MP, f/​2.4, Teleobjektiv (Kamera 3)

Kamera vorne 20.0MP, f/​2.2, ausfahrbar, Videos @1080p/​30fps
Schnittstellen USB-C 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac,

Bluetooth 5.0 (aptX HD), NFC

Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop,

Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass,

Fingerabdrucksensor (Display)

SoC Qualcomm SM7150-AA

Snapdragon 730, 64bit

CPU 2x 2.20GHz Kryo 470 Gold

+ 6x 1.70GHz Kryo 470 Silver

GPU Adreno 618
RAM 6GB
Speicher 64GB
Navigation A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Modem GSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS, LTE
Frequenzbänder 2G (850/​900/​1800/

1900), 3G (B1/​B2/​B4/​

B5/​B8),

4G (B1/​B2/​B3/​B4/​B5/​

B7/​B8/​B20/​B28/​B38/​B40)

Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA,

HSUPA, HSPA+, LTE-A

Akku 4000mAh, fest verbaut
Ladeleistung 18W
SAR-Wert 1.341W/​kg Kopf, 1.511W/​kg Körper
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Glas (Rückseite),

Metall (Rahmen)

Farbe schwarz
Abmessungen 156.7×74.3×8.8mm
Gewicht 191g
SIM-Formfaktor Nano-SIM
Gelistet seit

Display

Wenn man den niedrigen Preispunkt bedenkt, ist man verblüfft, was Xiaomi hier bietet: Das 6,39″-AMOLED-Display (FHD+) ist dank HDR-Unterstützung leuchtstark und verleiht dem Gerät eine sagenhafte screen-to-body Ratio von 91,2 Prozent. Da lässt es sich leicht verschmerzen, dass der untere Rand marginal größer ist als der obere.

Gerade beim Betrachten von Videos kann das Display seine Stärken ausspielen, nicht zuletzt durch das Fehlen von jeglichen Kamera-Aussparungen. Verbringt man ein paar Tage mit diesem Display verursacht die Rückkehr zu Displays mit Notch o.ä. fast körperliche Schmerzen. (Ja, ich meine dich, liebes iPhone)

Nur die automatische Steuerung der Displayhelligkeit hat im alltäglichen Gebrauch etwas genervt, da diese zu oft zu stark nachregelt.

Software, Features und Performance

Xiaomi hat für seine Smartphones eine eigene Oberfläche geschaffen, MIUI. Diese Oberfläche weist starke Anpassungen zu „Stock-Android“ auf und erinnert manchmal auch an Apples iOS-Betriebssystem. Gerade deswegen macht es aber auch durchaus Spaß sich mit der Software und den zahlreichen Zusatzfeatures zu beschäftigen. Und auch hier spart Xiaomi nicht, es gibt allerhand nützliche Tools, die gut funktionieren, schön anzusehen sind, aber auch flüssig und stabil funktionieren.

Performance im Alltag

Obwohl im Mi 9T nur ein Snapdragon 730 steckt und damit kein aktueller Top-Prozessor, ist das im Alltag kaum zu spüren. MIUI läuft durchgehend flüssig, Apps starten schnell und schöne Animationen gibt es auch. Sehr selten gibt es kleine Mikroruckler, die aber nicht stören und bei Android-Geräten fast immer auftreten. Auch der optische Fingerabdruck-Scanner im Display ist sehr zuverlässig und schnell.

Auch die Akkuleistung war im Test mehr als ausreichend um zumindest über einen Tag zu kommen – keine Selbstverständlichkeit, wenn man ein Gerät auf Herz und Nieren testet.

Performance bei Gaming

Das große 6,39″ OLED-Display lädt natürlich auch zum Gaming ein. Auch mit der Mittelklasse-CPU lassen sich aktuelle, grafikintensive Games problemlos spielen. Kleine Framerate-Einbrüche gab es zwar gelegentlich bei „Shadowgun Legends“, aber es war zu keinem Zeitpunkt unspielbar. Was eher auffallend war, ist die hohe Hitzeentwicklung des Displays während einer 20-minütigen Spiele-Session.

Dafür bietet Xiaomi eigene Optimierungsmöglichkeiten und Profile für Spiele, sowie nützliche Tools während des Spielens:

Und wer unbedingt z.B. preisevergleichen will während einer Gaming-Session, für den hat Xiaomi sogar einen eigenen Fenstermodus für gleichzeitiges Internetsurfen eingebaut ;)

Kamera

Das Highlight des Mi 9T ist zweifellos die Pop-Up-Kamera, die das rahmenlose Design überhaupt erst ermöglicht. Fährt die kleine Kamera zum ersten Mal aus dem Gehäuse heraus, gibt es einen netten Soundeffekt und ein rotes Aufleuchten. Und natürlich ein innerliches „Wow“. Erfreulicherweise lassen sich die Soundeffekte ändern oder gänzlich deaktivieren.

Das Surren des Motors beim Heraus- bzw. Herunterfahren der Kamera ist hörbar, aber leise genug um nicht zu stören. Auf der Oberseite des Pop-Up-Moduls befindet sich noch eine zusätzliche LED, die bei Benachrichtigungen aufleuchtet – leider nur in dunklen Räumen wirklich sichtbar, trotzdem eine nette Idee.

Der 20MP-Sensor (f2.2) der Pop-Up-Kamera kann aber nicht nur durch die einzigartige Mechanik beeindrucken, sondern auch gute (keine großartigen) Selfies schießen mit allen neumodischen Gimmicks, wie Porträt-Modus, Beauty-Effekte aber auch Studiobelichtung, etc.

Dass ein Motor nur eine begrenzte Lebensdauer hat und durch die beweglichen Teile auch wohl anfälliger für Schäden ist, sollte einen nicht überraschen. Angaben zur Haltbarkeit gibt es viele, meist wird von 100x/Tag für 5-6 Jahre gesprochen. Diese Angaben ergeben sich aber aus automatisierten Tests und haben nur begrenzte Aussagekraft in der Realität. Langzeit-Tests gibt es schlichtweg noch nicht. Erfreulicherweise sorgen interne Sensoren dafür, dass zumindest beim Herunterfallen des Smartphones die Pop-Up-Kamera automatisch wieder einfährt um größere Schäden zu verhindern.

Das Triple-Kamerasystem auf der Rückseite weiß durch Vielseitigkeit und Featurevielfalt zu gefallen. Zwar ist leider bei keinem der hinteren drei Sensoren eine optische Bildstabilisierung vorhanden, was sich auch manchmal bei schlechteren Lichtverhältnissen oder unruhigen Händen mit leicht unscharfen Aufnahmen bemerkbar macht. Trotzdem kann man tolle Fotos schießen. Vor allen die Weitwinkelkamera ermöglicht tolle Aufnahmen.

Wer bei schlechten Lichtverhältnissen Bilder schießen will, dem bietet das Mi 9T auch einen Nachtmodus, der der Konkurrenz etwas hinterherhinkt aber trotzdem in einigen Situationen hilfreich sein kann.

Aber auch bei den Videofunktionen liefert Xiaomi ab, alle gängigen, modernen Features sind vorhanden, wie z.B. 960fps-Slow Motion.

Hier noch einige Testfotos, mit Weitwinkel, im 48MP-Kameramodus und Porträtaufnahmen mit Bokeh:

Fazit

Xiaomi hat schon letztes Jahr mit dem Pocophone F1 einen Preiskracher auf den Markt gebracht. Mit dem Mi 9T gelingt dieses Kunststück wieder. Dieses Mal wirkt das Gesamtpaket noch runder und kann dank Top-Verarbeitung, beeindruckendem Display (inklusive quasi rahmenlosem Design) und der Pop-Up-Kamera auftrumpfen. Immerhin ist auch die Triple-Kamera in vielen Situationen überzeugend, auch wenn man manchmal die optische Bildstabilisierung vermisst oder die Kamera-Software etwas zu viel „nachhilft“

Macht das Mi 9T also alles richtig? Für den Preis von rund 350€, lautet die Antwort eindeutig „Ja“. Aber klarerweise kann auch Xiaomi nicht zaubern und es gibt dann doch einige Punkte, bei denen der Sparstift angesetzt werden musste. So gibt es kein Wireless Charging, keine IP-Zertifizierung, nur mittelmäßigen Mono-Sound und keine Möglichkeit den Speicher mittels Speicherkarten zu erweitern. Außerdem wird sich wohl nicht jeder mit MIUI, Xiaomis eigener Android-Skin, anfreunden können, auch wenn die Software prinzipiell alles bietet, was ein Smartphone aktuell braucht. Wer auf diese Features verzichten kann und mit einem relativ großem Gerät keine Probleme hat, bekommt mit dem Xiaomi Mi 9T den wahren Preis-/Leistungskönig 2019.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 30. Juli 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/innen!


Angebote für das Xiaomi Mi 9T



Hinweis: Tekpoint war so freundlich, uns für die Verlosung und für den Test zwei Xiaomi Mi 9T zur Verfügung zu stellen.

Huawei P30 lite im Test

Die P-Serie von Huawei ist in allen Preissegmenten gut aufgestellt. Erst vor kurzem durften wir das Flaggschiff, das P30 Pro, testen und waren vor allem von der hochwertigen Kamera und der tadellosen Verarbeitung überzeugt. Aber natürlich hat der chinesische Gigant auch etwas für Sparfüchse parat: Das P30 lite wirbt mit einem Triple-Kamera-System und tollem Display. Klingt eigentlich alles wunderbar aus Konsumentensicht, wäre da nicht ein Handelskrieg zwischen den USA und China entbrannt, der Huawei derzeit nicht aus den Schlagzeilen kommen lässt und eine eher ungewisse Zukunft zeichnet. Wie es weitergehen kann und was das für aktuelle Geräte, wie das P30 lite, bedeutet, könnt ihr im folgenden Test erfahren.

Lieferumfang

Wie bei der gesamten P30-Serie kommt auch die Lite-Variante in einer schlichten, weißen Box daher.

Die Ausstattung lässt auch wenig Wünsche offen. Da bei günstigeren Geräten zumeist noch ein Klinken-Anschluss vorhanden ist, hat Huawei dankenswerterweise auch ein Headset beigelegt:

  • kabelgebundene Kopfhörer (3.5mm)
  • Supercharger Ladegerät
  • USB-C / USB-A-Kabel
  • SIM-Tool

Design und Verarbeitung

Nur weil man ein günstiges Smartphone erworben hat, muss man nicht auf eine solide Verarbeitung verzichten. Hier kann das P30 lite definitiv punkten. Die Verarbeitung ist auch hier tadellos, wenn man natürlich auch mit einigen Kompromissen in dieser Preisklasse leben muss.

Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, auch der Rahmen, auch wenn die Optik den Einsatz von Metall vermuten lassen würde. „Billig“ fühlt sich das Smartphones aber deswegen nicht an und es wiegt dann auch etwas weniger Gewicht als seine Premium-Brüder

Die seitlichen Knöpfe sind gut zu erreichen, der Fingerprint-Reader auf der Rückseite ist allerdings etwas weit oben positioniert und manchmal etwas schwer zu erreichen, was aber sicherlich eine Sache der Gewöhnung ist. Das Triple-Kamera-Modul steht deutlich aus dem Gehäuse hervor, was gerade, wenn das Gerät am Tisch liegt, zu störenden Wackeln führt.

Detaillierte Spezifikationen

Betriebssystem Android 9.0
Display 6.15″, 2312×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS/​LTPS, kapazitiver Touchscreen, Aussparung
Kamera hinten 48.0MP, f/​1.8, Phasenvergleich-AF, LED-Blitz, Videos @1080p/​30fps (Kamera 1); 8.0MP, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2); 2.0MP, Tiefenschärfe (Kamera 3)
Kamera vorne 24.0MP, f/​2.0, Videos @1080p/​30fps
Schnittstellen USB-C 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac, Bluetooth 4.2 (aptX HD), NFC
Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass, Fingerabdrucksensor (hinten)
SoC HiSilicon Kirin 710, 64bit
CPU 4x 2.20GHz Cortex-A73 + 4x 1.70GHz Cortex-A53
GPU Mali-G51 MP4
RAM 4GB
Speicher 128GB, microSD-Slot (shared, bis 512GB)
Navigation A-GPS, GLONASS
Modem GSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS, LTE
Frequenzbänder 2G (850/​900/​1800/​1900), 3G (B1/​B2/​B4/​B5/​B8), 4G (B1/​B3/​B4/​B7/​B8/​B20/​B38)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Akku 3340mAh, fest verbaut
Ladeleistung 18W
Standby-Zeit 293h
Gesprächszeit 21h
SAR-Wert 0.7W/​kg Kopf, 1.1W/​kg Körper
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Glas (Rückseite), Metall (Rahmen)
Farbe weiß
Abmessungen 152.9×72.7×7.4mm
Gewicht 159g
SIM-Formfaktor Nano-SIM (1x shared)
Besonderheiten Dual-SIM, Benachrichtigungs-LED
Gelistet seit

Display

Auch hier will Huawei die geneigten Käufer beeindrucken und spendiert seiner Lite-Variante ein gutes, blickwinkelstabiles IPS-Display. Diese bietet zwar nicht den Kontrast und Schwarzwerte eines OLED-Displays, aber liefert mit einer FullHD-Auflösung scharfe Bilder.

Im Gegensatz zur Pro-Variante sind die seitlichen Ränder nicht abgerundet, was zwar für einen etwas „dickeren“ Rahmen sorgt, sich dafür aber im Alltag als sehr praktisch erweist: weniger unabsichtliche Betätigungen des Touchscreens, keine Spiegelungen an den Seiten und nicht zuletzt liegt es dadurch auch sicherer in der Hand.

Alle drei Varianten (P30 lite, P30 und P30 Pro) haben eines gemeinsam: Die Displayaussparung für die Frontkamera  (Notch) ist immer gleich groß bzw. klein. Gute Entscheidung von Huawei auch die Lite-Variante mit diesem vergleichsweise kleinen Notch auszustatten.

Software, Features und Performance

Huawei hat in den vergangenen Jahren dazugelernt und die eigene EMUI-Oberfläche (9.1) um sinnvolle Features erweitert. Als Grundlage dafür dient die aktuellste Android Version 9 „Pie“.

Da es sich um eine fast gleiche Version handelt wie beim P30 Pro handelt, verweisen wir für die genaueren Features auch gerne wieder dorthin.

Die Performance kann als gut und flott bezeichnet werden. Es gibt kaum „Nachdenkpausen“, allerdings manchmal doch ein paar Mikroruckler im Betrieb. Diese stören aber nicht und fallen nur auf, wenn man gerade von einem High-End-Gerät kommt.

Die Benachrichtigungs-LED erweist sich als praktisch, da es bauartbedingt (IPS-Display) keine Always-On-Funktionalität gibt.

Der Sound ist weniger beeindruckend, der Mono-Lautsprecher auf der Unterseite kann leicht verdeckt werden und liefert mittelmäßigen Sound.

Turbulente Zeiten (Stand: 5. Juni)

Per Dekret hat die amerikanische Regierung unter Donald Trump erlassen, dass es ab 20. August US-Unternehmen untersagt ist mit Huawei geschäftliche Beziehungen einzugehen. Grund dafür sind Spionagevorwürfe seitens der US-Regierung: Huawei, auch Technologieführer beim weltweiten 5G-Ausbau, soll Informationen an die chinesische Regierung weitergeben und ist überhaupt zu eng verwoben mit den chinesischen Machthabern. Konkrete Beweise gibt es dafür nicht bzw. wurden bisher keine der Öffentlichkeit vorgelegt.

Deswegen sehen sich nun zahlreiche Technologie-Konzerne, wie Google, Intel, Qualcomm und Broadcom, gezwungen die geschäftlichen Beziehung mit Huawei zumindest einzufrieren. Was das konkret bedeutet, kann man nicht voraussehen.

Was bedeutet das für aktuelle Geräte?

Aktuelle Modelle sind aus derzeitiger Sicht weitgehend unbetroffen. Google und Huawei haben schon an die Kunden kommuniziert, dass bereits ausgelieferte und lizenzierte Smartphones auch nach dem 20. August problemlos weiter funktionieren werden. Beide Unternehmen wollen sich wahrscheinlich bemühen nach diesem Stichtag die Geräte weiterhin mit Sicherheits- und Versionsupdates zu beliefern.

Die aktuelle Lage sorgt aber auch für fallende Preise bei Huawei-Smartphones und gerade das kann für preisbewusste Käufer sehr interessant werden. Ist einem die neueste Android-Version nicht wichtig, so können Top-Smartphones zum Schnäppchen-Preis ergattert werden.

Wie sieht die Zukunft für Huawei-Smartphones aus?

Der Handelskrieg zwischen China und den USA wird wohl nicht so schnell beigelegt werden, beide Parteien wollen hier nicht das Gesicht verlieren und auch im eigenen Land „Stärke“ zeigen. Aber natürlich geht es um Geld. Um sehr viel Geld. Und gerade das spricht für ein versöhnliches Ende, zumindest für Huawei. Denn nicht nur Huawei wird viele potenzielle Einnahmen verlieren, sondern natürlich auch die anderen US-Unternehmen, denen ein riesiger und wichtiger Abnehmer wegbricht. Eigentlich eine klassische lose-lose-Situation, die dafür das Potenzial hat, dass man eben doch in letzter Sekunde einen Kompromiss findet.

Kommt es in letzter Sekunde trotzdem nicht zu einer Einigung, auch dann müssen Huawei bzw. Huaweis Kunden nicht den Kopf in den Sand stecken. Nicht nur vermutet man, dass Huawei schon länger an einem eigenen Betriebssystem arbeitet (Codename: Hong Meng), sondern es ist auch klar, dass eines der größten Technologieunternehmen der Welt sich nicht einfach kampflos ergeben wird und – vor allem – auch seine zig Millionen Kunden nicht im Regen stehen lassen will und wird.

Kamera

Wie bei der gesamten P-Serie stehen die Kamera-Features im Vordergrund. Das ist natürlich auch beim P30 lite nicht anders. Zwar muss auf das Leica-Branding verzichtet werden, aber ansonsten kann das Triple-Kamera-System mit deiner Vielseitigkeit überzeugen.

Besonders das Weitwinkelobjektiv macht sehr viel Spaß und eignet sich gut um schnell ein paar Fotos von z.B. Gebäuden zu machen.

Weniger gut ist die Farbwiedergabe, die manchmal übersteuert und damit etwas unnatürlich Farben wiedergibt. Gut zu erkennen am Blau des Himmels.

Im Jahr 2019 gibt es natürlich auch einen Nachtmodus, der speziell im Dunkeln gute Ergebnisse liefert.

Fazit

Mit diesem Smartphone kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Fairer Preis, gute Performance, solide Verarbeitung und praktische Kamera-Features. Das P30 lite ist ein Kracher in seiner Preisklasse und hat aus einigen Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Die kleinen Makel wie durchschnittlicher Sound, kein OLED-Display und Kunststoff-Gehäuse lassen sich leicht verschmerzen. Und wer Wireless Charging oder eine IP-Zertifizierung braucht, der muss eben zu den größeren und etwas teureren P-Series-Modellen greifen.

Bleibt also abschließend nur zu hoffen, dass das politische Säbelrasseln zwischen Huawei und den USA schnell beendet wird und Huawei ein wichtiger Player am Markt bleibt, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und davon profitieren immer die Kunden.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 17. Juni 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!


Angebote für das Huawei P30 lite



Hinweis: Huawei Austria war so freundlich uns für den Test und die Verlosung jeweils ein P30 lite zur Verfügung zu stellen.

Blitzwolf BW-FYE1 im Test

Kabellose In-Ear-Kopfhörer erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit, nicht zuletzt dank des Erfolgs der AirPods von Apple. Gerade im niedrigen Preissegment tummeln sich hierzulande eine Reihe unbekannter Hersteller, die ein ähnliches Hör- und Bedienerlebnis bieten wollen. Wir haben exemplarisch für diesen Trend die „True Wireless Earbuds“ BW-FYE1 von Blitzwolf getestet und zeigen euch worauf ihr achten solltet.

Lieferumfang

In der kleinen, unscheinbaren Verpackung von Blitzwolf ist alles Notwendige mit dabei:

  • BW-FYE1 Kopfhörer
  • Ladecase, 61.5 x 43.5 x 30mm
  • Ladekabel, USB-A auf microUSB
  • 2 Paar Eartips aus Kunststoff in unterschiedlichen Größen
  • Quick Guide

Einzig ein Verbindungsband für die beiden Kopfhörer wäre als Beigabe noch praktisch gewesen, denn gerade beim Sport kann sich das als sehr praktisch erweisen, wenn man die Buds nicht gleich ins Case geben kann oder will.

Design und Verarbeitung

Wenig überraschend sind das Ladecase (61.5 x 43.5 x 30mm), als auch die In-Ear-Buds selbst, aus Kunststoff in Hochglanzoptik gefertigt. Der Schließmechanismus wird von einem Magnet unterstützt und verhindert beim Transport ein ungewolltes Aufklappen.

Auf der Rückseite befinden sich, neben dem micro-USB-Ladeport, vier LEDs, die den Ladestand anzeigen. Ärgerlich, dass kein USB-C-Anschluss verbaut wurde – im Jahr 2019 sollte dies auch im niedrigen Preissegment möglich sein.

Die Ohrstecker selbst sind kaum größer als eine Weintraube und besitzen jeweils einen Knopf an der Seite für die Steuerung. Zudem sind sie auch gegen Spritzwasser geschützt (IPX4), was vor allem bei Sport (und bei Schweiß) sehr praktisch sein kann.

Unboxing / Hands-On

Detaillierte Spezifikationen

Bauart Ohrhörer (In-Ear)
Bauform Inohrbügel
Prinzip geschlossen
Mikrofon integriert
Schnittstelle Bluetooth 5.0
Betriebsdauer 3h (aktiv)
Kabel nein
Gewicht 12.5g
Farbe schwarz
Besonderheiten voll kabellos, Ladeetui (700mAh)
Gelistet seit

Verbindung

Dank Bluetooth 5.0 gestaltet sich die Verbindung zu einem kompatiblen Endgerät wie Smartphone oder Tablet recht einfach. Beim Aufmachen des Ladecases begeben sich die BW-FYE1 in den „Pairing-Modus“ und können so gekoppelt werden – ein Blinken der LED am rechten Ohrstecker zeigt dies auch visuell an.

Auch eine Stimme sagt einem den aktuellen Status der Earbuds an. Einmal mit einem Gerät verbunden, erfolgt die Koppelung bei jedem weiteren Öffnen des Cases automatisch.

Außerdem können die zwei Earbuds auch separat mit verschiedenen Geräten verbunden werden, so kann man die BW-FYE1 auch einfach mal „teilen“. Steckt man die Buds wieder in das Ladecase und schließt dieses, werden diese automatisch geladen und die Verbindung getrennt.

Gebrauch im Alltag

Um den Sound und die Bedienung im Alltag zu testen, wurden die BW-FYE1 mit einem Android-Smartphone (Google Pixel 2), als auch mit einem iOS-Gerät (iPad) betrieben. Gerade die Beurteilung der Soundqualität (und des Tragekomforts) geht aber auch mit einem subjektiven Empfinden einher und lässt sich nicht gänzlich objektiv betrachten.

Bedienung

Überraschend zuverlässig und einfach funktioniert die Steuerung der Earbuds im Alltag: Der Pairing-Prozess klappte in neun von zehn Fällen beim Aufmachen des Ladecases. Auch die Steuerung der Musikwiedergabe über den kleinen Knopf an den Buds funktioniert gut, wenn auch manchmal mit einer kleinen Verzögerung. Leider ist die Lautstärkeregelung über diese Buttons nicht möglich und muss am Gerät selbst vorgenommen werden. Dafür kann der AI-Assistent der Wahl, also Siri oder Google, mittels einem langen Druck aufgerufen werden.

Tragekomfort

Schnelles Stiegensteigen oder eine Flugreise – bei beiden Gelegenheiten konnten die Earbuds von Blitzwolf überzeugen. Die Ohrhörer sitzen fest im Ohr ohne dabei bei Bewegung rauszufallen oder bei längerem Gebrauch Schmerzen zu verursachen. Einzig das Drücken der Knöpfe an den Seiten kann sich etwas unangenehm im Ohr anfühlen.

Akkuleistung

Mit einer Akkuladung konnten die Ohrhörer im Test 2:17h ununterbrochen betrieben werden – der Hersteller ist somit mit seinen Angaben von 2.5 bis 3h relativ nah dran an der Realität. Mit dem Ladecase können die BW-FYE1 bis zu viermal komplett geladen werden, was nach unserem Test durchaus glaubwürdig erscheint. Das Laden der Earbuds im Case dauerte rund 1.5h.

Sound

Um die Audioqualität zu testen haben wir uns entschlossen die BW-FYE1 gegen andere kabellose In-Ear-Kopfhörer antreten zu lassen. Erst der Vergleich lässt eine seriöse Beurteilung zu. Die EOZ Air waren ein Kickstarter-Projekt und versprachen vollmundig High-End-Sound zum fairen Preis von knapp 100€ zu bieten. Wie also können die rund die Hälfte günstigeren Earbuds von Blitzwolf da mithalten? Die Antwort lautet: sehr gut. Bei der Wiedergabe von Musik sind vor allem die Tiefen besser wahrnehmbar und weniger dumpf als bei den teureren EOZ Air. Nur bei den Höhen und der Maximallautstärke muss sich Blitzwolf geschlagen geben – klarer und lauter sind die Ohrhörer von EOZ.

Bei der Wiedergabe von Videos war der Ton bei den BW-FYE1 immer synchron mit dem Bild. Das ist besonders erfreulich in diesem Preissegment, versagen doch die EOZ Air in dieser Disziplin immer wieder.

Nutzt man die Earbuds von Blitzwolf zum Telefonieren, sollte man seine Erwartungen aber herunterschrauben: Anrufer hören sich ziemlich dumpf an, ein lautes Rauschen mit kleinen Aussetzern ist auch meist zu vernehmen. Umgekehrt wird die eigene Stimme auch nicht frei von Rauschen und Verzerrungen übertragen – das können andere Headsets viel besser, aber auch die EOZ Air Ohrhörer dürften wohl ein besseres Mikrofon verbaut haben.

Geräusche von außen werden zwar etwas unterdrückt, aber nicht durch aktives Noise Cancelling. Auch hier überzeugen die BW-FYE1 Ohrhörer mit einer marginal besseren Abschirmung.

Fazit

Überrascht haben uns diese kleinen Begleiter für unterwegs und das fast durchwegs positiv. Das fängt bei der Verarbeitung an, die für diesen Preisbereich vollkommen in Ordnung geht. Weiters entstehen auch beim längeren Tragen keinerlei unangenehme Druckpunkte oder Schmerzen, wobei das natürlich von Ohr zu Ohr unterschiedlich sein kann. Und auch der Sound weiß zu gefallen, vor allem in Kombination mit dem hohen Grad an Mobilität.

Natürlich muss man in diesem Preissegment auch einige Kompromisse eingehen: Die Akkulaufzeit ist zwar brauchbar, aber die Konkurrenz schafft hier mehr. Der Sound könnte auch etwas mehr Volumen und Lautstärke vertragen. Im Jahr 2019 sollte es auch nicht mehr ein microUSB-Anschluss sein, sondern USB-C.

Wenn man sich selbst nicht zu der Gruppe der Audiophilen zählt und mit den oben genannten Einschränkungen leben kann, dann bietet Blitzwolf mit den BW-FYE1 In-Ear Ohrhörern eine günstige Alternative zu den teureren Platzhirschen.


Angebote für Blitzwolf BW-FYE1

3-fache Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 31. Mai 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!



Hinweis: Blitzwolf war so freundlich, uns für die Verlosung und für den Test vier BW-FYE1 zur Verfügung zu stellen.

BenQ GV1 im Test

Beamer finden im Alltag bisher vor allem in zwei Bereichen Einsatz: im Business-Segment für Präsentationen und bei Home Cinema-Liebhabern. Der stationäre Betrieb samt Befestigung und ausreichend weißer Fläche sorgte bisher dafür, dass Beamern der Consumer-Massenmarkt eher verwehrt blieb. Das will nun der renommierte Hersteller BenQ mit dem GV1 ändern und positioniert diesen kleinen, mobilen Beamer ganz bewusst als Lifestyle-Produkt. Ob das gelingt, könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

Lieferumfang

In der weißen Box findet man eigentlich alles, um gleich loszustarten. Erfreulicherweise denkt BenQ auch gleich etwas weiter und legt dem GV1 auch nützliches Zubehör bei.

Vor allem die zwei Reiseadapter für das Netzteil und die Schutztasche erweisen sich im (mobilen) Alltag als sehr praktisch.

Der Lieferumfang im Detail:

  • GV1-Beamer
  • Netzteil mit zwei Auslandsadaptern (UK, US)
  • USB-C-Kabel
  • Schutztasche
  • Fernbedienung (inkl. Batterie)
  • Quickstart-Guide

Unboxing und Hands On-Video

Design und Verarbeitung

In Punkto Design hat sich BenQ beim GV1 sichtlich viel Mühe gegeben um ein schönes Gerät auf den Markt zu bringen, das dank des gelben Akzents in der silber-grauen Aufmachung auch einen gewissen Wiedererkennungswert besitzt.

Auch die verwendeten Materialien – Metall und Plastik – fühlen sich äußerst hochwertig an und geben keinerlei Anlass zur Beschwerde. Es konnten auch keine unregelmäßigen Spaltmaße, Knarzen oder dergleichen festgestellt werden.

Detaillierte Spezifikationen

Typ DLP
Lichtquelle LED
Auflösung (darstellbar) WVGA (854×480)
Auflösung (nativ) WVGA (854×480)
Helligkeit -/​200/​- ANSI Lumen (Hoch/​Standard/​Eco)
Kontrast 100.000:1
Bildverhältnis 16:9 nativ
Bilddiagonale 0.76-2.54m
Projektionsverhältnis 1.30:1
Lampenlebensdauer 20000/​30000/​- Stunden (Standard/​Eco/​Eco+)
Geräuschentwicklung 29/​28dB(A) (Standard/​Eco)
Lens-Shift nein
Weitere-Anschlüsse 1x USB-C, Bluetooth, WLAN (integriert)
Stromverbrauch 17/​13W (Standard/​Eco)
Abmessungen (BxHxT) 80x155x80mm
Gewicht 708g
Besonderheiten Akku, integrierte Lautsprecher (1x 5W)
Im Preisvergleich seit

Bedienung

Das erste Einschalten gestaltet sich unkompliziert: Auf der Oberseite findet sich ein großer Power-Button, der ein paar Sekunden gedrückt wird um den GV1 zu starten. Mittels der beigelegten Fernbedienung kann man das Gerät auch aus der Ferne steuern. Zudem wird die Fernbedienung auch benötigt um das Gerät mit WLAN zu verbinden und sonstige Einstellungen zu treffen. Denn es befinden sich zwar Steuerelemente am Gerät (Power, Lautstärke, Moduswechsel zu Bluetooth), diese reichen aber nicht für die Navigation in der Software aus.

Um externe Quellen an den GV1 anzuschließen, befindet sich ein USB-C-Anschluss auf der Rückseite. Für die Stromversorgung und das Laden des integrierten Akkus gibt es außerdem einen rückseitigen Anschluss. Leider lässt sich das Gerät nur mittels des beigelegtes Netzteils mit Strom versorgen und nicht über USB-C. Umgekehrt kann aber ein anderes Gerät über diesen USB-C-Anschluss geladen werden.

Will man den GV1 transportieren, kann man den Beamer selbst und die Fernbedienung in der beigelegten Tasche verstauen. Allerdings bietet die Tasche leider keinen Platz für das Netzteil.

Im Betrieb

Nach dem Hochfahren des Geräts (ca. 30 Sekunden) landet man auf dem Startbildschirm des Betriebssystems, bei dem es sich um eine angepasste Android-Version handelt. Um den vollen Funktionsumfang des GV1 zu nutzen, sollte der erste Schritt darin bestehen, das Gerät mit WLAN zu verbinden. Danach ist es zudem empfehlenswert die aktuellste Software-Version herunterzuladen und zu installieren.

Ein Software-Update brachte während des Testzeitraums einige kleine Fehlerbereinigungen und – viel wichtiger – den Zugang zu einem App-Store, der es ermöglicht Apps auf dem GV1 zu installieren.

Kabellose Verbindung

Der GV1 ist vornehmlich für einen kabellosen Betrieb ausgelegt. Es gibt hier zwei Möglichkeiten:

  1. WLAN/Cast: Mittels der Cast-Funktion können Smartphones oder Tablets (iOS und Android) unkompliziert mit dem GV1 verbunden werden. Bei dieser Art der Verbindung handelt es sich um das Spiegeln der Inhalte des Smartphones/Tablets. Das eignet sich für statische Bilder hervorragend, liefert aber bei bewegten Bildern gelegentliches Frame-Skipping, also das Auslassen eines Einzelbilds. Das führt zu einer nicht immer ganz flüssigen Darstellung, ist aber kein besonders störender Faktor.

  2. Integrierter App-Store: Der Aptoide-AppStore bietet eine Auswahl an bekannten Apps, wie Netflix, YouTube, verschiedene Browser und Medienplayer (Kodi etc.). Bei den erwähnten Apps kam es im Testzeitraum zu keinen Frame-Skippings o.ä. Störend war in diesem Modus die zwingende Verwendung der Fernbedienung, da nicht alle Apps für diese Art der Steuerung optimiert wurden. So konnten z.B. wesentliche Features der Netflix-App (Auswahl von einzelnen Folgen, Suchnavigation) nicht genutzt werden. Zwar kann BenQ eigentlich nichts für diese Probleme, denn die Apps werden von Drittanbietern zur Verfügung gestellt, ärgerlich bleibt es allemal. Hier bleibt nur zu hoffen, dass die Apps im Laufe der Zeit weiterhin optimiert und aktualisiert werden.

Da man unterwegs meistens nicht überall einen Zugang zu WLAN hat, besitzt der GV1 auch eine Hotspot-Funktion. Mit dieser kann man auch abseits ein eigenes WLAN erstellen und somit verschiedene Abspielgeräte verbinden.

Kabelgebundene Verbindung

Über den USB-C-Anschluss können externe Datenträger, wie Festplatten oder USB-Sticks angeschlossen werden. Dies klappte während des Tests problemlos und dank der Möglichkeit verschiedene Medienplayer über den App-Store (z.B. VLC Media Player) zu installieren, war auch das Abspielen von unterschiedlichen Formaten möglich.

BenQ hat zwar mit der Wahl von USB-C an die Zukunft gedacht, aber etwas weniger an die Gegenwart. So ist die Verbreitung von USB-C-Sticks oder HDDs (noch) eher gering. Das beigelegte USB-C-Kabel wiederum hat keinen USB-A-Anschluss und somit braucht man dann wiederum meistens einen Adapter. Hier wäre ein HDMI-Anschluss wünschenswert gewesen oder zumindest ein USB-A-Anschluss.

Durch die Positionierung beider Anschlüsse auf der Rückseite ist das Aufstellen des GV1 an einer Wand auch nicht möglich, hier geht dann nur der kabellose Betrieb.

Bildqualität und Sound

Mit einer WVGA-Auflösung (854×480) ist der GV1 nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit, allerdings musste BenQ hier wohl einige Abstriche machen um die Kosten im Rahmen zu halten und Portabilität bzw. ausreichende Akkulaufzeit zu gewährleisten. Nichtsdestoweniger liefert der GV1 ein gutes, farbintensives Bild, das dank automatischer Trapezkorrektur für eine waagrechte Bildausrichtung sorgt. Je nach Abstand zur Projektionsfläche, kann das erzeugte Bild des Mini-Beamers auch locker mit modernen TV-Geräten, zumindest in der Diagonale, mithalten.

Die Bildhelligkeit variiert, je nachdem ob ein Netzteil angesteckt ist oder nicht. Im Akkumodus verringert sich automatisch die Helligkeit merkbar, was vor allem in helleren Umgebungen den positiven Gesamteindruck etwas trübt. Dafür konnten im Test 2:51 Stunden mit einer Akkuladung erreicht werden – BenQ gibt drei Stunden an.

Da der GV1 auch Bluetooth beherrscht, kann das Gerät auch als externer, kabelloser Lautsprecher fungieren. An dedizierte Boomboxen kommt die Soundqualität zwar nicht heran, aber gerade für einen gemütlichen Filmabend oder eine Sportübertragung ist der Sound allemal ausreichend und kann daher eher positiv überraschen. Bild und Ton waren dabei im Test immer synchron.

Fazit

Der BenQ GV1 ist ein innovatives Gerät, das voll auf Mobilität und Unterhaltung setzt – ein Beamer zum Mitnehmen und überall Aufstellen. Dabei hat BenQ nicht nur viel Technik reingepackt, sondern auch auf ein ansprechendes Design und tadellose Verarbeitung geachtet. Die Verbindung mit Smartphone/Tablet geht leicht von der Hand und war im Test auch immer stabil. Sogar der Sound kann überzeugen, bei diesen Gerätedimensionen nicht selbstverständlich. Nicht zuletzt weiß auch die Anbindung an einen App-Store zu gefallen und erweitert sinnvoll die Abspielmöglichkeiten.

Trotzdem wird man das Gefühl nicht ganz los, dass BenQ mit dieser ersten Generation einige Kompromisse eingehen musste. So löblich die kabellosen Verbindungsoptionen auch sind, der einzige USB-C-Anschluss ist im Alltag etwas umständlich. Hier wäre ein HDMI-Anschluss o.ä. sehr wünschenswert gewesen. Auch das Bedienkonzept mit der Fernbedienung ist nicht immer ideal, vor allem wenn gewisse Apps diese nur unzureichend unterstützen. Und ob im Jahr 2019 eine Nicht-HD-Auflösung noch zeitgemäß ist, wird sich BenQ auch fragen müssen.

So bleibt ein formschönes, innovatives Gerät, das im Großen und Ganzen überzeugen kann, in manchen Punkten sogar begeistert, aber im Detail sicherlich noch verbesserungswürdig ist. Für alle, die kein fixes TV-Gerät haben können oder wollen, ist der GV1 aber definitiv einen genaueren Blick wert und ziemlich konkurrenzlos.


Angebote für den BenQ GV1


Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 9. Mai 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!


Hinweis: BenQ Austria war so freundlich uns für den Test und für die Verlosung jeweils ein GV1 zur Verfügung zu stellen.