Huawei P40 lite im Test

Die Lite-Varianten der P-Serie von Huawei sind besonders beliebt, versprechen sie doch ansprechende Leistung und modernes Design zu einem fairen Preis. Genau hier knüpft Huawei auch im Jahr 2020 an und bringt mit dem P40 lite wieder ein interessantes Budget-Smartphone auf den Markt. Wie sich dieses – ohne Google App Store – schlägt, erfahrt ihr im folgenden Test.

Lieferumfang des P40 lite

Auffällig an der schlichten, weißen Box ist eigentlich nur der unten angebrachte Hinweis zu Huaweis eigenem App Store „AppGallery“.

Die Ausstattung geht für diese Preisklasse vollkommen in Ordnung, birgt aber auch keinerlei Überraschungen:

  • kabelgebundene Kopfhörer (3.5mm)
  • Supercharger 20W-Ladegerät
  • USB-C / USB-A-Kabel
  • SIM-Tool

Design und Verarbeitung

In Sachen Design und Verarbeitung legt Huawei mit dem P40 lite wieder eine Schippe drauf. Das 6,4″-Smartphone besitzt einen, je nach Farbvariante, gefärbten Aluminium-Rahmen und Vorder- und Rückseite sind aus Glas und Kunststoff gefertigt.

An der rechten Seite befinden sich die gut erreichbaren Volume-Knöpfe und der Fingerprint-Reader, der wiederum auch als An/Aus-Schalter fungiert.

Auf der Unterseite ist der USB-C-Anschluss, der Lautsprecher, ein Mikrofon und eine Kopfhörer-Buchse. Damit setzt sich auch der Trend im Jahr 2020 fort, dass günstige Smartphones den Kopfhörer-Eingang behalten.

Detaillierte Spezifikationen

BetriebssystemAndroid 10.0
Display6.4″, 2310×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS/​LTPS, kapazitiver Touchscreen, Kameraloch
Kamera hinten48.0MP, f/​1.8, Phasenvergleich-AF, LED-Blitz, Videos @1080p/​30fps (Kamera 1); 8.0MP, f/​2.4, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2); 2.0MP, f/​2.4, Makroobjektiv (Kamera 3); 2.0MP, f/​2.4, Tiefenschärfe (Kamera 4)
Kamera vorne16.0MP, f/​2.0, Videos @1080p/​30fps
SchnittstellenUSB-C 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac, Bluetooth 5.0, NFC
SensorenBeschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass, Fingerabdrucksensor (seitlich)
SoCHiSilicon Kirin 810, 64bit
CPU2x 2.27GHz Cortex-A76+ 6x 1.88GHz Cortex-A55
GPUMali-G52 MP6
RAM6GB
Speicher128GB (UFS 2.1), NM Card-Slot (shared, bis 256GB)
NavigationA-GPS, GLONASS, Galileo, QZSS
ModemGSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS, LTE
Frequenzbänder2G (850/​900/​1800/​1900), 3G (B1/​B2/​B4/​B5/​B6/​B8/​B19/​B34/​B39), 4G (B1/​B2/​B3/​B4/​B5/​B7/​B8/​B18/​B19/​B20/​B28/​B34/​B38/​B39/​B40/​B41)
NetzstandardsGPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Akku4200mAh, fest verbaut
Ladeleistung40W (Huawei SuperCharge)
Standby-Zeit293h
Gesprächszeit21h
SAR-Wert0.85W/​kg Kopf, 1.15W/​kg Körper
GehäuseformBarren
GehäusematerialKunststoff (Rückseite)
Farbegrün
Abmessungen159.2×76.3×8.7mm
Gewicht183g
SIM-FormfaktorNano-SIM (1x shared)
BesonderheitenDual-SIM
Gelistet seit02.03.2020

Display

Das 6,4″-IPS-Display mit FullHD+-Auflösung (398dpi) ist leuchtstark und blickwinkelstabil. Der Punchhole-Ausschnitt für die Vorderkamera im linken, oberen Bereich ist dabei angenehm klein gehalten.

Natürlich wäre ein OLED-Display noch etwas besser gewesen, auch um den integrierten Dark-Mode noch besser zur Geltung kommen zu lassen.

Dafür lässt sich die Farbtemperatur nach persönlichen Präferenzen einstellen.

AppGallery und Features

Seit Mitte 2019 darf Huawei im Zuge eines Handelsstreits mit den USA keine Google Services mehr auf seinen Geräten nutzen. Was bedeutet, dass auch der populäre Google App Store fehlt. Huawei, immerhin einer der größten Smartphone-Produzenten der Welt, versucht nun mit dem eigenen App-Ökosystem, der „AppGallery“, einen Ersatz zu etablieren.

Laut eigenen Angaben ist die AppGallery inzwischen der drittgrößte App-Marktplatz der Welt und bietet auch beliebte Apps wie Microsoft Office, Amazon Shopping und Games wie Asphalt 9 und Fortnite.

Huaweis Bemühungen populäre Apps in das eigene Ökosystem zu bekommen, sind offensichtlich da. Schon bei der Ersteinrichtung werden einem Apps vorgeschlagen und installiert. Auch Apps wie Facebook, WhatsApp & Co. lassen sich meistens über kleine Umwege in der AppGallery finden und installieren. Auch die Geizhals-App steht dort zum kostenlosen Download zur Verfügung. Die Huawei-Community bietet auch hilfreiche Tipps zu App-Installationen und AppGallery.

Für die fehlenden Google-Apps gibt es meist Ersatz, wenn auch nicht immer komplett gleichwertigen. Gerade Google Maps oder Google Drive wurden im Test schmerzlich vermisst.

Im Bereich Werkzeuge befinden sich auch nützliche Apps, die den Alltag erleichtern sollen. So wird z.B. eine Wetter-App auch vorinstalliert, aber nur in der Free-Version mit Werbung.

Betriebssystem

Das P40 lite ist mit Android 10 ausgestattet, wobei das Betriebssystem mit Huaweis eigener Oberfläche EMUI 10.0.1 stark modifiziert wurde. Der letzte Sicherheitspatch datiert aus dem Jänner 2020 – wie oft hier Huawei in Zukunft aktualisieren wird, wird sich zeigen müssen.

Dafür war die Performance überzeugend: Kaum Mikroruckler, dafür flottes Navigieren und ein schicker Dark Mode – so soll es sein.

Entsperren

Der seitlich angebrachte Fingerprint-Reader ist auch gleichzeitig der ON-OFF-Schalter. Beim Testen funktionierte dies auch recht zuverlässig, wenn auch die Erkennungsrate – gefühlt – ein paar Prozentpunkte hinter dem Vorjahresmodell, dem P30 lite, liegt.

Der seitliche Fingerprint-Reader: äußerst flott und zuverlässig

Sound

Soundtechnisch wird das geboten, was man sich in der Preisklasse erwarten kann: einen auf der unteren Seite positionierten Mono-Lautsprecher, der zwar laut sein kann, aber keinerlei Tiefen besitzt und auch leicht verdeckt werden kann.

Speicher

Der Speicherausstattung ist mit 128GB zeitgerecht, leider setzt Huawei bei der Erweiterung auch dieses Jahr auf einen eigenen Standard, MicroSD-Karten werden weiterhin nicht unterstützt.

Akku

Hier trumpft Huawei auf und spendiert dem P40 lite einen großen 4200mAh-Akku, der mit 40W schnell geladen werden kann. Deshalb ist es doppelt schade, dass das mitgelieferte Ladegerät lediglich maximal 20W ausgibt. Das ist zwar noch immer schnell, in ca. 30min hat man knapp 50% erreicht, aber das Potenzial wird nicht voll ausgeschöpft.

Im Test war dann auch die Akkulaufzeit nicht wirklich ein Thema, denn eine volle Ladung hat – ohne mobile Daten – locker für mehrere Tage ausgereicht. Fotografieren, volle Displayhelligkeit und Spielen – das P40 lite bietet einfach eine hervorragende Akkulaufzeit.

Kamera des P40 lite

Vier Kamera-Module auf der Rückseite, nichts Ungewöhnliches mehr im Jahr 2020. So viele besitzt das P40 lite natürlich auch, wobei ein Sensor nur für die Tiefenschärfe zuständig ist.

Und wie im letzten Jahr setzt man Vielseitigkeit beim Kamera-System:

  1. 48.0MP, f/​1.8, Videos @1080p/​30fps
  2. Weitwinkel, 8.0MP, f/​2.4
  3. Makro, 2.0MP, f/​2.4
  4. Tiefenschärfe
  5. Vorderkamera: 16.0MP, f/​2.0, Videos @1080p/​30fps

Outdoor macht das Kamera-System einen guten Job. Die Software ist dabei intuitiv, bietet aber auch zahlreiche Einstellungsmodi, so wie einen Pro-Modus, bei dem alle relevanten Parameter selbst eingestellt werden können. Der Großteil wird aber wohl im Automatik-Modus geschossen werden und dieser ist durchaus gelungen. Lediglich die fehlende optische Stabilisierung kann etwas nerven: Fotos werden gelegentlich unscharf oder man wird beim Fotoschießen von der Software aufgefordert, die Hand auch nach dem Auslösen noch für ein paar Sekunden ruhig zu halten.

Makroaufnahmen gehen nun auch und funktionieren besser, als der digitale Zoom, der besonders aggressiv Bildrauschen unterdrückt und damit auch die allgemeine Fotoqualität.

Beim integrierten Nachtmodus gibt es wenig Neues im Vergleich zum Vorjahr. Dieser funktioniert noch immer zuverlässig, wenn man für ca. 10 Sekunden die Hand komplett still halten kann.

Die Selfie-Kamera verfügt über einen Porträt-Modus, der Hintergründe unscharf stellt. dies funktioniert aber nur, wenn ein Gesicht erkannt wird. Dieses lässt sich dann zusätzlich über einen Beautymodus „glätten“ – oder auch nicht, denn dieser Modus ist komplett deaktivierbar. Selten gab es hier kleine Autofokus-Probleme, in der Regel sind die Selfies aber schnell gemacht und scharf.

Fazit

Was uns gefällt

Huaweis Budget-Smartphones werden von Jahr zu Jahr schöner. Dem P40 lite sieht man seinen günstigen Preis auf den ersten Blick nicht an. Ein leuchtstarkes Display, ein vielseitiges Kamera-System, lange Akkulaufzeiten und keinerlei Verarbeitungsmängel ist man inzwischen auch bei den Lite-Modellen der P-Serie gewohnt. Dazu gesellt sich weiterhin ein quasi schon totgeglaubter Kopfhörer-Eingang.

Was uns nicht so gefällt

Der unfreiwillige Verzicht auf Googles Play Store ist weniger schlimm als anfangs angenommen: viele populäre Apps sind entweder über Huaweis AppGallery auffindbar oder ersetzbar. Gewisse Google-Services bzw. Apps fehlen dann aber doch im gewohnten Alltag.

Und so sehr die Vielseitigkeit der Kamera – gerade bei so einem günstigen Einstiegspreis – überzeugen kann, vielleicht wäre es sinnvoller gewesen eine Linse einzusparen und dafür eine optische Bildstabilisierung zu verbauen.

Conclusio

Wer ein günstiges Smartphone sucht, das verlässliche und lange Akkulaufzeiten bietet und dazu ein gutes, flexibles Kamera-System braucht, der sollte sich das Huawei P40 lite genauer ansehen. Ist man allerdings tief in Googles Ökosystem verankert, könnte ein Umstieg – ehrlicherweise – doch für etwas Frust sorgen.


Angebote für das Huawei P40 lite

Mehr Infos zu den anderen Modellen: P40 Pro / P40



Hinweis: Huawei Austria war so freundlich uns für den Test ein P40 lite zur Verfügung zu stellen.

ASUS ZenWiFi AX XT8 im Test

Vor einiger Zeit konnten wir den Wi-Fi 6-Router RT-AX88U von ASUS testen. Das wuchtige Design war vornehmlich an die Zielgruppe Gamer und Power-User adressiert. Mit dem ZenWiFi AX zeigt ASUS erfreulicherweise, dass es auch anders geht: Äußerlich unauffällig, aber trotzdem voller Features!

Lieferumfang

In der großen, grauen Box sind die zwei anthrazitfarbenen Mesh-Nodes und das gesamte Zubehör sicher und übersichtlich verpackt.

Design und Verarbeitung

Unauffällig

Mesh-Systeme sind – im Gegensatz zu klassischen WLAN-Routern – meist etwas dezenter in ihrem Design. Auch das ZenWiFi AX macht hier keine Ausnahme. ASUS setzt auf mattschwarzen Kunststoff mit silbernen Akzenten auf der Oberseite. Erfreulicherweise gibt es das ZenWiFi auch in weiß.

Anschlüsse und Tasten des ZenWiFi

Auf der Rückseite befinden sich drei LAN-Anschlüsse (1000Base-T) und ein WAN-Anschluss. Dazu gibt es 1x USB 3.0, der z.B. das Anschließen einer Festplatte ermöglicht, einen An/Aus-Schalter und den Stromanschluss. Auf der Unterseite gibt es noch einen WPS-Button und eine Reset-Taste.

Ein kleines LED (rot/grün/weiß) auf der Vorderseite zeigt den aktuellen Status des Geräts an. Nettes Detail: Die Beleuchtung ist über die Software auch deaktivierbar.

Ziemlich cool

Die seitlichen Lüftungsschlitze sorgen für ausreichende Kühlung auch bei starker Belastung. Weder im Idle-Zustand noch im Vollbetrieb werden die Geräte unangenehm warm. Auch ansonsten lässt die Verarbeitung keinerlei Mängel erkennen.

Detaillierte Spezifikationen

ModemN/​A
WAN1x 2.5GBase-T
LAN3x 1000Base-T
WirelessWLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac/​ax (Wi-Fi 6), simultan
Übertragungsrate574Mbps (2.4GHz), 6005Mbps (5GHz) aufgeteilt auf 1x 4804Mbps und 1x 1201Mbps
Sicherheit64/​128bit WEP, WPA, WPA2, WPS
Antennenintern
Anschlüsse1x USB-A 3.0
Leistungsaufnahmekeine Angabe (Betrieb)
Abmessungen1602x160x75mm
BesonderheitenIPv6, MU-MIMO, unterstützt Mobilfunkmodems (3G/​4G), VPN passthrough (PPTP/​L2TP/​IPSec), Mesh (separates Band), Set bestehend aus 2x Router
HinweisAngabe der Übertragungsrate bei 802.11ax bei 2.4GHz und 5GHz. (802.11n 2×2 40MHz: 300Mbps, 802.11ac (5GHz Band 1) 2×2 80MHz 256-QAM: 867Mbps, 802.11ac (5GHz Band 2) 4×4 160MHz: 3467Mbps, 802.11ax (5GHz Band 2) 2×2 80MHz 1024-QAM: 1201Mbps, 802.11ax (5GHz Band 2) 4×4 160MHz 1024-QAM: 4804Mbps)
Gelistet seit13.01.2020

Was bringt ein Mesh-System?

Funktionsweise

Wie der Name schon andeutet, handelt es sich bei einem Mesh-System um ein „ineinander greifendes“ WLAN-Netzwerk aus mehreren Nodes (Access Points), die miteinander kommunizieren und die Konfiguration automatisch untereinander abgleichen. Dadurch wird ein großes WLAN-Netzwerk mit einer SSID gespannt.

Mesh-Systeme bestehen aus einem Hub (die zentrale Einheit) und den verschiedenen Nodes, mit denen die WLAN-Reichweite erweitert werden kann. Hierbei sollte natürlich auf eine sinnvolle, räumliche Verteilung der Nodes geachtet werden.

Vorteile von Mesh

Mesh-Systeme können also nicht nur ein stabiles, starkes WLAN-Netzwerk spannen, sondern bieten auch andere Vorteile. Egal, wie viele Nodes eingesetzt werden, es wird – auf Wunsch – nur eine SSID generiert. Durch Echtzeitanalysen wählen Mesh-Systeme automatisch die besten Einstellungen während des Betriebs, wie z.B. das optimale Frequenzband und Kanal. Überhaupt ist die Einrichtung zumeist sehr einfach gehalten. Oftmals sehen die Geräte auch etwas „wohnzimmerfreundlicher“ als normale WLAN-Router aus.

Zukunftssicher – Wi-Fi 6

Mit Wi-Fi 6 können mehrere Geräte in einem Netzwerk mit schnellem Internet versorgt werden. Es wird dabei 2,4-GHz- und im 5-GHz-Band genutzt und bietet auch Verbesserungen bei Durchsatz und Bandbreiteneffizienz.

Software und Features des ZenWiFi

Für Kontroll-Freaks

In den zahlreichen Menüpunkten stecken sehr viele nützliche Einstellungsmöglichkeiten, die nicht nur für Profis gedacht sind. Unter anderem kann jedes verbundene Gerät gesehen, priorisiert oder auch geblockt werden. Mehrere Gäste-Netzwerke lassen sich auch einrichten. Praktischerweise geht das auch alles leicht von der Hand mit der dazugehörigen mobilen App für Android oder iOS.

Nicht nur für Profis

Wer wenig Ahnung oder Lust hat sich mit diversen Netzwerk-Einstellungen auseinanderzusetzen, der kann das ZenWiFi – dank den Quick Internet Setup – trotzdem schnell und unkompliziert einrichten. Wi-Fi 6 lässt zudem bis zu 60 gleichzeitige Verbindungen zu und kann damit auch in einem großen Haus oder Büro genutzt werden.

ZenWiFi im Betrieb

In den eigenen vier Wänden war bisher ein 2er Mesh-System von Google im Einsatz. Daher liegt die Vermutung nahe, dass das ASUS ZenWiFi ähnliche bzw. bessere Ergebnisse im Praxiseinsatz zeigen wird.

Reichweite des ZenWiFi

Die zwei ZenWifi-Nodes wurden an exakt denselben Stellen platziert wie das vorherige Google WiFi. Eine Altbauwohnung mit zahlreichen dicken Wänden konnte dem ZenWiFi allerdings nichts anhaben. Ganz im Gegenteil, egal, wo man sich in der Wohnung befindet, war die die Signalstärke sehr gut bis hervorragend. Zwar konnte das vorher eingesetzte Mesh-System von Google auch jede Ecke der Wohnung erreichen, allerdings war das Signal an manchen Stellen doch etwas schwächer und die Übertragungsgeschwindigkeiten geringer.

Geschwindigkeit des ZenWiFi AX

In der Praxis konnte das ZenWiFi durchwegs überzeugen. Zwei FullHD-Streams, ein Games-Download und Video-Telefonie wurden gleichzeitig betrieben und stellten das ZenWiFi vor keinerlei Probleme. 

Hier sei noch erwähnt, dass bis auf ein Gerät alle verbundenen Geräte nur Wi-Fi 5 beherrschen. Das Samsung Galaxy S10 besitzt zwar Wi-Fi 6 – im Praxistest haben sich daraus allerdings keine merkbar schnelleren Geschwindigkeiten eingestellt. Die vorhandene Internetleitung von Magenta war schon am Limit, daran kann auch Wi-Fi 6 nichts ändern.

Kleines Problemchen

Für den Test wurde das neue WLAN-Netzwerk mit derselben SSID ausgestattet, wie das alte. In der Theorie sollten sich dadurch alle zuvor mit dem WLAN verbundenen Geräte automatisch mit dem neuen WLAN verbinden können. In der Praxis gelang das auch, nur ein Gerät streikte und das war ausgerechnet ein (5 Jahre altes) Notebook von ASUS. Dieses erkannte das neue „alte“ WLAN nicht. Erst nachdem in den Einstellungen des ZenWiFi der Wi-Fi 6-Modus deaktiviert wurde, klappte die Verbindung ohne Probleme.

Fazit

Was gefällt

Das ZenWiFi AX von ASUS lässt kaum Wünsche offen. Mit Wi-Fi 6 ist man für die Zukunft bestens gerüstet, die Software wird dank Smartphone-App und sinnvollen Einstellungen/Features Laien als auch Profis zufrieden stellen. Auch das äußere Erscheinungsbild ist dezent und dadurch wohnzimmertauglich: ASUS hat sogar an eine weiße Variante des ZenWiFi gedacht.

Im einwöchigen Testbetrieb gab es nur ein Gerät, das kurzzeitig Probleme gemacht hat. Ansonsten lief das drahtlose Netzwerk des ZenWiFi komplett fehlerfrei und stabil.

Was nicht so gefällt

Es hätte so schön sein können: Ein leistungsstarkes Gerät, das für die Zukunft gewappnet ist, tadellos verarbeitet ist und sich unauffällig in die eigenen vier Wände integriert. Wäre da nicht…. der Preis. Rund 500€ wird derzeit für ein 2er-Set verlangt. Günstigere Alternativen mit einem ähnlichen Feature-Set sind derzeit nicht in Sicht.

Conclusio

Wi-Fi 6 in Kombination mit einem Mesh-System ist ein kostspieliges Vergnügen. Die Möglichkeiten, die das ZenWiFi bietet, sind zwar beeindruckend und wird Enthusiasten auch begeistern. Alle anderen sollten aber noch warten, bis das eigene Arsenal an Wi-Fi 6-Geräten angewachsen und der Preis für das ASUS ZenWiFi AX gefallen ist


Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 16. März 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!


Hinweis: ASUS Deutschland war so freundlich, uns für den Test und die Verlosung zwei ZenWiFi AX zur Verfügung zu stellen.


BenQ EX2780Q im Test

Die Einsatzmöglichkeiten von PC-Monitoren werden von Jahr zu Jahr vielfältiger, auch dank der rasanten, technologischen Entwicklung. Man will nicht mehr nur Spielen oder im Internet surfen, sondern auch Fotos/Videos bearbeiten und Filme streamen. Der neue BenQ EX2780Q-Monitor will genau diesen Spagat schaffen und packt viele praktische Features hinein. Diese werden nicht nur Gamern gefallen.

Quick Review (Video)

Lieferumfang

Der Monitor ist sicher verpackt und geizt nicht mit sinnvollem Zubehör:

  • BenQ EX2780Q-Monitor
  • HDMI-Kabel
  • Netzkabel
  • USB-C 3.1 Kabel (DP 1.4)
  • Fernbedienung (inkl. Silikon-Ablage)
  • Quick-Start Anleitung
  • Treiber-CD

Vor allem die Beigabe einer Fernbedienung ist immer noch eine Ausnahme. Von über 2200 PC-Monitoren in der Geizhals-Datenbank bekommen gerade 48 Modelle eine Fernbedienung spendiert. Zudem legt BenQ noch ein USB-C-Kabel bei, das auch zum Laden von Geräten (Power Delivery) verwendet werden kann.

Design und Verarbeitung

Schlicht – Betrachtet man den EX2780Q zum ersten Mal, beschreibt dieses Wort die Kombination aus Schwarz und Braun/Kupfer wohl am besten. Wer nicht auf leuchtende LEDs und knallrote oder grüne Farbakzente steht, wird diesen Monitor sehr schätzen. Die schmalen Displayränder geben dem Monitor einen modernen Anstrich. Dieses Understatement ermöglicht es auch, den Monitor in einem Büro oder Wohnzimmer zu verwenden. 

Bei der Materialwahl kommt der erprobte Mix aus Kunststoff und Metall zum Einsatz. Letzteres sorgt für ausreichend Stabilität beim Standfuss. 

Einzig die Spaltmaße der unteren Lautsprecherleiste sind nicht ganz gleichmäßig. Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln, alles wirkt solide verarbeitet.

Detaillierte Spezifikationen

Diagonale27″/​68.6cm
Auflösung2560×1440, 16:9, 109dpi
Helligkeit350cd/​m²
Kontrast1.000:1 (statisch), 20.000.000:1 (dynamisch)
Reaktionszeit5ms (GtG), keine Angabe (MPRT)
Blickwinkel178°/​178°
PanelIPS, DisplayHDR 400
Formgerade
Beschichtungmatt (non-glare)
HintergrundbeleuchtungWhite-LED, flicker-free, Blaulichtfilter
Farbtiefe10bit (1.07 Mrd. Farben)
Farbraumkeine Angabe (sRGB), keine Angabe (Adobe RGB), 95% (DCI-P3), keine Angabe (REC 709)
Bildwiederholfrequenz144Hz
Variable SynchronisierungAdaptive Sync/​AMD FreeSync, NVIDIA G-Sync Compatible (Quelle: Geizhals-Blog)
UnschärfereduktionN/​A
Signalfrequenz30-222kHz (horizontal), 40-144Hz (vertikal)
Anschlüsse2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4, 1x USB-C 3.1 mit DisplayPort 1.4
Weitere AnschlüsseN/​A
USB-Hub OutN/​A
USB-Hub InN/​A
AudioLautsprecher (2x 2W), Subwoofer (5W), 1x Line-Out
ErgonomieN/​A (Höhe), N/​A (Pivot), N/​A (Drehung), +20°/​-5° (Neigung)
Farbeschwarz (Rahmen), braun (Leiste), braun (Standfuß)
VESA100×100 (frei)
Leistungsaufnahme70W (maximal), 34W (typisch), keine Angabe (Energielabel), 0.5W (Standby)
Jahresverbrauch49.64kWh
EnergieeffizienzklasseB
StromversorgungAC-In
Abmessungen (BxHxT)614x459x196mm (mit Standfuß), 614x485x69mm (ohne Standfuß)
Gewicht5.93kg (mit Standfuß), keine Angabe (ohne Standfuß)
BesonderheitenSlim Bezel, USB-C Power Delivery (10W), Steuerkreuz, Lautstärkedrehregler, Sicherheitsschloss (Kensington), Fernbedienung
Herstellergarantiezwei Jahre (Pickup&Return)
Gelistet seit2019-09-04

Bedienung des EX2780Q

Da man gerade bei einem PC-Monitor einiges einstellen kann bzw. muss, ist die Bedienung für viele ein wichtiger Punkt. Dessen war sich wohl auch BenQ bewusst und bietet hier zwei Möglichkeiten den EX2780Q zu bedienen. Auf der Rückseite befinden sich zwei Menütasten, ein kleiner 4-Wege-Joystick für die Navigation und einen On/Off-Schalter. Damit lässt sich nach einer kurzen Eingewöhnung recht schnell und zielsicher durch die On-Screen-Menüs navigieren bzw. der Monitor ein- und ausschalten. 

Komfortabler geht es natürlich mit der beigelegten, handlichen Fernbedienung. Hier benötigt man eigentlich keine Eingewöhnungszeit. Besonders praktisch sind die Shortcuts für gewisse Funktionen und auch zwei frei belegbare Tasten. Wer diesen Monitor auch zum Filmeschauen o.ä. nutzen will, der wird sich besonders über dieses Feature freuen.

Im Test wurde eigentlich nur die Fernbedienung genutzt, weil jegliche Änderungen schneller getroffen werden können. Die Silikon-Ablage rundet den sehr positiven Eindruck ab. Hier hat sich BenQ sichtlich Mühe gegeben.

Sound

Normalerweise legen Monitor-Hersteller eher wenig Fokus auf den Sound. Zwar gibt es genügend Monitore mit integrierten Lautsprechern, diese kommen meist aber nicht über ein „Naja, sind dabei“ hinaus.

Der EX2870Q überrascht dann doch und das durchwegs positiv. Die zwei 2W-Lautsprecher in der unteren Leiste und der 5W-Subwoofer liefern einen klaren, vor allem aber einen verzerrungsfreien Sound. Sogar Bässe hört man deutlich heraus. Wer sich also auch mal gemütlich einen Film oder ein YouTube-Video ansehen will, der wird mit diesen Lautsprechern gut auskommen.

Natürlich ersetzen auch diese integrierten Boxen kein gutes 2.1-System. Aber gerade für Gamer könnte diese Implementierung beim EX2780Q sehr nützlich sein. Oft werden sowieso Kopfhörer/Headsets zum Spielen genutzt. Wer aber mal kurz die Ohren auslüften will und dabei Musik hören/Filme schauen möchte, der muss in keine zusätzlichen Boxen investieren.

Auch hier hat BenQ an eine komfortable Bedienung gedacht. Erfreulicherweise gibt es ein eigenes, analoges Lautstärke-Regler-Rädchen an der linken Monitorunterseite. Selbstredend lassen sich die Lautstärke und Soundprofile über die Fernbedienung im Menü einstellen.

Display

Vielseitigkeit steht auch beim Display im Vordergrund. Auch wenn der 27-Zöller einen eindeutigen Fokus auf Gaming legt. Die 1440p-Auflösung kombiniert mit 144Hz ist derzeit für viele der Sweetspot beim PC-Spielen. Zudem sorgt das blickwinkelstabile IPS-Panel für kräftige Farben und die rund 350cd/​m² für ausreichend Helligkeit.

Die angepriesenen HDR-Features können jedoch etwas Verwirrung erzeugen. Da es sich bei HDRi um eine Art Emulation des HDR10-Standards (z.B. beim BenQ EL2870U) handelt, werden zwar entsprechende HDR-Inhalte noch etwas lebendiger und kontrastreicher dargestellt, aber „echtes“ HDR ist dann doch noch eine Liga darüber. Trotzdem: Ein schönes Zusatz-Feature ist es allemal.

AMD FreeSync

Der EX2780Q ist mit AMDs FreeSync-Technologie kompatibel. In Kombination mit AMD-Grafikkarten sorgt die variable Bildwiederholrate dafür, dass Ruckeln und Tearing bei Frame-Rate-Schwankungen stark eingeschränkt werden.

NVIDIA G-Sync kombatibel

Allerdings dürfen sich Besitzer von NVIDIA G-Sync-Grafikkarten freuen. Seit Anfang 2019 unterstützt NVIDIA G-Sync offiziell ausgewählte FreeSync-Monitore. Dennoch sind auch nicht offiziell von NVIDIA getestete FreeSync-Monitore mit G-Sync-Grafikkarten kompatibel. Erfreulicherweise gehört auch dieser BenQ-Monitor dazu und G-Sync funktionierte im Test reibungslos mit einer NVIDIA-Grafikkarte.

Das gefürchtete „Backlight-Bleeding“ war bei unserem Testmodell auch kaum vorhanden und in keinem Anwendungsszenario störend.

Ergonomie

Hier enttäuscht uns der BenQ EX2780Q doch etwas. So sehr auf vielfältige Anwendungsmöglichkeiten geachtet wurde, bei den ergonomischen Einstellungen ist gespart worden. Höhenverstellbarkeit und Drehung (Pivot) sucht man vergeblich. Lediglich neigen ( +20°/​-5° ) lässt sich der Monitor. Da sich so etwas immerhin nachrüsten lässt, ist das aber kein gravierender Mangel.

Damit man den Schreibtisch aufgeräumt halten kann, ist eine Kabelführung im Standfuß integriert.

Weitere Features

B.I.+ Sensor (Brightness Intelligence Plus Sensor)

Um die Helligkeit des EX2780Q nicht immer selbst ändern zu müssen, wurde ein entsprechender Sensor verbaut. Dieser verrichtete im Test seine Aufgabe zuverlässig. Wenn man den Monitor in einer dunklen Umgebungen einschaltet, braucht die automatische Regelung zwar einen Tick zu lange um die Helligkeit anzupassen – nichtsdestotrotz ein praktisches Feature.

Blaulichtfilter / Lesemodus

Im On-Screen-Menü lassen sich auch zahlreiche Modi einschalten, die die Augen schonen sollen. So schaltet z.B. „E-Paper“ die Farben ab. Alle Inhalte werden nur noch in Grautönen dargestellt. Der Blaulichtfilter, der die blauen Anteile des Lichts reduziert, ist eine sinnvolle Ergänzung.

Gamma-Korrekturen

Color-Banding war nach einigen kurzen Einstellungen im Betriebssystem nicht mehr auszumachen. Umso erfreulicher, dass sich die Gamma-Werte auch direkt im Monitor-Menü ändern lassen.

USB-C

Der Monitor hat auch einen USB-C 3.1-Anschluss, der entweder als DisplayPort 1.4 fungiert oder als Ladeport mit 10W. Gerne hätten wir aber noch einen integrierten USB-Hub gesehen. Viele Hersteller (auch BenQ) bauen das in Monitore ein, dem EX2780Q fehlt dies leider.  

Der EX2780Q im Betrieb

Gaming

Während zahlreichen Gaming-Sessions konnte der EX2780Q seine Stärken ausspielen. Das 1440p-IPS-Display mit 144Hz ist farbintensiv und blickwinkelstabil. Soweit man bereit ist in Spielen auch ein paar Details runterzuschalten, sind auch neue Games ein flüsssiger Augenschmaus – vorausgesetzt sind hier natürlich halbwegs potente Grafikkarten.

Sowohl die im Test verwendete AMD Radeon RX 580, als auch die NVIDIA GeForce GTX 1070 lieferten noch genügend Frames für 144Hz und 1440p. Letztere war eine angenehme Überraschung: Mit der Treiberversion 441.08 gab es überhaupt keine Probleme mit der Nutzung von G-Sync in Spielen. FreeSync, sowie G-Sync sind dann eben auch wichtig, falls der PC doch mal ins Schwitzen gerät bei aktuellen Games. In den meisten Fällen wird unschönes Ruckeln dadurch verhindert.

Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten im Monitormenü haben uns sehr gut gefallen. So sind Änderungen und Anpassungen schnell möglich. Auch dank der Fernbedienung.

Medienwiedergabe

Auch für YouTube-Videos und Filme eignet sich der Monitor. Wenn man die richtigen Optionen im Menü aktiviert, kann das Bild mit aktuellen TV-Geräten durchaus mithalten. Farben wirken kräftig und die Schwarzwerte sind für ein IPS-Panel wirklich gut. Auch HDRi kann die Darstellung etwas verbessern. Der Sound ist für einen PC-Monitor in dieser Preisklasse über jeden Zweifel erhaben.

Foto-/Videobearbeitung

Der DCI-P3-Farbraum wird zu 95%, Adobe RGB zu 99% und sRGB zu 100% abgedeckt. Ab und zu Fotos bearbeiten und Videos schneiden, ist damit also möglich. Aber genau in diesem Bereich ist eine Höhenverstellbarkeit sehr praktisch. Diese fehlt jedoch.

Fazit

Was uns gefällt

BenQ hat einen Monitor auf den Markt gebracht, der in vielen Bereichen überzeugt. Da wären eben nicht nur die Gaming-Features, wie 144Hz, FreeSync/G-Sync und ein gutes IPS-Panel. Es sind die kleinen Details. Die Beigabe der Fernbedienung mit Ablage, die sich im Alltag als sehr nützlich erweist. Der Sound, der zumeist überzeugen kann. Die sinnvollen Optionen im Menü. Und natürlich das schlichte Design, das sich nicht an den „gamer-chic“ hält und sehr erwachsen wirkt.

Was uns nicht gefällt

Die Mängel bei der Ergonomie sind dann doch etwas verwunderlich. Einen Monitor in der Höhe zu verstellen, ist auch für Gamer interessant. Dass ein USB-Hub fehlt, ist da schon nicht mehr so schlimm.

Conclusio

Eigentlich ist der EX2780Q ein Allrounder, der vieles richtig macht. Für anspruchsvolle PC-Spieler, die auch auch ab und zu Filme schauen wollen, ist dieser 27-Zöller eine gute Anschaffung. BenQ hat sich viele Gedanken gemacht, welche Features von Gamern wirklich gebraucht werden und hat diese in ein schlichtes und grundsolides Gesamtpaket gesteckt. Enttäuschend ist nur, dass dabei auf die Ergonomie vergessen wurde. Wem das nicht so wichtig ist, der bekommt einen (fast) perfekten Allrounder, der nicht nur beim Spielen überzeugen kann.


Angebote für den BenQ EX2780Q


Gewinnchance

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen. Die Teilnahme am Gewinnspiel war bis zum 3.12.2019 17.00 möglich.


Hinweis: BenQ Austria war so freundlich, uns für den Test und die Verlosung jeweils einen EX2780Q-Monitor zur Verfügung zu stellen.


Xiaomi Mi 9T im Test

Xiaomi Mi 9T im Test

2019 ist das Jahr, in dem Smartphone-Designs wieder spannend werden. Um das gehypte „bezel-less“ Display zu bewerkstelligen, greifen die Hersteller tief in die Technologie-Trickkiste. Chinas Elektronik-Gigant Xiaomi, immerhin weltweit die Nr. 4 am Smartphone-Markt, hat soeben das Mi 9T auf den europäischen Markt losgelassen (international: Redmi K20). Mit einem nahezu rahmenlosem Design – dank Pop-Up Selfie-Cam – samt AMOLED-Display und einem Triple-Kamera-System zu einem äußerst konkurrenzfähigen Preis will man Technikbegeisterte überzeugen. 

Lieferumfang

In der handlichen, ausnahmsweise schwarzen, Box findet man die Standard-Ausstattung eines Smartphones im Jahr 2019. Große (oder kleine) Überraschungen gibt es leider keine.

  • Xiaomi Mi 9T 64GB Smartphone
  • 18W-Fastcharger Ladegerät
  • USB-C / USB-A-Kabel
  • SIM-Tool
  • mattschwarze Schutzhülle

Kopfhörer sucht man hier vergeblich. Das ist allerdings bei einem derzeitigen Verkaufspreis (Stand: 10. Juli)  von rund 350€ absolut verkraftbar.

Design und Verarbeitung

Wie bei praktisch allen aktuellen Smartphones kommt auch beim Mi 9T einen Material-Mix aus Glas und Metall zum Einsatz. Konkret heißt das: Ein Gorilla Glass 5-Display ist in einen Metall-Rahmen eingelassen. Die gesamte Verarbeitung wirkt tadellos und kann sich problemlos mit der teuren „Premium“-Konkurrenz messen.

Das Testmodell in schwarz (carbon black) ist die schlichteste Variante des Mi 9T, auch wenn die roten Farbakzente bei der Kamera und dem Power-Button etwas an „Gaming-Hardware“ erinnern. Wem schwarz nicht so zusagt, der kann auch zu den Farben rot (flame red) und blau (glacier blue) greifen. Schön zu sehen ist dabei, dass sich Xiaomi auch in der Design-Sprache immer mehr vom großen Vorbild Apple distanziert.

Was bei vielen hochpreisigen, selbsternannten Premium-Modellen zumeist fehlt: der Kopfhörer-Anschluss. Xiaomi macht hier (glücklicherweise) nicht mit und legt noch eine praktische, mattschwarze Schützhülle obendrauf. Diese ist auch im Alltag notwendig, denn das Mi 9T rutscht gerne aufgrund des Materials (-> Glas) und des Gewichts (-> 191g) gerne aus der Hand, der Hosentasche oder vom Tisch.

So lobenswert die Beigabe einer Schutzhülle ist, so ärgerlich ist der Gebrauch im Alltag. Nutzt man die Gestennavigation von Xiaomi (MIUI 10, Android 9 „Pie“) reibt der Daumen unangenehm am scharfen Rand der Hülle bei allen Zurück-Wischgesten, die vom Seitenrand des Displays ausgelöst werden. Und das zig-mal am Tag. Hier sollte man nach einer alternativen Hülle Ausschau halten.

Die Druckpunkte der seitlichen Buttons sind – mit oder ohne Schutzhülle – knackig und bieten eigentlich keine Kritikpunkte. Dafür aber leider der Sound, der nur mono tönt und auf der Unterseite angebracht ist, was ein Verdecken des Lautsprechers sehr leicht macht.

Detaillierte Spezifikationen

Betriebssystem Android 9.0
Display 6.39″, 2340×1080 Pixel,

16 Mio. Farben, AMOLED, kapazitiver Touchscreen,

Gorilla-Glas 5, HDR (HDR10)

Kamera hinten 48.0MP, f/​1.75, Kontrast-AF, Phasenvergleich-AF,

Dual-LED-Blitz, Videos @2160p/​30fps, Videos @1080p/​960fps (Kamera 1);

13.0MP, f/​2.4, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2);

8.0MP, f/​2.4, Teleobjektiv (Kamera 3)

Kamera vorne 20.0MP, f/​2.2, ausfahrbar, Videos @1080p/​30fps
Schnittstellen USB-C 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac,

Bluetooth 5.0 (aptX HD), NFC

Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop,

Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass,

Fingerabdrucksensor (Display)

SoC Qualcomm SM7150-AA

Snapdragon 730, 64bit

CPU 2x 2.20GHz Kryo 470 Gold

+ 6x 1.70GHz Kryo 470 Silver

GPU Adreno 618
RAM 6GB
Speicher 64GB
Navigation A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo
Modem GSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS, LTE
Frequenzbänder 2G (850/​900/​1800/

1900), 3G (B1/​B2/​B4/​

B5/​B8),

4G (B1/​B2/​B3/​B4/​B5/​

B7/​B8/​B20/​B28/​B38/​B40)

Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA,

HSUPA, HSPA+, LTE-A

Akku 4000mAh, fest verbaut
Ladeleistung 18W
SAR-Wert 1.341W/​kg Kopf, 1.511W/​kg Körper
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Glas (Rückseite),

Metall (Rahmen)

Farbe schwarz
Abmessungen 156.7×74.3×8.8mm
Gewicht 191g
SIM-Formfaktor Nano-SIM
Gelistet seit

Display

Wenn man den niedrigen Preispunkt bedenkt, ist man verblüfft, was Xiaomi hier bietet: Das 6,39″-AMOLED-Display (FHD+) ist dank HDR-Unterstützung leuchtstark und verleiht dem Gerät eine sagenhafte screen-to-body Ratio von 91,2 Prozent. Da lässt es sich leicht verschmerzen, dass der untere Rand marginal größer ist als der obere.

Gerade beim Betrachten von Videos kann das Display seine Stärken ausspielen, nicht zuletzt durch das Fehlen von jeglichen Kamera-Aussparungen. Verbringt man ein paar Tage mit diesem Display verursacht die Rückkehr zu Displays mit Notch o.ä. fast körperliche Schmerzen. (Ja, ich meine dich, liebes iPhone)

Nur die automatische Steuerung der Displayhelligkeit hat im alltäglichen Gebrauch etwas genervt, da diese zu oft zu stark nachregelt.

Software, Features und Performance

Xiaomi hat für seine Smartphones eine eigene Oberfläche geschaffen, MIUI. Diese Oberfläche weist starke Anpassungen zu „Stock-Android“ auf und erinnert manchmal auch an Apples iOS-Betriebssystem. Gerade deswegen macht es aber auch durchaus Spaß sich mit der Software und den zahlreichen Zusatzfeatures zu beschäftigen. Und auch hier spart Xiaomi nicht, es gibt allerhand nützliche Tools, die gut funktionieren, schön anzusehen sind, aber auch flüssig und stabil funktionieren.

Performance im Alltag

Obwohl im Mi 9T nur ein Snapdragon 730 steckt und damit kein aktueller Top-Prozessor, ist das im Alltag kaum zu spüren. MIUI läuft durchgehend flüssig, Apps starten schnell und schöne Animationen gibt es auch. Sehr selten gibt es kleine Mikroruckler, die aber nicht stören und bei Android-Geräten fast immer auftreten. Auch der optische Fingerabdruck-Scanner im Display ist sehr zuverlässig und schnell.

Auch die Akkuleistung war im Test mehr als ausreichend um zumindest über einen Tag zu kommen – keine Selbstverständlichkeit, wenn man ein Gerät auf Herz und Nieren testet.

Performance bei Gaming

Das große 6,39″ OLED-Display lädt natürlich auch zum Gaming ein. Auch mit der Mittelklasse-CPU lassen sich aktuelle, grafikintensive Games problemlos spielen. Kleine Framerate-Einbrüche gab es zwar gelegentlich bei „Shadowgun Legends“, aber es war zu keinem Zeitpunkt unspielbar. Was eher auffallend war, ist die hohe Hitzeentwicklung des Displays während einer 20-minütigen Spiele-Session.

Dafür bietet Xiaomi eigene Optimierungsmöglichkeiten und Profile für Spiele, sowie nützliche Tools während des Spielens:

Und wer unbedingt z.B. preisevergleichen will während einer Gaming-Session, für den hat Xiaomi sogar einen eigenen Fenstermodus für gleichzeitiges Internetsurfen eingebaut ;)

Kamera

Das Highlight des Mi 9T ist zweifellos die Pop-Up-Kamera, die das rahmenlose Design überhaupt erst ermöglicht. Fährt die kleine Kamera zum ersten Mal aus dem Gehäuse heraus, gibt es einen netten Soundeffekt und ein rotes Aufleuchten. Und natürlich ein innerliches „Wow“. Erfreulicherweise lassen sich die Soundeffekte ändern oder gänzlich deaktivieren.

Das Surren des Motors beim Heraus- bzw. Herunterfahren der Kamera ist hörbar, aber leise genug um nicht zu stören. Auf der Oberseite des Pop-Up-Moduls befindet sich noch eine zusätzliche LED, die bei Benachrichtigungen aufleuchtet – leider nur in dunklen Räumen wirklich sichtbar, trotzdem eine nette Idee.

Der 20MP-Sensor (f2.2) der Pop-Up-Kamera kann aber nicht nur durch die einzigartige Mechanik beeindrucken, sondern auch gute (keine großartigen) Selfies schießen mit allen neumodischen Gimmicks, wie Porträt-Modus, Beauty-Effekte aber auch Studiobelichtung, etc.

Dass ein Motor nur eine begrenzte Lebensdauer hat und durch die beweglichen Teile auch wohl anfälliger für Schäden ist, sollte einen nicht überraschen. Angaben zur Haltbarkeit gibt es viele, meist wird von 100x/Tag für 5-6 Jahre gesprochen. Diese Angaben ergeben sich aber aus automatisierten Tests und haben nur begrenzte Aussagekraft in der Realität. Langzeit-Tests gibt es schlichtweg noch nicht. Erfreulicherweise sorgen interne Sensoren dafür, dass zumindest beim Herunterfallen des Smartphones die Pop-Up-Kamera automatisch wieder einfährt um größere Schäden zu verhindern.

Das Triple-Kamerasystem auf der Rückseite weiß durch Vielseitigkeit und Featurevielfalt zu gefallen. Zwar ist leider bei keinem der hinteren drei Sensoren eine optische Bildstabilisierung vorhanden, was sich auch manchmal bei schlechteren Lichtverhältnissen oder unruhigen Händen mit leicht unscharfen Aufnahmen bemerkbar macht. Trotzdem kann man tolle Fotos schießen. Vor allen die Weitwinkelkamera ermöglicht tolle Aufnahmen.

Wer bei schlechten Lichtverhältnissen Bilder schießen will, dem bietet das Mi 9T auch einen Nachtmodus, der der Konkurrenz etwas hinterherhinkt aber trotzdem in einigen Situationen hilfreich sein kann.

Aber auch bei den Videofunktionen liefert Xiaomi ab, alle gängigen, modernen Features sind vorhanden, wie z.B. 960fps-Slow Motion.

Hier noch einige Testfotos, mit Weitwinkel, im 48MP-Kameramodus und Porträtaufnahmen mit Bokeh:

Fazit

Xiaomi hat schon letztes Jahr mit dem Pocophone F1 einen Preiskracher auf den Markt gebracht. Mit dem Mi 9T gelingt dieses Kunststück wieder. Dieses Mal wirkt das Gesamtpaket noch runder und kann dank Top-Verarbeitung, beeindruckendem Display (inklusive quasi rahmenlosem Design) und der Pop-Up-Kamera auftrumpfen. Immerhin ist auch die Triple-Kamera in vielen Situationen überzeugend, auch wenn man manchmal die optische Bildstabilisierung vermisst oder die Kamera-Software etwas zu viel „nachhilft“

Macht das Mi 9T also alles richtig? Für den Preis von rund 350€, lautet die Antwort eindeutig „Ja“. Aber klarerweise kann auch Xiaomi nicht zaubern und es gibt dann doch einige Punkte, bei denen der Sparstift angesetzt werden musste. So gibt es kein Wireless Charging, keine IP-Zertifizierung, nur mittelmäßigen Mono-Sound und keine Möglichkeit den Speicher mittels Speicherkarten zu erweitern. Außerdem wird sich wohl nicht jeder mit MIUI, Xiaomis eigener Android-Skin, anfreunden können, auch wenn die Software prinzipiell alles bietet, was ein Smartphone aktuell braucht. Wer auf diese Features verzichten kann und mit einem relativ großem Gerät keine Probleme hat, bekommt mit dem Xiaomi Mi 9T den wahren Preis-/Leistungskönig 2019.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 30. Juli 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/innen!


Angebote für das Xiaomi Mi 9T



Hinweis: Tekpoint war so freundlich, uns für die Verlosung und für den Test zwei Xiaomi Mi 9T zur Verfügung zu stellen.

Huawei P30 lite im Test

Die P-Serie von Huawei ist in allen Preissegmenten gut aufgestellt. Erst vor kurzem durften wir das Flaggschiff, das P30 Pro, testen und waren vor allem von der hochwertigen Kamera und der tadellosen Verarbeitung überzeugt. Aber natürlich hat der chinesische Gigant auch etwas für Sparfüchse parat: Das P30 lite wirbt mit einem Triple-Kamera-System und tollem Display. Klingt eigentlich alles wunderbar aus Konsumentensicht, wäre da nicht ein Handelskrieg zwischen den USA und China entbrannt, der Huawei derzeit nicht aus den Schlagzeilen kommen lässt und eine eher ungewisse Zukunft zeichnet. Wie es weitergehen kann und was das für aktuelle Geräte, wie das P30 lite, bedeutet, könnt ihr im folgenden Test erfahren.

Lieferumfang

Wie bei der gesamten P30-Serie kommt auch die Lite-Variante in einer schlichten, weißen Box daher.

Die Ausstattung lässt auch wenig Wünsche offen. Da bei günstigeren Geräten zumeist noch ein Klinken-Anschluss vorhanden ist, hat Huawei dankenswerterweise auch ein Headset beigelegt:

  • kabelgebundene Kopfhörer (3.5mm)
  • Supercharger Ladegerät
  • USB-C / USB-A-Kabel
  • SIM-Tool

Design und Verarbeitung

Nur weil man ein günstiges Smartphone erworben hat, muss man nicht auf eine solide Verarbeitung verzichten. Hier kann das P30 lite definitiv punkten. Die Verarbeitung ist auch hier tadellos, wenn man natürlich auch mit einigen Kompromissen in dieser Preisklasse leben muss.

Das Gehäuse ist aus Kunststoff gefertigt, auch der Rahmen, auch wenn die Optik den Einsatz von Metall vermuten lassen würde. „Billig“ fühlt sich das Smartphones aber deswegen nicht an und es wiegt dann auch etwas weniger Gewicht als seine Premium-Brüder

Die seitlichen Knöpfe sind gut zu erreichen, der Fingerprint-Reader auf der Rückseite ist allerdings etwas weit oben positioniert und manchmal etwas schwer zu erreichen, was aber sicherlich eine Sache der Gewöhnung ist. Das Triple-Kamera-Modul steht deutlich aus dem Gehäuse hervor, was gerade, wenn das Gerät am Tisch liegt, zu störenden Wackeln führt.

Detaillierte Spezifikationen

Betriebssystem Android 9.0
Display 6.15″, 2312×1080 Pixel, 16 Mio. Farben, IPS/​LTPS, kapazitiver Touchscreen, Aussparung
Kamera hinten 48.0MP, f/​1.8, Phasenvergleich-AF, LED-Blitz, Videos @1080p/​30fps (Kamera 1); 8.0MP, Weitwinkelobjektiv (Kamera 2); 2.0MP, Tiefenschärfe (Kamera 3)
Kamera vorne 24.0MP, f/​2.0, Videos @1080p/​30fps
Schnittstellen USB-C 2.0 (OTG), 3.5mm-Klinke, WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac, Bluetooth 4.2 (aptX HD), NFC
Sensoren Beschleunigungssensor, Gyroskop, Annäherungssensor, Lichtsensor, Kompass, Fingerabdrucksensor (hinten)
SoC HiSilicon Kirin 710, 64bit
CPU 4x 2.20GHz Cortex-A73 + 4x 1.70GHz Cortex-A53
GPU Mali-G51 MP4
RAM 4GB
Speicher 128GB, microSD-Slot (shared, bis 512GB)
Navigation A-GPS, GLONASS
Modem GSM (0.2Mbps/​0.1Mbps), UMTS, LTE
Frequenzbänder 2G (850/​900/​1800/​1900), 3G (B1/​B2/​B4/​B5/​B8), 4G (B1/​B3/​B4/​B7/​B8/​B20/​B38)
Netzstandards GPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, HSPA+, LTE-A
Akku 3340mAh, fest verbaut
Ladeleistung 18W
Standby-Zeit 293h
Gesprächszeit 21h
SAR-Wert 0.7W/​kg Kopf, 1.1W/​kg Körper
Gehäuseform Barren
Gehäusematerial Glas (Rückseite), Metall (Rahmen)
Farbe weiß
Abmessungen 152.9×72.7×7.4mm
Gewicht 159g
SIM-Formfaktor Nano-SIM (1x shared)
Besonderheiten Dual-SIM, Benachrichtigungs-LED
Gelistet seit

Display

Auch hier will Huawei die geneigten Käufer beeindrucken und spendiert seiner Lite-Variante ein gutes, blickwinkelstabiles IPS-Display. Diese bietet zwar nicht den Kontrast und Schwarzwerte eines OLED-Displays, aber liefert mit einer FullHD-Auflösung scharfe Bilder.

Im Gegensatz zur Pro-Variante sind die seitlichen Ränder nicht abgerundet, was zwar für einen etwas „dickeren“ Rahmen sorgt, sich dafür aber im Alltag als sehr praktisch erweist: weniger unabsichtliche Betätigungen des Touchscreens, keine Spiegelungen an den Seiten und nicht zuletzt liegt es dadurch auch sicherer in der Hand.

Alle drei Varianten (P30 lite, P30 und P30 Pro) haben eines gemeinsam: Die Displayaussparung für die Frontkamera  (Notch) ist immer gleich groß bzw. klein. Gute Entscheidung von Huawei auch die Lite-Variante mit diesem vergleichsweise kleinen Notch auszustatten.

Software, Features und Performance

Huawei hat in den vergangenen Jahren dazugelernt und die eigene EMUI-Oberfläche (9.1) um sinnvolle Features erweitert. Als Grundlage dafür dient die aktuellste Android Version 9 „Pie“.

Da es sich um eine fast gleiche Version handelt wie beim P30 Pro handelt, verweisen wir für die genaueren Features auch gerne wieder dorthin.

Die Performance kann als gut und flott bezeichnet werden. Es gibt kaum „Nachdenkpausen“, allerdings manchmal doch ein paar Mikroruckler im Betrieb. Diese stören aber nicht und fallen nur auf, wenn man gerade von einem High-End-Gerät kommt.

Die Benachrichtigungs-LED erweist sich als praktisch, da es bauartbedingt (IPS-Display) keine Always-On-Funktionalität gibt.

Der Sound ist weniger beeindruckend, der Mono-Lautsprecher auf der Unterseite kann leicht verdeckt werden und liefert mittelmäßigen Sound.

Turbulente Zeiten (Stand: 5. Juni)

Per Dekret hat die amerikanische Regierung unter Donald Trump erlassen, dass es ab 20. August US-Unternehmen untersagt ist mit Huawei geschäftliche Beziehungen einzugehen. Grund dafür sind Spionagevorwürfe seitens der US-Regierung: Huawei, auch Technologieführer beim weltweiten 5G-Ausbau, soll Informationen an die chinesische Regierung weitergeben und ist überhaupt zu eng verwoben mit den chinesischen Machthabern. Konkrete Beweise gibt es dafür nicht bzw. wurden bisher keine der Öffentlichkeit vorgelegt.

Deswegen sehen sich nun zahlreiche Technologie-Konzerne, wie Google, Intel, Qualcomm und Broadcom, gezwungen die geschäftlichen Beziehung mit Huawei zumindest einzufrieren. Was das konkret bedeutet, kann man nicht voraussehen.

Was bedeutet das für aktuelle Geräte?

Aktuelle Modelle sind aus derzeitiger Sicht weitgehend unbetroffen. Google und Huawei haben schon an die Kunden kommuniziert, dass bereits ausgelieferte und lizenzierte Smartphones auch nach dem 20. August problemlos weiter funktionieren werden. Beide Unternehmen wollen sich wahrscheinlich bemühen nach diesem Stichtag die Geräte weiterhin mit Sicherheits- und Versionsupdates zu beliefern.

Die aktuelle Lage sorgt aber auch für fallende Preise bei Huawei-Smartphones und gerade das kann für preisbewusste Käufer sehr interessant werden. Ist einem die neueste Android-Version nicht wichtig, so können Top-Smartphones zum Schnäppchen-Preis ergattert werden.

Wie sieht die Zukunft für Huawei-Smartphones aus?

Der Handelskrieg zwischen China und den USA wird wohl nicht so schnell beigelegt werden, beide Parteien wollen hier nicht das Gesicht verlieren und auch im eigenen Land „Stärke“ zeigen. Aber natürlich geht es um Geld. Um sehr viel Geld. Und gerade das spricht für ein versöhnliches Ende, zumindest für Huawei. Denn nicht nur Huawei wird viele potenzielle Einnahmen verlieren, sondern natürlich auch die anderen US-Unternehmen, denen ein riesiger und wichtiger Abnehmer wegbricht. Eigentlich eine klassische lose-lose-Situation, die dafür das Potenzial hat, dass man eben doch in letzter Sekunde einen Kompromiss findet.

Kommt es in letzter Sekunde trotzdem nicht zu einer Einigung, auch dann müssen Huawei bzw. Huaweis Kunden nicht den Kopf in den Sand stecken. Nicht nur vermutet man, dass Huawei schon länger an einem eigenen Betriebssystem arbeitet (Codename: Hong Meng), sondern es ist auch klar, dass eines der größten Technologieunternehmen der Welt sich nicht einfach kampflos ergeben wird und – vor allem – auch seine zig Millionen Kunden nicht im Regen stehen lassen will und wird.

Kamera

Wie bei der gesamten P-Serie stehen die Kamera-Features im Vordergrund. Das ist natürlich auch beim P30 lite nicht anders. Zwar muss auf das Leica-Branding verzichtet werden, aber ansonsten kann das Triple-Kamera-System mit deiner Vielseitigkeit überzeugen.

Besonders das Weitwinkelobjektiv macht sehr viel Spaß und eignet sich gut um schnell ein paar Fotos von z.B. Gebäuden zu machen.

Weniger gut ist die Farbwiedergabe, die manchmal übersteuert und damit etwas unnatürlich Farben wiedergibt. Gut zu erkennen am Blau des Himmels.

Im Jahr 2019 gibt es natürlich auch einen Nachtmodus, der speziell im Dunkeln gute Ergebnisse liefert.

Fazit

Mit diesem Smartphone kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Fairer Preis, gute Performance, solide Verarbeitung und praktische Kamera-Features. Das P30 lite ist ein Kracher in seiner Preisklasse und hat aus einigen Fehlern der Vergangenheit gelernt.

Die kleinen Makel wie durchschnittlicher Sound, kein OLED-Display und Kunststoff-Gehäuse lassen sich leicht verschmerzen. Und wer Wireless Charging oder eine IP-Zertifizierung braucht, der muss eben zu den größeren und etwas teureren P-Series-Modellen greifen.

Bleibt also abschließend nur zu hoffen, dass das politische Säbelrasseln zwischen Huawei und den USA schnell beendet wird und Huawei ein wichtiger Player am Markt bleibt, denn Konkurrenz belebt das Geschäft und davon profitieren immer die Kunden.

Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 17. Juni 16:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!


Angebote für das Huawei P30 lite



Hinweis: Huawei Austria war so freundlich uns für den Test und die Verlosung jeweils ein P30 lite zur Verfügung zu stellen.