Das erste smarte Türschloss mit Face ID bringt aktuell Bewegung in den Smart Lock-Markt: Das SwitchBot Lock Ultra wird einfach auf das bestehende Schloss gesetzt (kein Zylindertausch nötig) und verspricht höchste Sicherheit und smarte Flexibilität. Wir haben getestet, wie es sich im Alltag schlägt und ob der 3D-Gesichtsscan per Keypad Vision tatsächlich so ein Killerfeature ist.
Was kann das SwitchBot Lock Ultra?
Der chinesische Hersteller SwitchBot ist Spezialist für smarte Haushaltsgeräte – vom Reinigungsroboter über die Vorhangsteuerung bis zum Luftreiniger; einige Produkte haben wir in diesem SwitchBot-Produkttest bereits getestet. Auch zwei Retrofift Smart Locks (= ohne Zylindertausch) gehören schon zum Portfolio.
Im Vergleich zu diesen hat das Lock Ultra jede Menge Upgrades im Gepäck (Motorleistung, Ausstattung, Lautstärke), auch die ergänzenden Peripheriegeräte (Keypads, Hub) wurden erneuert. Mit der neuen Generation möchte SwitchBot andere beliebte Hersteller, wie Nuki oder Tedee, nicht nur ein- sondern überholen.
Für den Test hat SwitchBot uns die Lock Ultra Touch Combo zur Verfügung gestellt, die folgende Items enthält:
- Smart Lock Ultra: wird an Türinnenseite befestigt; bietet je nach Setup (Keypad, Hub) zahlreiche Entsperrmechanismen – z. B. App-Steuerung, verschiedene PIN-Funktionen und Auto-Unlocking (per Geofencing am Smartphone; bieten Tedee und Nuki noch nicht an)
- Keypad Touch: wird außen in Türnähe montiert; entsperrt per PIN, Fingerabdruck und NFC (bieten Nuki und Tedee noch nicht)
- Hub Mini: ermöglicht WLAN-Anbindung, Smart Home-Integration (neu: kompatibel mit Matter), Sprachsteuerung via Amazon Alexa, Google Assistant und Apples Siri
Spezifikationen – SwitchBot Lock Ultra Touch Combo
| Typ | elektronisches Türschloss |
| Schliessung | Motorantrieb |
| Standard | WLAN, Bluetooth LE, Matter |
| Funktion | Türschloss |
| Abmessungen | 122×62.6×66.8mm |
| Lieferumfang | Türschloss, Hub Mini, Keypad Touch |
| Besonderheiten | Batteriebetrieb (3x AA), automatische Schliessfunktion, per App steuerbar (Android, iOS), Sprachassistent (Amazon Alexa, Google Assistant, Apple Siri) |
Zusätzlich hat Switchbot uns das Keypad Vision beigelegt. Damit lässt sich das Lock Ultra neben der oben angeführten Methoden auch per 3D-Gesichtsscan entsperren. Dieses Alleinstellungsmerkmal hat uns natürlich besonders interessiert – also haben wir für den Test das Keypad Vision anstelle der Touch-Variante an unserer Tür im Geizhals-Büro montiert. Mit der SwitchBot Ultra Vision Combo gibt es die Face ID-Variante ebenfalls als Set.
Preislich liegen beide SwitchBot-Sets (ab ca. € 225) derzeit (Stand: 23.07.2025) deutlich unter den vergleichbaren Setup von Nuki (Lock 5.0 plus Keypad 2.0 ab ca. € 415) und Tedee (Smart Lock GO2 plus Bridge und Keypad, ab ca. € 330).
Lieferumfang SwitchBot Lock Ultra Touch Combo & Keypad Vision
Der Inhalt des Kartons wirkt auf den ersten Blick minimalistisch: Lock Ultra plus Akku, Hub Mini, Keypad Touch.



Eine Lage tiefer im Karton findet sich allerlei Montagematerial und Adapter, welche dafür sorgen, dass das Lock Ultra mit den allermeisten europäischen Türschlössern kompatibel ist. Ein Dekorrahmen und drei Abdeckplättchen in Holzoptik zur optischen Anpassung liegen ebenfalls bei. Dazu noch zwei Batterien für das Keypad, ein USB-C-Ladekabel für das Smartlock und eine NFC-Karte.



Das Keypad Vision erreicht uns in einem separaten Karton. Es wird mit zwei Wandhalterungen (gerade und winkelig) inkl. Klebepads und einem USB-C-Ladekabel geliefert. Ein Auswerfstift, mit dem das Keypad zum Laden abgenommen werden kann, liegt ebenfalls bei.

Design und Verarbeitung
Das Lock Ultra ist mit einem Drehring ausgestattet, der auch als Taste zur Schnellverriegelung dient, und über eine LED-Statusanzeige verfügt. Das Gehäuse besteht aus einer Magnesium-Aluminium-Legierung und wirkt hochwertig und robust, auch die Holzverkleidungen sehen nicht billig aus. Im Vergleich zum Tedee GO2 und dem Nuki Smart Lock 5.0 Pro ist das SwitchBot Lock Ultra allerdings deutlich größer.
Auch die beiden Keypads machen trotz ihrer Kunststoffaufmachung einen soliden Eindruck und sind IP65-zertifiziert (staubdicht und gegen Wasserstrahlen geschützt). Halterungen und Montageplatten sind ebenfalls aus Kunststoff – kein Problem im Testzeitraum, aber eventuell auf lange Sicht nicht die stabilste Lösung. Das gilt vielleicht auch für die Klebepads, erstmal halten sie jedenfalls sehr fest.
Alle Bedienelemente – die Tasten und der Fingerabdrucksensor am Keypad, wie auch das Drehrad und der darin integrierte Knopf zur Schnellentriegelung am Schloss – sind leichtgängig und reagieren verzögerungsfrei.
Stromversorgung und Ausfallsicherheit
Der Akku mit 4.200 mAh ist die Hauptstromquelle des Lock Ultra. Er hält laut SwitchBot bis zu neun Monate, lässt sich einfach entnehmen und wird per USB-C-Kabel geladen. Eine Back-up-Batterie für 1.000x Entsperren und ein Mini-Akku mit Notstrom für 5 Entsperrungen sind ebenfalls im Gerät verbaut.
Auch das Keypad Vision hat einen entnehmbaren Akku (mit 5.000 mAh), der laut Switchbot bis zu einem Jahr hält und (per USB-C) in sechs Stunden vollständig geladen ist. Das Keypad Touch wird mit zwei extra-langlebigen CR123A-Batterien mit je 1.500 mAh betrieben. Für ausreichend Reaktionszeit im Falle niedriger Ladestände sorgen wiederkehrende Warnungen per SwitchBot-App.
SwitchBot Lock Ultra: Einfach installiert
Hat man sich etwas Überblick zu allen Plättchen und Halterungen verschafft, ist die Installation des Lock Ultra recht simpel. Gute Unterstützung bieten z. B. die SwitchBot-Videoanleitungen, wenn man über kleine Ungenauigkeiten in der deutschen Übersetzung und einige irritierende italienische Textinserts absieht. Auch die Abfolge der einzelnen Montageschritte hätte man teilweise klarer lösen können.
Daher unser Tipp: Video zunächst komplett ansehen und erst dann mit der Montage beginnen – oder die Installationsanleitung in der SwitchBot-App verwenden, denn ohne App geht sowieso nichts.



Montage im Überblick
Zuerst wählt man die passende Montageplatte aus – je nachdem, wie hoch der Zylinder ist. Steht er mehr als 3 mm über, kann die Halterung verschraubt werden, das war bei uns der Fall. Ist der Zylinder flacher, wird die Montageplatte aufgeklebt.
Am besten, man beschäftigt sich als nächstes mit dem Dekorrahmen – auch wenn die Videoanleitung etwas anderes sagt. Der Rahmen dient dazu, etwaige Spalten/zwischen Schloss und Türe zu überdecken und verleiht dem Schloss optisch ein hübsches Finish.






Dann wird das Smart Lock auf die Montageplatte und den gesteckten Schlüssel gesetzt. Dieser Schritt war etwas friemelig, weil dabei recht eigensinnige Metallplättchen verschoben und gehalten werden müssen. Hier schadet eine zweite Person zur Hilfe nicht. Dann noch Akku einlegen (aber vorher aufladen!), Batterieabdeckung anlegen – und fertig.
SwitchBot App: Erstmal alles einrichten
Wer das Lock Ultra ohne SwitchBot-App montiert hat, muss sie spätestens danach (für Android oder iOS) downloaden. Dann heißt es Account anlegen (das ist bei Nuki nicht verpflichtend), die App mit dem Lock Ultra koppeln und die Auto-Kalibrierung für das Schloss und den Magneten starten.
Das Pairing funktioniert im Test einwandfrei, die App führt bequem durch die Einrichtung; auch die Kolleg:innen sind dem neuen „Zuhause“ rasch hinzugefügt und können über das Türschloss verfügen.



Vorsicht, Falle!
Nachdem App und Türschloss eingerichtet sind, (ent-)sperren wir erstmal fröhlich drauflos. Es dauert nicht lange und die App meldet, die Türe klemmt. Sie bietet an, per Notentriegelung die Leistung zu erhöhen, was sich in emsigem Motorengeräusch äußert und erfolgreich ist – aber zu Beginn lästigerweise immer wieder auftritt.
Das liegt offenbar daran, dass bei unserer leichtgängigen Bürotür die Türfalle nicht immer mitgezogen wird. Hierbei hilft es, die Auto-Kalibrierung neu zu starten oder überhaupt manuell zu kalibrieren. Außerdem kann man in der App die Haltedauer der Falle zu verlängern. Diese Kombination hat zumindest bei uns das Problem gelöst. Bei Türen mit Knauf an der Außenseite kann das jedenfalls ein Problem sein: wird die Falle nicht mitgezogen, geht sie nicht auf.



Die wichtigsten App-Features für das SwitchBot Lock Ultra
Die App ist das Herzstück im SwitchBot-Universum. Auf dem Startbildschirm findet sich eine Übersicht der eingerichteten Räume und gekoppelten Geräte. Tippt man auf Lock Ultra, fällt zunächst die große „Schnell-Taste“ (suboptimale KI-Übersetzungen ins Deutsche ziehen sich durch). Auch die Notentriegelung kann man in dieser Ansicht betätigen.
In den Einstellungen können Alarme gesetzt (z. B. bei angelehnter Türe), oder die Auto-Unlock-Funktion aktiviert werden. Diese entsperrt das Lock Ultra automatisch, sobald sich das per Bluetooth verbundene Smartphone innerhalb eines per App definierten Radius befindet.




Man kann aus drei Drehgeschwindigkeiten wählen, welche Schließzeiten und Geräuschentwicklung beeinflussen. Voreingestellt ist die High-Speed-Stufe, die im Bürobetrieb überhaupt nicht stört. Eine Stufe langsamer fällt zeitlich nur ein bisschen auf, auch in der Lautstärke merken wir merken wir (subjektiv) wenig Unterschied. In niedrigster Geschwindigkeit dreht das Lock Ultra dagegen geradezu im Schneckentempo und ist deutlich leiser: laut SwitchBot liegt die Lautstärke bei maximal 20 dB. Wie das jeweils aussieht bzw. sich anhört, haben wir hier festgehalten:
Die langsamste Geschwindigkeitsstufe kommt auch im Nachtmodus zum Einsatz (man kann individuelle Zeitpläne einrichten) – praktisch, falls man mal später nachhause kommt und Familie oder Mitbewohner:innen bereits schlafen.
Die App kann zu Beginn aufgrund ihrer Möglichkeiten womöglich etwas überfordernd wirken, doch das legt sich rasch. Insgesamt ist sie easy und intuitiv; auch alle Anleitungen und Hilfestellungen zur Installation und Kalibrierung haben wir als sehr hilfreich empfunden. Nervig waren allerdings die zahlreichen Benachrichtigungen über jede Aktion an der Tür – in einem Büro mit drei Angestellten kommt da einiges zusammen. Wir haben sie rasch deaktiviert.
Keypad Vision: am besten ohne Ton
Das Keypad Vision ist, wie auch das Keypad Touch, schnell montiert. Beide werden entweder angeschraubt oder aufgeklebt. Beim Keypad Vision kann man sich zwischen einer geraden und einer winkeligen Halterung entscheiden – je nachdem, wie es sich besser scannt. Im Test kam die gerade, geklebte Variante zum Einsatz.



Für die Entsperrung per Face-ID und Fingerabdruck erstellt man über die App (durch mehrmaliges Einscannen) ein Profil, was in Sekundenschnelle erledigt ist. Es können jeweils bis zu 100 Profile angelegt und ebensoviele PIN-Codes erstellt werden – wie oft dieser Use-Case vorkommt, sei jetzt mal dahingestellt. Man kann permanente, temporäre und Einmal-Profile / Passwörter anlegen und über die App teilen.
Außerdem kann man an den Sensor-Einstellungen zum Erkennen von Gesichtern und Fingerabdrücken schrauben und ihre Sensibilität erhöhen.
Wichtig fanden wir die Möglichkeit, den Ton abzuschalten. Bei Tastenönen, die klingen wie ein Walkie Talkie aus den 80ern, und der blechernen, aber lauten AI-Frauenstimme („ihre Türe ist aufgeschlossen“) kein Wunder. Prinzipiell kann man die Sprachassistenz auf Englisch, Deutsch, Japanisch und Italienisch aktivieren.
Sicherheit und Datenschutz
Die Gesichtserkennung erfolgt beim Keypad Vision über einen per 3D-Tiefenscan, der das Gesicht mittels Infrarotsensoren genau kartiert. Es werden also keine Kameraaufnahmen erstellt. Alle biometrischen und Passwortdaten werden laut SwitchBot mittels AES-128-Verschlüsselung geschützt und ausschließlich lokal gespeichert. Das ist auch datenschutzrechtlich gut, bedenkt man z. B. Nachbarschaftsstreitigkeiten, die aufgrund von Überwachungskameras entstehen.




Dazu ein Tipp: Am besten, man stellt in der App von automatischer auf manuelle Gesichtserkennung um. Dann muss man erst eine beliebige Taste drücken, bevor das Keypad losscannt. Das verhindert, dass die LED-Anzeige bei jedem Vorbeigehen aufleuchtet, was Nachbar:innen und Co. womöglich weiter verunsichert. Außerdem hat die Einstellung den großen Vorteil, dass der Akku weniger belastet wird. Wir haben sie erst kurz vor Ende des 14-tägigen Testzeitraum aktiviert. Bis dahin ist der Akkustand des Keypad Vision auf 58 % gesunken – deutlich schneller als beim Lock Ultra (hier gibt es keine Prozentwerte, nur einen Ladebalken).
Ein Sicherheitsgewinn ist auch die integrierte Anti-Peeping-Technology: Wer bei der PIN-Eingabe das Gefühl hat, beobachtet zu werden, kann zur Verschleierung einfach zufällige Zahlen vor/nach dem echten Passwort eingeben (Anti-Peeping-Technology).
Hub Mini: Für Smart Home-Fans
Der in der Lock Ultra Touch Combo / Lock Ultra Vision Combo enthaltene (neue) Hub Mini ist kompatibel mit Matter aka Apple Home, Google Home Assistant und Amazon Alexa und bietet Smart Home-Fans viele Möglichkeiten – Sprachsteuerung inklusive. Außerdem ermöglicht er das Echtzeit-Monitoring und die Steuerung aus der Ferne. Der Hub Mini ist rasch und reibungslos zu aktivieren, in die App zu integrieren und ins WLAN einzubinden (bei Nuki ist das WLAN im Schloss integriert, es braucht keinen Hub).
Auch Automatisierungen mit anderen vernetzen Geräten lassen sich einrichten. Dabei kann das Smart Lock Ultra einen guten Start für eine „Heimkomm-Routine“ bieten, zum Beispiel: Sobald die Haustüre entsperrt, geht die Beleuchtung an und die Klimaanlage startet. In unserem Test, der wie gesagt im Geizhals-Büro stattgefunden hat, waren Smart Home-Integration und Automatisierung keine Themen und der Hub Mini landete bald wieder im Karton.




Face-ID, Fingerabdruck, NFC: Was entsperrt am besten?
Das Entsperren per Gesichtserkennung führt im Test nicht immer zu einer offenen Türe. Außerdem war zunächst die Reaktionszeit relativ lange, was zu zusätzlicher Verunsicherung führte: hat es mich jetzt erkannt oder nicht? Beides wird deutlich besser, als wir die Erkennungssensibilität erhöhen und gegen Ende des Tests ist Face-ID für manche (nicht alle) Tester:innen tatsächlich sehr nice-to-have.
Alle PIN-Funktionen, die es zusätzlich eines regulären PIN gibt, funktionieren erwartungsgemäß einwandfrei und lassen sich insbesondere im Privathaushalt sinnvoll einsetzen – sei es der Einmal-PIN für die Katzensitterin oder das temporäre Passwort für den Familienbesuch. Im Büroalltag unserer Tester:innen war die PIN-Eingabe aufgrund der Zeit, die sie braucht, nicht regelmäßig im Einsatz.
Problemlos verläuft auch die Bedienung per NFC-Karte. Eine Karte liegt dem Keypad Touch bei; zusätzliche SwitchBot Cards kann man nachbestellen. Es geht aber auch per SwitchBot NFC-Tag. Was in Europa leider (noch) nicht funktioniert, ist NFC via Smartphone – zumindest nicht ohne ziemlichen Aufwand, der eher keine breitentaugliche Lösung darstellt. Und weil man an die NFC-Karte im Gegensatz zum Zeigefinger oder Gesicht nicht automatisch dabei hat, kam sie in unserem Test kaum zum Einsatz.
Die Auto-Unlock-Funktion per Geofencing am Smartphone hat SwitchBot Tedee und Nuki voraus. Sie ist noch im Beta-Stadium, funktioniert im Test aber sehr gut. Der große Vorteil: das Schloss ist schon automatisch entsperrt, wenn man vor der Tür steht. Ein wenig Luft nach oben hat die Funktion aber noch (z. B. besseres Feintuning beim Einrichten des Geofence-Radius).
Unsere liebste Methode: Das Entsperren via Fingerabdruck hat im Test jedes Mal tadellos und sehr flott funktioniert, an den Scaneinstellungen mussten wir nicht nachschärfen, möglich wäre es aber.
Zum Schluss noch ein Tipp zur Sprachsteuerung, der anderen Apple-User:innen vielleicht Zeit: und Nerven spart: Siri Shortcuts funktionieren wirklich nur zum Verriegeln – Entsperren ist tatsächlich nicht möglich … Im Test fand die Funktion kaum Einsatz – geht ohne Hub Mini ja auch nicht.
[1. Update] Lock Ultra reagiert nicht mehr
4. September 2025
Knapp fünf Wochen nach Veröffentlichung des Testberichts bleibt das Lock Ultra stumm: kein LED-Licht, kein Drehen, kein Entsperren. Auch die App sagt „keine Reaktion“. Das Laden des Akkus bringt keine Veränderung und auch sonst können wir mit dem „toten“ Schloss nichts tun (z. B. kalibrieren, neustarten). Das kommt unerwartet und ist natürlich ärgerlich. Wir haben deshalb den SwitchBot-Kundensupport kontaktiert und melden uns so bald wie möglich mit einem weiteren Update.
[2. Update] Recht unkomplizierter Austausch
24. September 2025
Bereits in der ersten Nachricht hat der SwitchBot-Support angeboten, uns ein Ersatzexemplar zu senden, sofern es sich um ein Hardwareproblem handelt und das Gerät sich noch innerhalb der Garantiezeit befindet – und so kam es am Ende des Support-Prozesses auch.
Zunächst sollten wir den Akku prüfen und wurden um ein Video des Problems gebeten. Das Video war natürlich nicht sehr aufschlussreich, schließlich zeigte das Smartlock ja gar keine Reaktion. Darauf folgte überraschenderweise die Bitte, ein Firmware Upgrade durchzuführen, das unser Problem beheben sollte. Auch das ist natürlich schwierig, wenn das Smartlock „tot“ ist – sprich, weder über das Gerät, noch die App erreichbar ist.
Damit hatten wir offenbar das Ende des Support-Leitfadens erreicht, ein Ersatzschloss wurde auf den Weg geschickt und konnte heute rasch und einfach zum Laufen gebracht werden. Wir hoffen natürlich, dass diesmal länger ohne Probleme läuft und wir einfach Pech hatten. Die Kommunikation mit dem SwitchBot-Support empfanden wir als freundlich, schnell und unkompliziert (es ist verständlich, dass ein Reklamationsprozess mehrstufig abläuft).

Gewinnchance & Fazit
Die Teilnahme war bis zum 18. August 2025, 13:59 Uhr möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!
Review
SwitchBot Lock Ultra und Keypad Vision
Das erste smarte Türschloss mit Face ID – SwitchBot Lock Ultra und Keypad Vision – überzeugt im Test mit Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Funktionsumfang. Das Preis-/Leistungsverhältnis im Vergleich zu ähnlichen Produkten fällt positiv auf. Per SwitchBot-App lassen sich Smart Lock und Keypad bequem verwalten und steuern. Man kann z. B. Türalarme setzen, einen extra-leisen Nachtmodus aktivieren und das Smart Lock via Hub Mini ins sein Smart Home einbinden. Das Entsperren per Fingerabdruck, PIN und NFC funktioniert tadellos. Auto-Unlock (Beta) per Geofencing klappt ebenfalls super, hat aber noch etwas Luft nach oben. Der Start mit Face-ID ist etwas holprig, das bleibt aber nicht so. SwitchBot hat beim Lock Ultra für hohe Ausfallsicherheit in der Stromversorgung gesorgt, eine Notentriegelung eingerichtet und sich um Datenschutz gekümmert: Biometrische und PIN-Daten werden lokal gespeichert. Insgesamt sind Lock Ultra und Keypad Vision eine sehr gute Kombination mit nur kleineren Schwächen, die künftige Updates vermutlich in den Griff bekommen.
positiv
- Einfache Installation und Koppelung
- Ausfallsichere Stromversorgung
- Keine Kameraaufnahmen, Daten des IR-Sensors werden lokal gespeichert
- Zuverlässiges Entsperren mit vielen Methoden
- Schnell und leise
negativ
- SwitchBot-Hilfe (App, Help Center, Videos) nicht immer optimal (Übersichtlichkeit, Übersetzung)
- Mit Default-Einstellungen und drei Nutzer:innen wird Keypad Vision-Akku rasch leer
SwitchBot Lock Ultra und Keypad Vision DEALS
günstigster Preis über den Geizhals Preisvergleich


Auch die beiden Keypads machen trotz ihrer Kunststoffaufmachung einen soliden Eindruck und sind IP65-zertifiziert
Also NICHT das Schloß selber? Ichz suche so etwas für ein Einfahrtstor, beidseitig im Freien.
Das Schloss selbst ist tatsächlich nur für den Innenbereich geeignet.
Wäre ein toller Gewinn
PERFEKT !!
das wär genau das Richtige Tool in unserem neuen Haus! <3
Wir drücken die Daumen :)