Der Philips AC0951/13 Luftreiniger aus der PureProtect Mini Serie 900 verspricht einiges: Elegantes, kompaktes Design und zugleich intelligente und hocheffektive Luftreinigung. Wie er sich in der Praxis schlägt, das haben wir uns genauer angesehen.
Aufatmen mit dem Philips AC0951/13 Luftreiniger
Egal ob Sommer oder Winter – es ist erstaunlich, wie viel und schnell sich Staub in den eigenen vier Wänden ansammelt. Abhilfe verspricht ein immer größer werdendes Angebot an Lufthygienegeräten. Das Angebot reicht dabei von unter 100 bis weit über 1.000 Euro. Mit rund 170 Euro UVP gehört der App-gesteuerte Philips zur Einstiegsklasse intelligenter Luftreinigungssysteme.
Lieferumfang
Die Verpackung ist leicht und verrät bereits die kompakte Größe des Philips AC0951/13 Luftreiniger. Folgendes ist enthalten:
- Philips AC0951/13 Luftreiniger
- Netzwerkadapter
- HEPA-/Aktivkohlefilter
- Kurzanleitung


Schlichtes Design und solide Verarbeitung
Der Philips AC0951/13 Luftreiniger kommt in einem unauffälligen matten Schwarz statt üblicher Grau- und Weißtöne daher. So bleibt er schön im Hintergrund und fügt sich in jede Wohnungseinrichtung ein. Dank des simplen Designs stört der Luftreiniger weder im Wohnzimmer noch im Schlaf- oder Kinderzimmer. Die Abmessungen sind mit 240 x 364 x 238 mm (B/H/T) bei einem Gewicht von 2,7 kg angenehm gewählt. Das Gerät kann daher ohne Problem von Raum zu Raum getragen werden und findet immer irgendwo ein Plätzchen.
Das Hartplastik besteht laut Hersteller immerhin zu 23 % aus wiederverwertetem Kunststoff und macht einen robusten Eindruck. So auch der Drehverschluss für den Filter an der Geräteunterseite. Auch wichtig: der Philips AC0951/13 Luftreiniger hat einen sehr stabilen Stand, ein Umwerfen z. B. durch Haustiere ist fast unmöglich.




Der bereits mitgelieferte Filter ist ein mehrlagiger HEPA-/Aktivkohlefilter. Das heißt, er beseitigt sowohl feinste Partikel als auch Gerüche aus der Umgebungsluft. Wie man immer wieder liest, filtern HEPA-Filter ab Klasse 13 mehr als 99,97 % an Pollen, Keimen, Feinstaub oder Zigarettenrauch ab. Die Zahlen klingen vielversprechend.
Das Touch-Display an der Oberseite ist durch Symbole selbsterklärend und reagiert bereits auf leichte Berührung. Weiters gibt es noch einen kleinen Schacht an der Rückseite zu öffnen. Dort befindet sich der Sensor. Er misst kontinuierlich die Feinstaubbelastung, die laufend in Echtzeit am Display angezeigt wird.
Das Kabel des Netzadapters ist kurz, dünn und kräuselt sich gerne, statt flach am Boden zu liegen. Das könnte zur Stolperfalle werden, vor allem, weil ein Luftreiniger oft mitten im Raum aufgestellt wird.
Detaillierte Spezifikationen
| Leistung | 23W |
| Farbe | grau/schwarz |
| Empfohlene Raumgröße | bis 65m² |
| Luftumwälzung | 250m³/h |
| Display | ja |
| Besonderheiten | Touch-Control-Bedienung, Filtersättigungsanzeige, Nachtmodus, Raumluftüberwachung (Feinstaub) |
| Smart Home | App-Steuerung (WLAN)) |
| Geräuschentwicklung | 20.5–49.5dB |
| Abmessungen | 240x364x238mm (BxHxT) |
| Gewicht | 2.70kg |
| Gelistet seit | 26.09.2024 |
Einfache Bedienung und eine App mit Mehrwert
Die Bedienung ist denkbar einfach. Nach dem Einschalten misst der Philips AC0951/13 Luftreiniger automatisch die Luftqualität und läuft im zuletzt gewählten Modus. Neben dem Automodus stehen ein Medium-, Turbo- und Sleepmodus (Mondsymbol) zur Verfügung. Im Sleepmodus läuft das Gerät auf niedriger Stufe und nach einigen Sekunden schaltet sich das Display ab. Die unterschiedlichen Modi sind auch eindeutig an der Lautstärke unterscheidbar.
Die App funkt über eine WLAN-Verbindung mit dem Philips AC0951/13 Luftreiniger. Einrichtung und Verbindung klappen reibungslos. Mit eingeschalteter Ortung bietet die App einige Extras. Etwa eine Analyse der Außenluftqualität des jeweiligen Standorts inklusive detaillierter Pollenflug-Info. In der App kann man alle Funktionen des Luftreinigers fernsteuern oder Zeitpläne erstellen: z. B. 30 Minuten vor dem Schlafengehen automatisch einschalten. Außerdem zeichnet die App kontinuierlich die Messwerte auf und stellt eine grafische Verlaufskurve bereit. In Summe bietet die App/WLAN-Funktion einen echten Mehrwert gegenüber den etwas günstigeren Philips-Modellen ohne App.



Effektiv gegen Feinstaub und Co.
Am praktischsten ist der Automodus, weil hier das Gerät eigenständig prompt reagiert, wenn sich die Schadstoffbelastung ändert. Referenz ist dabei der PM2,5 Level (particulate matter). Das steht für Partikel, die kleiner als 2,5 Mikrometer sind (auch als Feinstaub bekannt) und eine gesundheitliche Beeinträchtigung darstellen. Der Philips AC0951/13 Luftreiniger filtert alles, was in Innenräumen rumfliegt: Schimmelsporen, Bakterien, Pollen oder auch Tabak- und Kerzenrauch. Das Display zeigt die Luftqualität auch anhand einer Farb-LED an der Gehäuseoberseite an. Die Farbskala reicht in Abstufungen von blau für gut bis rot für sehr schlecht (siehe Abbildungen).


Nach dem Motto „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“, dient ein Luftqualitätsmessgerät als Vergleichsreferenz zu den am Philips AC0951/13 Luftreiniger angezeigten PM2,5-Werten. Sie stimmen überein.
Der Philips AC0951/13 Luftreiniger im alltäglichen Einsatz
Gute Nacht – Einsatzort Schlafzimmer
Der Sleepmodus des Philips Luftreinigers ist kaum wahrnehmbar. Das gleichmäßige Hintergrundrauschen kann sogar einschlaffördernd wirken. Auch im Automodus stört das Geräusch nicht. Die meiste Zeit läuft das Gerät beim Test auf niedrigster Stufe, weil der Sensor offenbar keine erhöhte Belastung wahrnimmt. Im Turbomodus wäre hingegen an Schlaf nicht zu denken.
Morgens reagiert der Sensor beim Zurückschlagen der Bettdecke sofort und das Gerät wird merklich lauter. Nach zwei, drei Minuten läuft der Luftreiniger wieder leise dahin. Das gleiche Szenario passiert beim Öffnen des Fensters. Der Philips reagiert sehr schnell und sensibel auf verschiedene Bedingungen. Aber ist das kurze Hochfahren der Leistung ausreichend, um die Luft im gesamten Raum zu reinigen?
Der subjektive Eindruck ist jedenfalls merkbar positiv. Die Raumluft fühlt sich beim Atmen frischer und weniger „dick“ an. Allergische Leidensgenoss:innen können das am besten nachvollziehen. Spannend wird die Effektivität zur starken Pollenflugzeit… bis dahin sind es aber noch ein paar Wochen. Im Schlafzimmer stimmen die am Philips AC0951/13 Luftreiniger angezeigten Messwerte mit jenen des Luftqualitätsmessgeräts abends und morgens überein. Fährt der Lufreiniger die Leistung hoch, werden auch steigende Werte am Messgerät angezeigt.
Von Staub bis Kochgerüche – Einsatzort Wohnküche
Für den Wohnbereich sind Luftfiltergeräte mit Aktivkohlefilter wie der Philips AC0951/13 ideal. Wo sich viele Personen aufhalten, fallen viele Partikel an, zusätzlich sind Teppiche, Polstermöbel oder Vorhänge wahre Staubfänger. Auch durch brennende Kerzen und beim Kochen entstehen Partikel und Gerüche. Durchs offene Fenster oder die Balkontüre kommen ständig Pollen und Feinstaub von draußen dazu.
Kein Wunder also, dass der Philips AC0951/13 Luftreiniger in der Wohnküche viel öfter die Leistung hochfährt als im Schlafzimmer. Beim Braten eines Wok-Gerichts reagiert der Sensor z. B. sofort und erhöht für ca. 10 Minuten die Leistung. Trotzdem überzeugt unser Luftreiniger hier leider nicht: Koch- und Essengerüche bleiben trotz Einsatz des Geräts so lange in der Luft, bis die Fenster zum Durchlüften geöffnet werden.
Auffallend ist, dass der Philips AC0951/13 Luftreiniger generell beim Öffnen der Fenster aktiver wird und der angezeigte Feinstaub-Wert steigt. Tatsächlich steigen die gezeigten PM2,5-Werte ungefähr auf jene in der App für meinen Bezirk angegeben Luftwerte an. Es dauert ca. 20 Minuten bis die Werte wieder dem Ausgangspunkt vor dem Fenster öffnen entsprechen.
Jetzt will ich es wissen – Philips AC0951/13 Luftreiniger vs. Räucherstäbchen!
Verschiedene Quellen berichten von Kerzen und Räucherstäbchen als wichtige Verursacher von Feinstaub. Viele Menschen reagieren empfindlich auf den aromatisierten Rauch. Hilft ein Luftreiniger?
Die Räucherstäbchen brennen direkt neben dem Philips AC0951/13 Luftreiniger, um eine möglichst hohe Konzentration zu erreichen. Der Ausgangswert liegt bei sehr guten 1 PM2,5. Alle zehn Minuten findet eine Messung statt. Obwohl sich der Raum bereits merkbar mit Rauch und Geruch füllt, bleiben die angezeigten Werte niedrig. Der gemessene Wert steigt von 1 auf 4 PM2,5 an und beginnt wieder zu sinken. Der Luftreiniger läuft ruhig dahin.
Für Vergleichswerte findet eine Messung bei ausgeschaltetem Luftreiniger statt. Die Messwerte ermittelt der separate Luftqualitätsmesser. Der Ausgangswert liegt ohne Filterung bereits etwas höher (8 PM2,5) und steigt bis zum Ende der Messung kontinuierlich auf 15 PM2,5 an.


| Zeit | mit Luftreiniger (PM2,5) | ohne Luftreiniger (PM2,5) |
| Ausgangswert | 1 | 8 |
| 10 Minuten | 1 | 12 |
| 20 Minuten | 4 | 14 |
| 30 Minuten | 3 | 15 |
Ob mit oder ohne Luftreiniger, bleiben die PM2,5 Werte in einem niedrigen Bereich. Der Philips AC0951/13 Luftreiniger hat überraschend wenig Arbeit mit den Räucherstäbchen. Dennoch zeigt sich, dass mit eingeschaltetem Gerät eine niedrigere Partikelbelastung durch PM2,5 vorliegt als ohne. Nach subjektivem Empfinden ist der Räucherstäbchenduft in beiden Fällen gleich stark.
Positionierung des Luftreinigers ist wichtig
Ein positives Fazit lässt sich zur Verlässlichkeit der angezeigten Messwerte stellen: Bei den verschiedenen Einsätzen zeigen Vergleiche zwischen externem Luftqualitätsmessgerät und interner Messung des Luftreinigers stets eine ähnlich große Reduktion der PM2,5-Werte. Allerdings nur, wenn das externe Messgerät direkt neben dem Philips AC0951/13 Luftreiniger platziert ist. In einigen Metern Entfernung ändert sich der Wert am Messgerät nur sehr langsam und bleibt etwas höher, als die am Philips angezeigten Werte. Eine Erklärung könnte sein, dass der Sensor des Luftreinigers nach einigen Minuten die bereits gereinigte direkte Umgebungsluft misst und daher kein für den gesamten Raum umlegbares Messergebnis liefern kann. Der Luftreiniger reduziert in Folge die Leistung zu früh.
Zur optimalen Luftreinigung des gesamten Raums ist es daher wichtig, den Luftreiniger möglichst mittig im Raum zu platzieren und nicht in ein Eck oder an eine Wand zu stellen. Im Schlafzimmer hingegen macht es Sinn, das Gerät direkt neben das Bett zu stellen, um genau dort möglichst reine Luft zu atmen.
Wartung des Philips AC0951/13 Luftreinigers
Der notwendige Filterwechsel wird entweder direkt am Display des Philips AC0951/13 Luftreiniger oder in der App angezeigt. Zum Wechseln einfach den runden Deckel am Gehäuseboden durch eine Drehung entriegeln und abheben.
Laut Hersteller sollte der Filter rund alle 12 Monate gewechselt und alle ein bis zwei Monate gereinigt werden. Das funktioniert nur manuell und am besten mit einem Handstaubsauger. Ersatzfilter sind nicht günstig – rund 40 Euro werden für Originalteile fällig. Das sind immerhin 1/3 bis 1/4 des Gerätepreises, je nach Aktion. Es können allerdings auch Filter ohne Aktivkohlefilter – das ist die schwarze Schicht – verwendet werden, die etwas günstiger sind.
Der Sensor an der Geräterückseite sollte ebenfalls ca. alle zwei Monate gereinigt werden – einfach mit einem feuchten Wattestäbchen. Das Schacht-Türchen und die Schaniere wirken leider etwas fragil.



Energieverbrauch
Man könnte meinen, ein Luftreiniger, der im Dauerbetrieb läuft, verbraucht viel Strom. Die maximale Leistung des Philips AC0951/13 Luftreinigers beträgt aber lediglich 23 Watt. Das klingt wenig… und ist es auch. Entscheidend ist zwar, in welchem Modus das Gerät die meiste Zeit läuft. Ein Test der Stiftung Warentest zeigt aber, dass selbst bei täglich 8-stündigem Betrieb im Turbomodus Stromkosten von maximal 60 Euro pro Jahr entstehen. Das ist überschaubar, wenn damit dem Wohlbefinden und der Gesundheit gedient ist.
Gewinnchance und Fazit
Die Teilnahme war bis zum 21. März 2025 13:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!
Review
Philips AC0951/13 Luftreiniger
Der Philips AC0951/13 Luftreiniger aus der PureProtect Mini Serie 900 überzeugt durch kompakte Ausmaße und einfache Bedienung. Das schlichte Design und geringe Gewicht machen ihn flexibel verwendbar und laut Hersteller in bis zu 65m² großen Wohnräumen einsetzbar. Mithilfe der App sind individuelle Reinigungszyklen programmierbar oder eine Bedienung vom Sessel oder Bett aus möglich. Der Philips AC0951/13 reagiert schnell auf verschiedenste Partikelbelastungen, wie etwa beim Kochen oder Bügeln, bei offenem Fenster oder beim Abbrennen von Räucherstäbchen. Die Luftqualität wirkt subjektiv frischer und Vergleichsmessungen mit einem Luftqualitätsmesser bestätigen die Eindrücke. Top-Werte werden aber nur direkt neben dem Gerät erreicht. Der Aktivkohlefilter wirkt subjektiv gesehen nur unzureichend stark gegen verschiedene Gerüche. Während das Gerät im Normalbetrieb oder Sleepmodus kaum hörbar ist, stört die Geräuschentwicklung im Turbomodus merkbar. Die Energiekosten pro Jahr sind überraschend günstig, dafür schlagen die Kosten für einen original Ersatzfilter zu Buche.
positiv
- Einfache Bedienung und umfangreiche App
- Leicht, kompakt, daher flexibel einsetzbar
- Geringer Stromverbrauch
- Subjektiv frischere Raumluft
negativ
- Beseitigung von Gerüchen mangelhaft
- Ersatzfilter kostspielig
- Turbomodus laut
- Filter- und Sensorreinigung manuell
- Top-Werte nur direkt neben dem Gerät
Philips AC0951/13 Luftreiniger DEALS
günstigster Preis über den Geizhals Preisvergleich

