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Amateur oder Pro? – Xiaomi Redmi Pad Pro im Test

Alex von Alex
5. Juni 2025
in Allgemein
3
Ein 12.1 großes Tablet im 16:9 Format vom chinesischen Hersteller Xiaomi.

Das Xiaomi Redmi Pad Pro stellt sich als durchaus würdige Tablet-Konkurrenz für die Android-Mittelklasse von Google, Samsung & Co. heraus. Wo es Abstriche gibt, sowie auch sehr persönliche Einschätzungen des Autors, liest du in unserem Test.

Xiaomi Redmi Pad Pro: Äußerlichkeiten

Gehäuse: Minimalismus in mehreren Farben

Metallisch, modern, minimalistisch – beim Aluminiumgehäuse wurden erfreulicherweise keine Kompromisse gemacht. Den Unibody gibt es in drei Farbvarianten: grau (Graphite Gray), grau-blau (Ocean Blue) und grau-grün (Mint Green). Das sieht nicht nur ansprechend aus, sondern macht die Oberfläche so gut wie immun gegen Fingerabdrücke. Das Gehäuse ist darüber hinaus sehr verwindungssteif und stabil. Mit immerhin 571 g ist das Tablet zwar kein Leichtgewicht, lässt sich aber wegen der Gesamtgröße (die dem 12,1-Zoll-Display geschuldet ist) und der entsprechenden Gewichtsverteilung trotzdem problemlos längere Zeit in der Hand halten, ohne dass der Arm übermäßig ermüdet.

In drei schicken Farben und nicht anfällig für Fingerabdrücke – das Redmi Pad Pro macht äußerlich einen guten Eindruck.

Detaillierte Spezifikationen

Typ Tablet
Display 12.1″, 2560×1600 (WQXGA), 16:10, 249ppi, 120Hz, Multi-Touch, 600cd/​m², Digitizer, Blaulichtfilter, flicker-free, Dolby Vision, Adaptive Sync, Glas (Corning Gorilla Glass 3), 1.500:1
CPU Qualcomm Snapdragon 7s Gen 2 (SM7435-AB), 4x 2.40GHz (ARM Cortex-A78/​Kryo Gold) + 4x 1.95GHz (ARM Cortex-A55/​Kryo Silver)
RAM 8GB LPDDR4X (8GB verlötet)
Flash 256GB UFS 2.2
Grafik Qualcomm Adreno 710 (iGPU)
Betriebssystem Android (Xiaomi HyperOS)
Anschlüsse 1x USB-C 2.0 (480Mb/​s, Netzanschluss), 1x 3.5mm Klinke, 1x microSD (bis 1.5TB)
Wireless Wi-Fi 6 (WLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac/​ax), Bluetooth 5.2
Mobilfunk N/​A
Mobilfunknetze N/​A
Kamera 8 Megapixel, f/​2.0 (vorne), 8 Megapixel, f/​2.0 (hinten)
Akku Li-Polymer, 10000mAh, 12.1h Laufzeit (Videowiedergabe)
Besonderheiten Beschleunigungssensor, Hallsensor, Lichtsensor, Farbsensor, Kompass
Gewicht 571g
Abmessungen 280×7.52×181.85mm (BxHxT)
Farbe grau (Rückseite), schwarz (Vorderseite), Herstellerbezeichnung: Graphite Gray
Garantie 24 Monate

Xiaomi Redmi Pad Pro Display: Farbenfroh mit Gorilla Glass

Das Display überrascht angenehm. In dieser Preisklasse ist zwar kein OLED zu erwarten, trotzdem glänzt das verbaute 12,1 Zoll große IPS-Display aber mit (subjektiv wahrgenommenen) knackigen und natürlichen Farben und sehr guten Kontrasten. Dazu kommen objektiv gemessene 600 nits Maximalhelligkeit, die dafür sorgen, dass die Inhalte auch im Freien gut lesbar bleiben. Und wer, wie der Autor, sicher gehen will, dass das Display auch im direkten Sonnenlicht lesbar bleibt, rüstet eine matte Displayschutzfolie nach.

Die Bildwiederholrate kann auf maximal 120 Hz eingestellt werden (eine Seltenheit in dieser Preisklasse), manuell lässt sie sich entweder auf 60 Hz, 90 Hz oder 120 Hz anpassen. Der Automatikmodus passt die Frequenz an den dargestellten Inhalt an und verlängert somit die Akkulaufzeit. Scrollen ist ohne störende Ruckler möglich.

Schöne Farben, schmale Bildschirmränder, Gorilla Glass 3 und 600 nits Helligkeit. Links ein praktisches Extra zum Nachrüsten: mit einer matten Schutzfolie bleibt das Display bei allen Lichtverhältnissen gut lesbar.

Das Display ist im Format 16:10 und somit sowohl zum Serien- und Filmeschauen als auch für produktive Tasks bestens geeignet. Die Darstellung mit 2560×1600 Bildpunkten entspricht stolzen 249 ppi und überzeugt. Was dem Redmi Pad Pro fehlt, ist HDR10-Support, der aber ohnehin vor allem bei OLED-Displays wirklich zur Geltung kommt. Insofern ist das Fehlen leicht zu verschmerzen, vor allem da das verbaute IPS-Display subjektiv voll zu überzeugen vermag. Geschützt wird es von einer Schicht Gorilla Glass 3.

Xiaomi Redmi Pad Pro Anschlüsse: USB-C ohne Bildausgabe und Klinkenstecker

Geladen wird das Redmi Pad Pro über USB-C, der entsprechende Anschluss kann auch zum Übertragen von Daten, nicht aber als Bildausgang genutzt werden (auch nicht mit Hilfe von USB-C auf HDMI-Adaptern u. Ä.). An einen externen Bildschirm kann das Redmi Pad Pro also nicht angeschlossen werden, das Tablet selbst kann aber als Zweitbildschirm für bspw. ein Notebook eingesetzt werden. Obwohl knapp 7 mm dick, findet sich genug Platz für einen Klinkenstecker, auf den die meisten Hersteller mittlerweile verzichten.

Zwei Lautsprecher (von insgesamt vier), ein USB-C-Anschluss zum Laden und Datenübertragung und ein Klinkenstecker – alle wichtigen Anschlüsse bringt das Redmi Pad Pro mit. Die optional und separat erhältliche Tastaturhülle wird ebenfalls über USB-C geladen.

Sound: Gut, aber nicht hervorragend

Verbaut sind insgesamt vier Lautsprecher, die einen kräftigen, gut hörbaren Sound erzeugen. Wer etwas satteren Bass möchte, kann Bluetooth-Kopfhörer oder Soundboxen nutzen. Für klaren Sound am anderen Ende der Leitung bei Telekonferenzen sorgen entlang der oberen Kante, also oberhalb der Frontkamera, eingebaute Mikrofone. In der Praxis erweist sich die Sprachqualität mehr als ausreichend für Videotelefonie in den gängigen Apps, auch im Freien, bei wenig Umgebungsgeräuschen.

Xiaomi Redmi Pad Pro: Innere Werte

Mittelklasseprozessor: Gute Leistung

Beim verwendeten Prozessor zeigt sich, dass das Tablet preisbewusste Kund:innen ansprechen soll. Der Snapdragon 7s Gen 2 ist ein Mittelklasseprozessor mit acht Kernen, dem im getesteten Modell 8 GB RAM zur Seite stehen. Ist das Tablet deswegen langsam und träge? Dazu aus der Praxis ein deutliches Nein. Die Medienwiedergabe klappt problemlos, Office- und Bildbearbeitungsapps aus dem Play Store laufen flüssig, Multitasking zwingt den Prozessor nicht in die Knie.

Android 14: HyperOS ermöglicht Multitasking

Als Betriebssystem ist ab Werk Android 14 installiert, Xiaomi verspricht 2 Versions- und 3 Jahre Sicherheitsupdates. Das ist nicht überragend, aber auch nicht überraschend für die Preisklasse. Das Betriebssystem wird mit der hauseigenen Oberfläche HyperOS ausgeliefert, die sich visuell – da müssen wir ehrlich sein – recht stark an iOS orientiert. Erfahrene Android-Nutzer:innen wissen, dass man die Bedienoberfläche mit Hilfe der richtigen Apps sehr schnell dem eigenen Geschmack anpassen kann, insofern kann ohne weiteres beispielsweise der Look von Stock-Android eingestellt werden.

Zwei Apps komfortabel nebeneinander nutzen, in verschiedenen Größenverhältnissen – um einen Produkttest zu schreiben, während im anderen Fenster recherchiert wird.

HyperOS macht seine Sache aber überhaupt nicht schlecht, alle wichtigen Optionen sind leicht und intuitiv zu finden. Einen eigenen Desktop-Modus (wie Samsung DeX) gibt es zwar nicht, dafür hat HyperOS einen anderen Trick, um Multitasking und das Arbeiten mit mehreren Fenstern zu erleichtern: Es lassen sich zwei Fenster, also zwei Apps, gleichzeitig auf dem Bildschirm in verschiedenen Konstellationen gruppieren und nutzen. Pfiffig.

Kameras: Für gelegentliche Schnappschüsse ausreichend

Die beiden Kameras des Redmi Pad Pro lösen jeweils mit 8 MP auf. Die Qualität der Fotos der Rückkamera wäre am ehesten mit zweckmäßig zu beschreiben: bei guten Lichtverhältnissen gelingen Schnappschüsse, zum Einscannen von Dokumenten reicht es eigentlich immer aus. Mehr ist in dieser Preisklasse nicht drinnen, aber Hand aufs Herz – es möchte ohnehin kaum jemand ein 12-Zoll-Gerät zum Fotografieren mitschleppen. Neben dem Kameramodul befindet sich auf der Rückseite auch ein LED-Blitz. Beide sind, für das Empfinden des Autors zumindest, recht groß im Vergleich zur Gesamtgröße des Tablets geraten. Es ist zwar Geschmackssache und keinesfalls ein Dealbreaker, jedoch sind die beiden Module sehr auffällig am sonst schlichten Gehäuse. Understatement geht anders.

Die recht großen Kamera- und Blitzlichtmodule auf der Rückseite des Redmi Pad Pro haben keine Auswirkung auf die Bildqualität.

Die Frontkamera macht ihre Aufgabe sehr gut – das Bild kommt beim Gegenüber bei guten Lichtverhältnissen rauscharm an, ob über Zoom, Skype oder Whatsapp. Die folgende Galerie enthält ein paar unbearbeitete Beispielfotos.

  • Frontkamera
  • Rückkamera
  • Rückkamera
  • Rückkamera bei Gegenlicht
  • Rückkamera ohne Vergößerung
  • Rückkamera 3x Vergrößerung
  • Rückkamera 5x Vergrößerung

Akku: Lange Laufzeiten

Der Hersteller hat nicht an der Akkugröße gespart. Das Xiaomi Redmi Pad Pro ist mit einem 10.000 mAh Akku ausgestattet, der bei der gemischten Nutzung des Autors (Surfen, Office, Medien) bei eingeschaltetem Helligkeitssensor regelmäßig 10-11 Stunden hält. Besonders ausdauernd zeigt sich das Tablet in der Praxis bei reiner Medienwiedergabe. Im Standby gönnt sich das Tablet genügsame 1 % Ladung pro Stunde. Wichtig zu erwähnen ist es auch, dass dem Tablet zwar ein USB-Ladekabel, aber kein Ladegerät beigelegt wird.

Xiaomi Redmi Pad Pro: Zubehör

Wie der Zusatz „Pro“ vermuten lässt, will das Redmi Pad Pro mehr als nur ein Gerät für den Medien- oder Spielekonsum sein. Arbeiten soll auch möglich sein. Dazu gibt es als Zubehör eine Tastaturhülle und einen Eingabestift separat zu kaufen. Das erhöht den Anschaffungspreis und somit ist das Tablet zusammen mit dem genannten Zubehör sicherlich kein Schnäppchen mehr. Andere vergleichbare Angebote werden aber unterboten.

Produktivität für unterwegs leicht gemacht – mit Tastaturhülle und Eingabestift zeigt sich das Redmi Pad Pro von seiner praktischen Seite.

Das Tablet lässt sich nicht über Pogo-Pins mit der Hülle, sondern, genauso wie der Stift, nur über Bluetooth verbinden. Der Stift kann nicht magnetisch an der Tabletseite andocken, auch kann er nicht auf diese Weise geladen werden. Beide Zubehörteile haben eigene Akkus, die über USB-C geladen werden. Die Hülle hat aber eine Schlaufe, in der der Stift festgemacht werden kann, damit er nicht verloren geht. Sobald Stift und Tastatur einmal mit dem Tablet gekoppelt sind, verbinden sie sich jedes Mal zuverlässig und sekundenschnell damit. Die Verbindung bleibt während der gesamten Nutzungszeit stabil, es gibt keine Abbrüche.

Produktivität unterwegs möglich?

Office-Apps, leichte Bild- und Videobearbeitung und gelegentliche Videokonferenzen sind problemlos möglich. Der Bildschirm ist groß genug, um mit mehreren gleichzeitig geöffneten Anwendungen komfortabel zu arbeiten. Zusätzliche Eingabegeräte, wie die Tastaturhülle und/oder der Stift lassen sich auch sinnvoll integrieren.

Mit der richtigen (kostenlosen) Softwarelösung lässt sich das Tablet als Remote Desktop nutzen, gute Internetverbindung vorausgesetzt. Was dem Autor besonders entgegengekommen ist: Die Möglichkeit das Tablet als externen Monitor des Notebooks zu nutzen. Das geht auf zwei Arten: Das Tablet selbst unterstützt Miracast und auch softwareseitig gibt es gute und unkomplizierte Lösungen dafür. Easy peasy.

Mit seinem großzügigen 12-Zoll-Display im 16:10-Format lässt sich das Redmi Pad Pro auch als Zweitbildschirm für das Notebook nutzen.

Gewinnchance und Fazit

Die Teilnahme war bis zum 24. Oktober 2024 13:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen!!

Review

Xiaomi Redmi Pad Pro

8.8 Bewertung

Stabiles Gehäuse, gutes Display, guter Sound, praktische Größe und ein ausdauernder Akku, dazu ein aktuelles Betriebssystem und ein Prozessor, der keinen Flaschenhals darstellt – das Redmi Pad Pro hat viele Stärken. Das Fehlen eines mitgelieferten Ladegerätes, eines Fingerabdrucksensors oder einer längerfristigen Update-Garantie für das Betriebssystem, sowie ein relativ hohes Gewicht in Verbindung mit dem separat erhältlichen Zubehör hingegen bedeuten Abstriche. Alles in Allem bietet das Gerät aber aktuell ein sehr gutes Preis-Leistungs-Paket. rn

positiv

  • stabiles Metallgehäuse
  • qualitatives Multitouch-IPS-Display mit bis zu 120 Hz Bildwiederholfrequenz
  • Bild und Ton für Videotelefonie sehr gut
  • guter Mittelklasseprozessor
  • lange Akkulaufzeit
  • für Produktivität unterwegs geeignet

negativ

  • nur 2 garantierte Android-Versionsupdates
  • kein mitgeliefertes Ladegerät
  • zusammen mit der Tastaturhülle ca. 1 kg schwer
  • Gesamtpaketpreis inklusive Tastaturhülle und Eingabestift kein Schnäppchen mehr

im Detail

  • Design/Verarbeitung 0
  • Display 0
  • Performance/Software 0
  • Akku 0
  • Kamera 0
  • Preis/Leistung 0

Xiaomi Redmi Pad Pro DEALS

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Preis

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Kommentare 3

  1. Anonym says:
    vor 11 Monaten

    Kann das Ding Prime Video und Netflix in FHD? (Thema DRM / Widevine)

    Antworten
  2. Anonym says:
    vor 11 Monaten

    Es wird ein Ladegerät mitgeliefert, sogar eins mit 33 Watt! ( Und Kabel) Die Kamera ist schlecht.

    Antworten
  3. Anonym says:
    vor 1 Jahr

    Also für 258€ finde ich das ding echt gut!!!

    Antworten

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Inhaltsverzeichnis

  • Xiaomi Redmi Pad Pro: Äußerlichkeiten
    • Gehäuse: Minimalismus in mehreren Farben
  • Detaillierte Spezifikationen
  • Xiaomi Redmi Pad Pro Display: Farbenfroh mit Gorilla Glass
    • Xiaomi Redmi Pad Pro Anschlüsse: USB-C ohne Bildausgabe und Klinkenstecker
    • Sound: Gut, aber nicht hervorragend
  • Xiaomi Redmi Pad Pro: Innere Werte
    • Mittelklasseprozessor: Gute Leistung
    • Android 14: HyperOS ermöglicht Multitasking
    • Kameras: Für gelegentliche Schnappschüsse ausreichend
    • Akku: Lange Laufzeiten
  • Xiaomi Redmi Pad Pro: Zubehör
    • Produktivität unterwegs möglich?
  • Gewinnchance und Fazit
  • Xiaomi Redmi Pad Pro
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