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Schick und kompakt mit kleinen Makeln – Huawei MateBook X Pro 2020 im Test

Inhalt
  1. Lieferumfang
  2. Design und Verarbeitung
  3. Detaillierte Spezifikationen
  4. Anschlüsse
  5. Display
  6. Kamera
  7. Tastatur / Trackpad
  8. Sound
  9. Huawei Share
  10. Akku
  11. MateBook X Pro in der Praxis

Stylish, kompakt und schnell – Das MateBook X Pro von Huawei will auch 2020 mit dieser Kombination überzeugen. Das gelingt auch größtenteils, nur kleine Details stören in der Praxis.

Lieferumfang

Auf der schlichten, weißen Box des MateBook X Pro ist Bezeichnung und Logo in einem Kupferton gehalten und vermittelt damit eine gewisse Eleganz. Mittels einer Lasche lässt sich das MateBook X Pro herausnehmen. Darunter befinden sich dann noch ein USB C-Netzteil (65W) samt passendem Kabel und das MateDock 2, ein Port-Replikator mit 1x USB-A, 1x USB-C, HDMI sowie VGA. Dieser war dem Testgerät leider nicht beigelegt.

Design und Verarbeitung

Das Design des Matebook X Pro hat sich zu den Vorgängermodellen kaum verändert und erinnert an vielen Stellen noch immer an Apples MacBook-Reihe. Das fängt bei der Wahl der Materialien an und endet bei der allgemeinen Designsprache, die sehr schlicht und minimalistisch anmutet. Dass man sich am Spartenprimus orientiert, ist in diesem Fall allerdings nichts Negatives. So überzeugt das Huawei MateBook X Pro mit einer Aluminium Unibody-Konstruktion, die sehr stabil wirkt – Knarren oder Knarzen waren im Test nicht auszumachen. Der Displaydeckel lässt sich einhändig öffnen und die Gewichtsverteilung ist sehr gleichmässig. Dazu kommt, dass das MateBook X Pro weniger scharfe Kanten besitzt, als das MacBook (Pro) von Apple. Unregelmäßige Spaltmaße waren beim Testgerät auch keine auszumachen.

Detaillierte Spezifikationen

Display13.9″, 3000×2000, 259dpi, 60Hz, Multi-Touch, glare, IPS/​LTPS, 450cd/​m², 100% sRGB
CPUIntel Core i7-10510U, 4x 1.80GHz
RAM16GB LPDDR3-2133 (16GB verlötet, nicht erweiterbar)
HDDN/​A
SSD1TB M.2 PCIe
GrafikNVIDIA GeForce MX250 (Mobile), 2GB GDDR5
Anschlüsse2x USB-C 3.0 mit DisplayPort 1.2, 1x USB-A 3.0, 1x Klinke
WirelessWLAN 802.11a/​b/​g/​n/​ac (2×2), Bluetooth 5.0, NFC
Akku1x Akku fest verbaut (Li-Polymer, 56Wh), 13h Laufzeit
Gewicht1.33kg
BetriebssystemWindows 10 Home 64bit
BesonderheitenFingerprint-Reader (Power Button), Slim Bezel, USB-C Ladeanschluss, Pop-Out-Webcam (Tastatur), Aluminium-Unibody
EingabeTastatur mit DE-Layout (beleuchtet, Rubber-Dome), Touchpad
Webcam1.0 Megapixel
Optisches LaufwerkN/​A
CardreaderN/​A
Abmessungen (BxTxH)304x217x14.6mm
Farbegrau (Space Grey)
Herstellergarantiezwei Jahre (Bring-In)

Anschlüsse

Für die kompakten Maße hat Huawei hier gute Arbeit geleistet: Auf der linken Seite befinden sich zwei USB-C 3.0-Anschlüsse (inkl. DisplayPort) und ein Stereo-Klinkenanschluss (3,5mm). Dieses Jahr fehlt hier offiziell Thunderbolt 3, obwohl der vordere USB C-Anschluss dies kann. Im Test konnte ein dedizierter Thunderbolt 3-Datenträger (konkret: Samsung Portable SSD X5) problemlos verbunden werden und mit der vollen Bandbreite genutzt werden. Hier fehlt wohl schlichtweg die Namenslizenz. Über beide Anschlüsse lässt sich das Gerät laden.

Auf der rechten Seite hat Huawei einen USB-A 3.0-Anschluss untergebracht, keine Selbstverständlichkeit bei so einem kompakten Gerät im Jahr 2020. Mittels dem beigelegten MateDock 2 können die Anschlüsse noch erweitert werden.

Display

Zur exzellenten Verarbeitungsqualität gesellt sich ein absolut ebenbürtiges 13,9″-Multi-Touch-Display. Dieses löst mit 3200×2000 Pixeln auf und besitzt damit eine beachtliche Pixeldichte von 259dpi. Die Farben wirken satt und Inhalte jeglicher Art werden scharf dargestellt. Die angegebene Display-Helligkeit von 450 Nits sorgt dafür, dass selbst in hellen Räumen oder im Freien die Inhalte meist gut erkennbar sind. Die maximale Helligkeitsstufe wird aber aufgrund des stark spiegelenden Displays auch öfter gebraucht. Die dünnen Displayränder wirken sehr modern, sorgen aber dafür, dass keine Kamera im Display untergebracht werden konnte.

Kamera

Aufgrund der schmalen Displayränder hat Huawei sich bei der MateBook-Serie entschieden die Webcam in der Tastatur unterzubringen. Das sorgt bei der Nutzung dafür, dass das Gesicht etwas unvorteilhaft von unten aufgenommen wird. Auch die Qualität ist wenig beeindruckend, aber ausreichend. Windows Hello-Gesichtserkennung wird ebenfalls nicht unterstützt, was aber durch den schnellen Fingerabdruck-Leser im Power-Button nicht besonders stört. Und zumindest sorgt dieser Einklapp-Mechanismus dafür, dass man sich keine Sorgen machen muss, dass die Kamera einen „heimlich“ aufnehmen kann.

Tastatur / Trackpad

Das Chiclet-Keyboard wusste im Test zu gefallen: Solide Druckpunkte, kein seitliches Wackeln und ein sinnvolles Layout samt F-Tasten. Vielschreiber sollten sich schnell an diese Tastatur gewöhnen können. Die Tastaturbeleuchtung lässt sich in zwei Stufen regeln und ist auch im Dunkeln ausreichend stark ohne dabei zu blenden. Zum Vergleich: Apples neues, viel gelobtes Magic-Keyboard im MacBook (scissor switches) fühlt sich subjektiv sogar einen Tick schwammiger an.

Das Trackpad arbeitet präzise, besitzt sehr gute Gleiteigenschaften und ist in Relation zu der Gesamtgröße des Geräts komfortabel in der Nutzung. Etwas störend ist jedoch die Tatsache, dass nur 2/3 der Fläche geklickt werden kann und das obere Drittel nicht klickbar ist.

Sound

Die Stereo-Lautsprecher des MateBook X Pro können zwar laut werden, liefern aber kaum Tiefen. Die Höhen klingen gerade bei Musik etwas blechern. Ähnlich wie bei der Webcam ist der Sound im Alltag ausreichend, es gibt aber besser klingende Notebook-Lautsprecher.

Huawei Share

Für Besitzer eines Huawei bzw. Honor-Smartphones gibt es ein besonderes Software-Feature: Bilder und Daten können ohne Datenverbindung schnell und unkompliziert zwischen den Geräten geteilt werden. Dazu muss die entsprechende App auf dem Smartphone geladen werden, die Software (PC-Manager) war schon auf dem Gerät vorinstalliert. Die Verbindung wird mittels NFC hergestellt, man muss dazu das Smartphone nur kurz auf das Notebook legen. Neuere Huawei-Smartphones (ab EMUI 10.0) erlauben auch die Steuerung des Smartphones über das Notebook. Im Test klappte das einwandfrei und stellte auch einen Mehrwert dar.

Akku

Im kurzen Testzeitraum war ein ausführlicher Test des Akkus nicht möglich. Bei 60% Bildschirmhelligkeit, Websurfen inkl. Youtube-Videos in 4K und leichter Bildbearbeitung hielt der Akku rund 10h durch und war in 2,5 Stunden wieder aufgeladen. Das ist für diese Geräteklasse und mit dieser Hardwareausstattung erwartbar. Wer das Gerät oft draußen verwenden will und entsprechend die Bildschirmhelligkeit hinaufschrauben muss, sollte noch 2-3 Stunden bei der Akkulaufzeit abziehen.

MateBook X Pro in der Praxis

Im Alltag meistert das MateBook X Pro die meisten Aufgaben ohne Probleme. Der Comet-Lake-Prozessor in Verbindung mit der dedizierten GeForce GPU sorgen für die entsprechende Leistung bei Office-Anwendungen und leichter Bildbearbeitung. Fordert man das Gerät (z.B. Gaming oder Videoschnitt) erwärmt sich das MateBook spürbar: Ein längerer Einsatz auf den Oberschenkeln ist deshalb nicht zu empfehlen. Der im Testgerät verbaute Intel Core i7-10510U wird dann auch gedrosselt. Das gleiche gilt für die Leistung des Grafikchips: Die GeForce MX250 schaffte bei einer kurzen Testrunde CS:GO nur 2-3 Minuten konstante Frames, danach brachen diese aufgrund der steigenden Temperaturen ein.

Allerdings ist dieses Gerät auch weniger für Spiele und aufwändige Bild-/Videobearbeitung konzipiert, sondern für anspruchsvolle Office-Tätigkeiten und Web-Applikationen. Gerade die schnelle M2 PCIe-SSD sorgt für ein sehr flüssiges Arbeiten, auch größere Dateien lassen sich schnell öffnen bzw. kopieren. Die Lüfter werden selbst unter hoher Last nie unangenehm laut. Das hochauflösende Display in Kombination mit Touch-Eingaben erweist sich als praktisch und vielseitig. Hier waren nur die starken Spiegelungen gelegentlich etwas störend. Der USB-A-Anschluss ist auch im Jahr 2020 ein Segen, damit kann ein USB-Stick, der eben in der Regel noch so einen Stecker besitzt, unkompliziert und ohne Adapter genutzt werden.


Hinweis: Huawei Austria war so freundlich uns für den Test ein MateBook X Pro und ein P40 Pro zur Verfügung zu stellen.

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