Beauty Salon @ Home: Shellac Maniküre selbstgemacht

 

Rot, blau, pink, grün, grau, violett, … ein Besuch im Nagelstudio pflegt nicht nur die Hände, sondern kann auch richtig Farbe ins Leben bringen. Möchte man sich etwas länger an der Farbpracht auf den Nägeln erfreuen, dann empfiehlt es sich zu Shellac zu greifen. Weil aber die Maniküre und das Lackieren der Nägel mit dem Speziallack zeitintensiv sind, fallen natürlich auch dementsprechende Kosten an. Bei ein bis zwei Behandlungen im Monat, lässt man dann oft mehr Geld bei der Nageldesignerin, als einem lieb ist. Wir haben uns daher gefragt, ob man mit Hilfe einer Freundin, der Schwester oder einer lieben Arbeitskollegin beziehungsweise sogar alleine, so eine Nagelpflege inklusive Shellac-Lackierung auch einfach zuhause machen kann:

 

Die Produkte

Maniküre-/Pediküreset von Beurer

Um die Maniküre vornehmen zu können, haben wir uns für das Maniküre-/Pediküreset MP62 von Beurer entschieden. Preislich lag das Nagelpflegeset im Mittelfeld und auch die positiven Bewertungen haben uns überzeugt. Das Set kommt in einem praktischen Täschchen und umfasst den Fräser inklusive 10 verschiedener Aufsätze. Die Leistungsstärke des Geräts lässt sich individuell einstellen und auch die Drehrichtung kann nach Bedarf geändert werden. Was wir als besonders positiv empfunden haben ist, dass der Fräser auch über eine Lichtfunktion verfügt, wodurch es sich viel angenehmer und genauer arbeiten lässt.

 

UV/LED Nageltrockner von Beurer

Für das Lackieren der Nägel mit dem Shellac benötigt man eine UV-Lampe, unter der der Shellac trocknet und gleichzeitig härtet, was für ein langanhaltendes Ergebnis sorgen soll. Wir haben hierfür den UV/LED Nageltrockner ebenfalls von Beurer gewählt. Das Gerät ist sehr einfach zu bedienen: Es verfügt über drei verschiedene Zeiteinstellungen – 30, 60 und 120 Sekunden. Diese lassen sich durch ein-, zwei-, oder dreimaliges Drücken des Knopfes einstellen. Leider gab es in der Bedienungsanleitung des Nageltrockners keinerlei Hinweise darauf, wie lange der Shellac in dem Gerät aushärten muss. Um an diese Infos zu kommen, haben wir einfach ein bisschen im Internet recherchiert. Für eine benutzerfreundlichere Anwendung könnte außerdem das Kabel des Nageltrockners etwas länger ausfallen – wir haben einfach mit einem Verlängerungskabel nachgeholfen.

 

CND Lacke

Natürlich benötigt man zum Nagellackieren auch einen Lack. In unserem Fall eben einen Shellac. Weil wir online gelesen haben, dass man, für ein besonders schönes Ergebnis, neben dem Farblack auch einen Base Coat und einen Top Coat benötigt, haben wir uns natürlich diesbezüglich nicht lumpen lassen. Der Base Coat dient als Unterlack, also als erste Nagellackschicht sowie als Verbindungsschicht. Er sorgt also dafür, dass der eigentliche Farb-Shellac besser am Naturnagel haftet. Der Top Coat ist die letzte Schicht die aufgetragen wird und soll den Farblack versiegeln und schützen. Leider ist uns dann ein kleiner Fehler beim Bestellen des Farblack passiert: Im Eifer des Gefechts, haben wir uns von der Farbe des Shellac-Fläschchens irritieren lassen und einen CND Shellac bestellt, der beim Auftragen nicht die erhoffte Farbe hatte und auch nicht deckend war. Beim nächsten Mal werden wir definitiv doppelt checken, welches Farbergebnis das Produkt verspricht!

Anwendung

Schritt 1: Nagelpflege

Aus Liebe zu unseren Nägel haben wir uns im Vorhinein natürlich einige Videos zum Thema Nagelpflege mit einem solchen Set angesehen und uns ein paar Tipps geholt: Zu Beginn haben wir für das Entfernen der Nagelhaut den „MP 62 Nadelfräser“ gewählt. Mit diesem wurde dann vorsichtig die Nagelhaut entfernt. Nach kurzer Eingewöhnungsphase hat das erstaunlich gut und ganz ohne Fremdhilfe geklappt – sowohl bei der linken, als auch bei der rechten Hand. Für das „Verschönern“ der restlichen Haut rund um den Nagel haben wir dann anschließend mit dem sogenannten „Saphirfräser rund“ gearbeitet. Auch das hat problemlos funktioniert und zu einem schönen Ergebnis geführt. Was die Dauer für die gesamte Maniküre mit dem Fräser betrifft haben wir etwa eine halbe Stunde benötigt. Dafür haben wir sehr gründlich gearbeitet und zudem war es unsere allererste Anwendung. Wir können uns gut vorstellen, dass das Ganze nach mehrmaligen Benutzen auch in kürzerer Zeit machbar ist.

Schritt 2: Lackieren

Laut unseren Recherchen empfiehlt es sich als allererstes, vor dem Auftragen des Lacks, die Shellac-Fläschchen gut zu schütteln, damit sich alle Inhaltsstoffe optimal vermischen können. Zuerst haben wir natürlich den Base Coat aufgetragen. Hierbei, sowie bei den weiteren Schritten ist es ratsam, sich beim Auftragen des Lacks Hilfe zu holen, wenn man selber nicht besonders geübt ist im Nägel lackieren. Denn ist der Shellac erst einmal unter dem UV-Licht gehärtet, ist es schwieriger ihn wieder runter zu bekommen, als normalen Nagellack. Wer bereits Routine hat, kann es natürlich auch alleine machen. Weil wir ein möglichst gutes Ergebnis erzielen wollten, haben wir uns dazu entschieden, den Shellac nicht selber aufzutragen. Die mit dem Base Coat fertig lackierte Hand, haben wir dann 30 Sekunden lang unter die UV-Lampe gehalten. Für die zweite Schicht, den Farblack, haben wir dann den Lack eine Minute lang unter dem UV-Licht trocknen lassen und den Vorgang (Nägel mit Farblack lackieren, eine Minute lang unter UV-Licht trocknen) wiederholt. Zum Schluss haben wir dann noch den Top Coat aufgetragen und ebenfalls eine Minute lang unter der UV-Lampe aushärten lassen.

Fertig mit beiden Händen und allen Schichten, haben wir dann allerdings erstaunt feststellen müssen, dass der Lack alles andere als trocken war. Nach verzweifelten Versuchen, bei denen wir beide Hände jeweils noch mehrere Minuten unter die UV-Lampe gelegt haben, aber nichts passiert ist, wollten wir den Produkttest schon als gescheitert abstempeln. Als letzte Maßnahme haben wir dann aber doch noch Google befragt und herausgefunden, dass beim Trocknen des Top Coats eine „Dispersionsschicht“ auf dem Nagel entsteht. Dieser ölige Film lässt den Anschein erwecken, als wäre der Lack noch nicht trocken, kann aber mit einem „UV-Nagellack Cleaner“ problemlos entfernt werden. Weil wir aber so einen Cleaner natürlich nicht besorgt hatten, haben wir stattdessen ganz normalen, acteonfreien Nagellackentferner benutzt – hat genauso funktioniert.

Weil wir uns natürlich die ganze Arbeit nicht umsonst antun wollten und wir auch mit dem Resultat sehr zufrieden waren, haben wir zehn Tage lang Freude an den manikürten Nägeln gehabt. Nachdem dann der Naturnagel wiede recht sichtbar nachgewachsen war, haben wir zum Entfernen des Shellacs einfach Wattepads mit acetonhaltigem Nagellack getränkt, ein getränktes Wattepad auf den Nagel gelegt und das Ganze mit Alufolie am Finger befestigt. Dann etwa zehn Minuten lang einwirken lassen und zum Schluss mit der Rückseite einer Nagelfeile oder einem Manikür-Stick entfernen. Widerspenstige Reste können auch mit einer weichen Feile abgetragen werden.

 

Fazit

Mit dem Gesamtergebnis waren wir zufrieden. Die Maniküre mit dem Nagelpflegeset hat ausgesprochen gut funktioniert und ist wirklich eine kostengünstige Alternative zur Maniküre im Salon. Auch die UV-Lampe hat gemacht, was sie machen soll und war sehr einfach in der Handhabung. Ob allerdings diese beiden Geräte den Besuch im Nagelstudio obsolet machen, kommt unserer Meinung nach ganz darauf an, wie gut und genau man das Nägellackieren beherrscht. Wer richtig viel Übung darin hat Nägel zu lackieren, wird sich einiges an Geld sparen können. Stellt man sich eher ungeschickt an und hat ohnehin nur selten das Bedürfnis nach bunter Vielfalt am Nagel, macht wohl eine Anschaffung weniger Sinn.


Gewinnchance

Die Teilnahme war bis zum 1. September 23:59 möglich. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer/innen!

 

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