Death Stranding im Test

Ist Death Stranding nach 3 Jahren kryptischer Trailer, mangelhafter Erklärungen und inhaltsleerer Interviews nur ein überproduzierter Walking Simulator, ein unterschätztes Meisterwerk oder einfach nur der Versuch Hideo Kojimas, Fuß in Hollywood zu fassen? Spoiler: Wir wissen es selber nicht.

> Zur Gewinnchance <

Death Stranding startet kurz nach dem „gestrandeten Tod“, einem übernatürlichen Ereignis, das fast die gesamte Menschheit mit sich gerissen hat. Die wenigen Überlebenden zogen sich in abgeschottete Städte oder verstreute Prepper-Bunker zurück und fristen nun ihr Dasein im täglichen Überlebenskampf.

Doch es gibt einen Lichtblick. Postboten und Lieferdienste sind in der unwirtlichen Geisterwelt zu Helden und Legenden aufgestiegen. Und es gibt viel zu liefern zwischen den „United Cities of America“. Egal ob frische Pizzen, Proben gefüllt mit allen möglichen Körperflüssigkeiten, Filmrollen oder Kinderspielzeug. Solange es in einen Container passt, muss geliefert werden.

Bei DOOMS, Chiralium, Kryptiobioten, der Extinktionsfaktor, Zeitregen und weiterem Kauderwelsch fühlt man sich zwar schnell in eine überladene SciFi-Erzählung versetzt, aber spätestens nach dem Genuss der ersten Dose Monster Energy wird klar, dass nicht alles so kompliziert ist, wie es die Vorberichterstattung des Spiels vermuten lässt.

Nach kurzer Zeit der Eingewöhnung kann man dem Plot folgen. Es bleibt jedoch auch wenig Freiraum für eigene Interpretationen, da jedes Detail ausgiebigst mittels gut gespielten Zwischensequenzen oder in Form von Audiologs und Emails erklärt wird – oft auch mehrmals hintereinander.

Einmal bitte hier unterschreiben

In puncto Spielmechanik hat Death Stranding auf den ersten Blick wenig zu bieten. Route planen, von A nach B laufen, stolpern oder fahren, Kisten abliefern, neue Städte oder Bunker an das magische Zukunftsinternet anschließen. Dazwischen hin und wieder durch ein gegnerisches Camp bisschen schleichen oder – was immer am effektivsten ist – wahnsinnig gewordene Paketlieferanten (sogenannte MULEs) bewusstlos prügeln.

Die Planung der Laufwege in neue Gebiete durch unwegsames Gelände stellt jedesmal neue Herausforderungen dar und die kürzeste Route wird meistens durch Schluchten und steile Felswände zu nichte gemacht. Die hübsch gerenderten Landschaften laden dazu ein, einfach mal innezuhalten und den Blick auf die zurückgelegte Strecke zu werfen. Neue Wege bauen, Leitern und Seile Im Gelände hinterlassen oder die Gebäude anderer Spieler zu nutzen. All das hält irgendwie doch bei Laune und lässt die Stunden, zwischen denen die Story erzählt wird, kurzweilig erscheinen.

In einem eigenen, privaten Raum kann unser Protagonist Sam Porter Bridges schlafen, duschen oder – nachdem er eine oder mehrere Dosen Monster Energy auf Ex getrunken hat – auf die Toilette gehen. Die Überreste des Dusch-WCs werden gesammelt und automatisch zu Granaten verarbeitet. So weit, so Kojima.

Doch nicht alles wirkt rund. Die Menüs sind, wie auch schon in Metal Gear Solid, unübersichtlich und mit zu vielen Zwischenschritten versehen. Auch die Kämpfe machen wenig Spaß und sind selbst im härtesten Schwierigkeitsgrad wenig fordernd und nervenaufreibend.

Gegen die MULEs muss Sam sich am Anfang noch mit Fäusten oder dem Koffer in der Hand zu wehren versuchen, später gibt eine Bola-Gun, Rauch- und Schockbomben oder eine (nicht tödliche) Schrotflinte. Wirklich taktisch geht es hier aber nicht zu und wenn einmal alle MULEs aus dem Lager bewusstlos in der Gegend herumliegen können wir wieder für einige Zeit ungestört weiter durch das Gebiet laufen.

Noch uninteressanter sind jedoch die Kämpfe mit den aus den Trailer schon bekannten Geisterwesen, den G.D.s (Gestrandete Dinge – oh Kojima). Machen wir am Anfang unbewaffnet und nur mit einem Scanner ausgestattet noch den größtmöglichen Bogen um die schemenhaften Wesen, sind diese spätestens ab Kapitel 3 keine ernstzunehmende Gefahr mehr. Granaten und Munition, gefüllt mit Sams Blut, machen mit den G.D.s kurzen Prozess. Ein gut gezielter Wurf oder eine präzise Munitionssalve und schon können wir problemlos weiterlaufen. Auch die Bosskämpfe beschränken sich meist darauf, überdimensionale, geteerte Wale, Kraken oder andere Meeresbewohner aus sicherer Entfernung mit unseren eigenen Exkrementen und Blut zu bewerfen. Abgerundet wird das Waffenarsenal durch Pistolen, Raketenwerfer und Sturmgewehre.

Gerettet werden die Kämpfe nur durch die eindrucksvolle Grafik und das hervorragende Sounddesign, welches schon fast ein verstecktes Horrorspiel vermuten lässt. Generell erweckt Death Stranding eine der schönsten Spielumgebungen der letzten Jahre zum Leben. Flüsse, Schluchten, Krater, Wiesen, Steinwüsten und schneebedeckte Gipfel lassen die menschenleere Dystopie dieser Welt vergessen und möchten gesehen und erkundet werden.

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen

Untermalt wird die Wanderung von der Ost- zur Westküste Nordamerikas mit einem ruhig gehaltenen aber stimmungsvollen Soundtrack der auch – meistens – im richtigen Moment zündet, etwa wenn wir nach einem anstrengend Aufstieg über eine unwegsame Hügelkette durch G.D. Territorium in der Ferne unser nächstes Ziel erkennen können und uns auf unsere letzten Meter machen.

Nach jedem erklommenen Berg folgt ein schneller, aber nicht ungefährlicher Abstieg, nur um ein noch größeres Hindernis zu überwinden. Jede Erleichterung durch Lastenschweber, Motorräder oder Trucks wird kurz danach durch noch unwegsameres Terrain fast nutzlos gemacht. Abgelieferte Kisten voller Waren werden sofort durch neue Lieferaufträge ersetzt. Sisyphusarbeit in ihrer reinsten Form.

Death Stranding verlangt vom Spieler vor allem viel Geduld. Geduld, wenn Kollegin Fragile vom konkurierenden Paketdienst zum 4. Mal vor sich hin siniert, sie sei “Fragile, but not so fragile”. Geduld, die maximale Tragkraft von Sam nicht bis auf das letzte Gramm ausreizen und bei Kontakt mit der kleinsten Unebenheit umzufallen. Geduld, sich nicht über die nächste Klippe zu stürzen und die Konsole auszuschalten

Die Einsamkeit im Spiel und die stundenlangen Fußmärsche haben mir aber auch viel Zeit gelassen, mich mit der – sich sehr langsam – entfaltenden Story auseinanderzusetzen und Parallelen zu unserer Welt zu ziehen. Während andere Spiele nur den nächsten Wegpunkt und oftmals schier unendliche Nebenmissionen bieten, um das Interesse zu halten, ist der sprichwörtliche Weg hier wirklich das Ziel.

Hand in Hand durch die Hölle

Nachdem Hideo Kojimas Versuch, in MGS V: The Phantom Pain die gesamte Spielwelt von Atomwaffen zu befreien, kläglich gescheitert ist, setzt der Multiplayer diesmal rein auf Kooperation ohne direkter Interaktion mit anderen Spielern. Nachdem Städte oder Einsiedler an das chirale „Superinternet“ angeschlossen wurden, erscheinen Fundamente oder fertige Bauten anderer Spieler, die sich vor uns auf den Weg gemacht haben. Ist eine Leiter, Brücke oder Raststation besonders nützlich, genügt ein Klick auf das Controller-Touchpad um einen – oder mehrere – Likes (die Erfahrungspunkte im Spiel) zu verschicken. Auf die selbe Art und Weise bekommt Sam von anderen Sams Likes zurück und erhöht seine Werte in 5 Kernbereichen auf, welche die grundlegenden Attribute (Ausdauer, Laufgeschwindigkeit, tragbares Gewicht, etc.) erhöhen. Weiters füllt sich die Spielwelt, nach der Verbindung mit dem chiralen Netzwerk, mit Warnschildern und Richtungspfeilen und gibt uns das Gefühl, doch nicht alleine in der Apokalypse zu sein.

Ja und ist es jetzt gut?

Egal, ob ihr euch das Spiel für die Feiertage gönnt, auf die PC-Version im Sommer 2020 wartet oder eurem Lieblingsstreamer zuseht, Death Stranding ist anders. Langsam, methodisch und atmosphärisch. In den 60 – 80 Stunden Spielzeit liefert Kojima Productions ein entschleunigtes Erlebnis mit einer nachvollziehbaren Story, die jedoch nie sonderlich überrascht. Die großen Themen (Isolation, Einsamkeit, Verlust, Wiederaufbau, Beziehungen, Familie und Glück) wie auch kleinere Details (Charakter- und Städtenamen, Musikwahl, kritische Untertöne) kommen mit der Subtilität eines Raketenstarts daher. Nichts bleibt der eigenen Interpretation überlassen und einiges wird so oft wiederholt, dass sich die eigenen Augen fast schon um 360° gedreht haben.

Es ist nicht einfach, Death Stranding eine direkte Kaufempfehlung auszusprechen oder davon abzuraten. Komplett überzeugen kann der Mix aus SciFi Action und Truck Simulator am Ende nicht. Death Stranding bietet keine Bombast-Action, sondern viele ruhige Momente, ein langes Intro und ein Ende, so überladen mit Story und Zwischensequenzen, dass der Controller meistens auf der Couch liegen bleibt. Wer sich nicht sicher ist, ob es das Richtige ist, sollte sich einen Preisalarm auf Geizhals setzen und darauf warten, sich das Spiel zu holen, wenn es günstiger zu haben ist oder darauf hoffen, dass es irgendwann als PlayStation Plus Titel erscheint. Wenn ihr jedoch etwas anderes als massentaugliche Fabrikware außerhalb der Indie-Szene sucht, wird euch mit Death Stranding genau dies geboten.


Habt ihr Death Stranding selber schon ausprobiert und seid anderer Meinung oder habt ihr dem Testbericht noch etwas hinzuzufügen? Dann schreibt uns doch eure Erfahrungen unten in den Kommentarbereich!


Angebote für Death Stranding


Gewinnchance Death Stranding Collector’s Edition

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, der kann die abgefahrene Collector’s Edition von Death Stranding gewinnen. Die Teilnahmebedingungen sind sehr simpel: Name und E-Mail-Adresse unten in das Formularfeld eintragen – that’s it!

Wir ziehen am 3. Jänner 2020 per Zufallsgenerator eine/n Gewinner/in und löschen dann auch alle Kontaktdaten. Die Teilnahme ist bis zum 2. Jänner 16:59 möglich. Viel Glück!


Hinweis: Sony PlayStation war so freundlich, uns für die Verlosung die Death Stranding Collector’s Edition zur Verfügung zu stellen.


Teufel Rockster Cross im Test

Mit ordentlich Wumms durchs Festival-Gelände spazieren oder die Party in den eigenen vier Wänden mit fetten Bässen beschallen – der Teufel Rockster Cross Bluetooth-Lautsprecher verspricht all das. Ob dieses Versprechen gehalten werden kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

Lieferumfang

Der Rockster Cross Lautsprecher kommt in einem unspektakulären Karton, dafür mit Tragegriff.

  • Teufel Rockster Cross Lautsprecher
  • Netzkabel
  • Trage-Riemen
  • Bedienungsanleitung

Die Beigabe eines Netzteils ist erfreulich. Auch der Trage-Riemen mit Karabinern ist ein praktisches Detail.

Design und Verarbeitung

Wer das Berliner Unternehmen kennt, wird den Rockster Cross sofort zuordnen können. Mattes Schwarz mit roten Farbakzenten und das geschwungene „T“ gehört dabei zu den Trade Marks.

Der knapp 40cm breite Lautsprecher ist aus hochwertigem, gummierten Kunststoff gefertigt, der wohl auch einige Stöße verkraften kann. Die Spaltmaße sind überall gleichmäßig, was das Eindringen von Feuchtigkeit (IPX5) verhindert. Auch die rückseitigen Anschlüsse befinden sich daher hinter einer Gummi-Klappe.

Detaillierte Spezifikationen

Frequenzbereich50Hz-20kHz
AnschlüsseAUX In (3.5mm), USB, Bluetooth
StromversorgungLi-Ionen-Akku
Wiedergabedauer16h
Abmessungen (BxHxT)380x160x130mm
Gewicht2.40kg
Farbeschwarz
BesonderheitenaptX, Ladefunktion (USB), spritzwassergeschützt
Gelistet seit11.12.2018

Bedienung des Rockster Cross

Die Tasten für die Verbindung über Bluetooth und Inbetriebnahme befinden sich auf der Rückseite. Vier kleine LEDs zeigen auch den aktuellen Akkustand an. Mit einer weiteren Taste lässt sich ein Audioprofil „Outdoor“ einschalten. Es lassen sich auch zwei Rockster Cross miteinander koppeln, allerdings wird dadurch kein Stereo-Klang erzeugt, sondern nur Doppel-Mono.

Auf der Oberseite finden sich die erwartbaren Elemente, Start/Stopp und zwei Lautstärketasten. Mit der vierten Taste kann man die Freisprecheinrichtung aktivieren und die smarten Assistenten von Google und Apple nutzen.  

Damit man auch unterwegs den satten Sound bequem genießen kann, empfiehlt es sich, den Teufel Rockster Cross umzuhängen. Denn das Gesamtgewicht von rund 2,4kg ist auf die Dauer nicht zu unterschätzen.

Teufel Rockster Cross im Betrieb

Das erste Verbinden klappt tadellos. Die ersten Töne beeindrucken auf Anhieb. Satte Bässe wummern aus der 2-Liter-Box. Erfreulicherweise sind auch die Mitten und Höhen gut ausbalanciert. Das gelingt mit je einem 20mm Hochtöner und einem 120mm Tieftonlautsprecher.

Teufel verspricht eine Akkulaufzeit von rund 16h. In unserem Test konnten wir dies sogar noch toppen und erreichten knapp 17,5h bei mittlerer Lautstärke.

Für Party-Geher ist der Outdoor-Modus interessant. Die Änderungen im Sound fallen allerdings subtil aus. Auch im „normalen“ Modus überzeugt der Lautsprecher unterwegs.

Die Sprachsteuerung mittels Google Assistant und Apples Siri klappte im Test problemlos.

Auch das Laden von Smartphones über USB funktionierte ohne Weiteres.

Fazit – Teufel Rockster Cross

Was uns gefällt

Die Berliner Audio-Schmiede weiß was ihre Zielgruppen will: Satter Sound, markantes Design und Mobilität. Die lange Akkulaufzeit und auch das Beilegen eines Netzteils zeigt deutlich, dass Teufel hier ein rundes Paket abliefert. 

Die Party-Tauglichkeit ist dank der Tragemöglichkeit und dem Spritzwasserschutz absolut gegeben. Auch in lauten Umgebungen erzeugt der Rockster Cross genügend „Wumms“ – drinnen wie draußen.

Die Powerbank-Funktion und die Möglichkeit smarte Sprachassistenten zu nutzen, erweisen sich im alltäglichen Gebrauch als praktisch und gut umgesetzt.

Was uns nicht gefällt

Eine Stereo-Koppelung wäre eine schöne Sache gewesen, wird aber wohl für die meisten keine Rolle spielen. Einige nützliche Funktionen können durch das Kombinieren von Knöpfen erreicht werden. Diese sind aber nicht selbsterklärend und sollten in der Anleitung nachgelesen werden.

Conclusio

Prächtiger Sound, lange Akkulaufzeit und Outdoortauglichkeit. Teufel ist mit dem Rockster Cross ein überzeugender Lautsprecher gelungen, der nützliche Features bietet. Im Bereich Sound wissen die Berliner sowieso schon lange, wie man begeistern kann.

Natürlich ist der Preis etwas höher als bei anderen Bluetooth-Lautsprechern. Dafür bekommt man mit dem Teufel Rockster Cross aber auch einen höheren Grad an Qualität und Features.


Angebote für Teufel Rockster Cross


Gewinnchance Teufel Rockster Cross

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen. Die Teilnahme am Gewinnspiel war bis zum 17. Dezember 16:59 möglich.


Hinweis: Teufel Audio war so freundlich, uns für den Test und die Verlosung jeweils einen Rockster Cross zur Verfügung zu stellen.


BenQ EX2780Q im Test

Die Einsatzmöglichkeiten von PC-Monitoren werden von Jahr zu Jahr vielfältiger, auch dank der rasanten, technologischen Entwicklung. Man will nicht mehr nur Spielen oder im Internet surfen, sondern auch Fotos/Videos bearbeiten und Filme streamen. Der neue BenQ EX2780Q-Monitor will genau diesen Spagat schaffen und packt viele praktische Features hinein. Diese werden nicht nur Gamern gefallen.

Quick Review (Video)

Lieferumfang

Der Monitor ist sicher verpackt und geizt nicht mit sinnvollem Zubehör:

  • BenQ EX2780Q-Monitor
  • HDMI-Kabel
  • Netzkabel
  • USB-C 3.1 Kabel (DP 1.4)
  • Fernbedienung (inkl. Silikon-Ablage)
  • Quick-Start Anleitung
  • Treiber-CD

Vor allem die Beigabe einer Fernbedienung ist immer noch eine Ausnahme. Von über 2200 PC-Monitoren in der Geizhals-Datenbank bekommen gerade 48 Modelle eine Fernbedienung spendiert. Zudem legt BenQ noch ein USB-C-Kabel bei, das auch zum Laden von Geräten (Power Delivery) verwendet werden kann.

Design und Verarbeitung

Schlicht – Betrachtet man den EX2780Q zum ersten Mal, beschreibt dieses Wort die Kombination aus Schwarz und Braun/Kupfer wohl am besten. Wer nicht auf leuchtende LEDs und knallrote oder grüne Farbakzente steht, wird diesen Monitor sehr schätzen. Die schmalen Displayränder geben dem Monitor einen modernen Anstrich. Dieses Understatement ermöglicht es auch, den Monitor in einem Büro oder Wohnzimmer zu verwenden. 

Bei der Materialwahl kommt der erprobte Mix aus Kunststoff und Metall zum Einsatz. Letzteres sorgt für ausreichend Stabilität beim Standfuss. 

Einzig die Spaltmaße der unteren Lautsprecherleiste sind nicht ganz gleichmäßig. Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln, alles wirkt solide verarbeitet.

Detaillierte Spezifikationen

Diagonale27″/​68.6cm
Auflösung2560×1440, 16:9, 109dpi
Helligkeit350cd/​m²
Kontrast1.000:1 (statisch), 20.000.000:1 (dynamisch)
Reaktionszeit5ms (GtG), keine Angabe (MPRT)
Blickwinkel178°/​178°
PanelIPS, DisplayHDR 400
Formgerade
Beschichtungmatt (non-glare)
HintergrundbeleuchtungWhite-LED, flicker-free, Blaulichtfilter
Farbtiefe10bit (1.07 Mrd. Farben)
Farbraumkeine Angabe (sRGB), keine Angabe (Adobe RGB), 95% (DCI-P3), keine Angabe (REC 709)
Bildwiederholfrequenz144Hz
Variable SynchronisierungAdaptive Sync/​AMD FreeSync, NVIDIA G-Sync Compatible (Quelle: Geizhals-Blog)
UnschärfereduktionN/​A
Signalfrequenz30-222kHz (horizontal), 40-144Hz (vertikal)
Anschlüsse2x HDMI 2.0, 1x DisplayPort 1.4, 1x USB-C 3.1 mit DisplayPort 1.4
Weitere AnschlüsseN/​A
USB-Hub OutN/​A
USB-Hub InN/​A
AudioLautsprecher (2x 2W), Subwoofer (5W), 1x Line-Out
ErgonomieN/​A (Höhe), N/​A (Pivot), N/​A (Drehung), +20°/​-5° (Neigung)
Farbeschwarz (Rahmen), braun (Leiste), braun (Standfuß)
VESA100×100 (frei)
Leistungsaufnahme70W (maximal), 34W (typisch), keine Angabe (Energielabel), 0.5W (Standby)
Jahresverbrauch49.64kWh
EnergieeffizienzklasseB
StromversorgungAC-In
Abmessungen (BxHxT)614x459x196mm (mit Standfuß), 614x485x69mm (ohne Standfuß)
Gewicht5.93kg (mit Standfuß), keine Angabe (ohne Standfuß)
BesonderheitenSlim Bezel, USB-C Power Delivery (10W), Steuerkreuz, Lautstärkedrehregler, Sicherheitsschloss (Kensington), Fernbedienung
Herstellergarantiezwei Jahre (Pickup&Return)
Gelistet seit2019-09-04

Bedienung des EX2780Q

Da man gerade bei einem PC-Monitor einiges einstellen kann bzw. muss, ist die Bedienung für viele ein wichtiger Punkt. Dessen war sich wohl auch BenQ bewusst und bietet hier zwei Möglichkeiten den EX2780Q zu bedienen. Auf der Rückseite befinden sich zwei Menütasten, ein kleiner 4-Wege-Joystick für die Navigation und einen On/Off-Schalter. Damit lässt sich nach einer kurzen Eingewöhnung recht schnell und zielsicher durch die On-Screen-Menüs navigieren bzw. der Monitor ein- und ausschalten. 

Komfortabler geht es natürlich mit der beigelegten, handlichen Fernbedienung. Hier benötigt man eigentlich keine Eingewöhnungszeit. Besonders praktisch sind die Shortcuts für gewisse Funktionen und auch zwei frei belegbare Tasten. Wer diesen Monitor auch zum Filmeschauen o.ä. nutzen will, der wird sich besonders über dieses Feature freuen.

Im Test wurde eigentlich nur die Fernbedienung genutzt, weil jegliche Änderungen schneller getroffen werden können. Die Silikon-Ablage rundet den sehr positiven Eindruck ab. Hier hat sich BenQ sichtlich Mühe gegeben.

Sound

Normalerweise legen Monitor-Hersteller eher wenig Fokus auf den Sound. Zwar gibt es genügend Monitore mit integrierten Lautsprechern, diese kommen meist aber nicht über ein „Naja, sind dabei“ hinaus.

Der EX2870Q überrascht dann doch und das durchwegs positiv. Die zwei 2W-Lautsprecher in der unteren Leiste und der 5W-Subwoofer liefern einen klaren, vor allem aber einen verzerrungsfreien Sound. Sogar Bässe hört man deutlich heraus. Wer sich also auch mal gemütlich einen Film oder ein YouTube-Video ansehen will, der wird mit diesen Lautsprechern gut auskommen.

Natürlich ersetzen auch diese integrierten Boxen kein gutes 2.1-System. Aber gerade für Gamer könnte diese Implementierung beim EX2780Q sehr nützlich sein. Oft werden sowieso Kopfhörer/Headsets zum Spielen genutzt. Wer aber mal kurz die Ohren auslüften will und dabei Musik hören/Filme schauen möchte, der muss in keine zusätzlichen Boxen investieren.

Auch hier hat BenQ an eine komfortable Bedienung gedacht. Erfreulicherweise gibt es ein eigenes, analoges Lautstärke-Regler-Rädchen an der linken Monitorunterseite. Selbstredend lassen sich die Lautstärke und Soundprofile über die Fernbedienung im Menü einstellen.

Display

Vielseitigkeit steht auch beim Display im Vordergrund. Auch wenn der 27-Zöller einen eindeutigen Fokus auf Gaming legt. Die 1440p-Auflösung kombiniert mit 144Hz ist derzeit für viele der Sweetspot beim PC-Spielen. Zudem sorgt das blickwinkelstabile IPS-Panel für kräftige Farben und die rund 350cd/​m² für ausreichend Helligkeit.

Die angepriesenen HDR-Features können jedoch etwas Verwirrung erzeugen. Da es sich bei HDRi um eine Art Emulation des HDR10-Standards (z.B. beim BenQ EL2870U) handelt, werden zwar entsprechende HDR-Inhalte noch etwas lebendiger und kontrastreicher dargestellt, aber „echtes“ HDR ist dann doch noch eine Liga darüber. Trotzdem: Ein schönes Zusatz-Feature ist es allemal.

AMD FreeSync

Der EX2780Q ist mit AMDs FreeSync-Technologie kompatibel. In Kombination mit AMD-Grafikkarten sorgt die variable Bildwiederholrate dafür, dass Ruckeln und Tearing bei Frame-Rate-Schwankungen stark eingeschränkt werden.

NVIDIA G-Sync kombatibel

Allerdings dürfen sich Besitzer von NVIDIA G-Sync-Grafikkarten freuen. Seit Anfang 2019 unterstützt NVIDIA G-Sync offiziell ausgewählte FreeSync-Monitore. Dennoch sind auch nicht offiziell von NVIDIA getestete FreeSync-Monitore mit G-Sync-Grafikkarten kompatibel. Erfreulicherweise gehört auch dieser BenQ-Monitor dazu und G-Sync funktionierte im Test reibungslos mit einer NVIDIA-Grafikkarte.

Das gefürchtete „Backlight-Bleeding“ war bei unserem Testmodell auch kaum vorhanden und in keinem Anwendungsszenario störend.

Ergonomie

Hier enttäuscht uns der BenQ EX2780Q doch etwas. So sehr auf vielfältige Anwendungsmöglichkeiten geachtet wurde, bei den ergonomischen Einstellungen ist gespart worden. Höhenverstellbarkeit und Drehung (Pivot) sucht man vergeblich. Lediglich neigen ( +20°/​-5° ) lässt sich der Monitor. Da sich so etwas immerhin nachrüsten lässt, ist das aber kein gravierender Mangel.

Damit man den Schreibtisch aufgeräumt halten kann, ist eine Kabelführung im Standfuß integriert.

Weitere Features

B.I.+ Sensor (Brightness Intelligence Plus Sensor)

Um die Helligkeit des EX2780Q nicht immer selbst ändern zu müssen, wurde ein entsprechender Sensor verbaut. Dieser verrichtete im Test seine Aufgabe zuverlässig. Wenn man den Monitor in einer dunklen Umgebungen einschaltet, braucht die automatische Regelung zwar einen Tick zu lange um die Helligkeit anzupassen – nichtsdestotrotz ein praktisches Feature.

Blaulichtfilter / Lesemodus

Im On-Screen-Menü lassen sich auch zahlreiche Modi einschalten, die die Augen schonen sollen. So schaltet z.B. „E-Paper“ die Farben ab. Alle Inhalte werden nur noch in Grautönen dargestellt. Der Blaulichtfilter, der die blauen Anteile des Lichts reduziert, ist eine sinnvolle Ergänzung.

Gamma-Korrekturen

Color-Banding war nach einigen kurzen Einstellungen im Betriebssystem nicht mehr auszumachen. Umso erfreulicher, dass sich die Gamma-Werte auch direkt im Monitor-Menü ändern lassen.

USB-C

Der Monitor hat auch einen USB-C 3.1-Anschluss, der entweder als DisplayPort 1.4 fungiert oder als Ladeport mit 10W. Gerne hätten wir aber noch einen integrierten USB-Hub gesehen. Viele Hersteller (auch BenQ) bauen das in Monitore ein, dem EX2780Q fehlt dies leider.  

Der EX2780Q im Betrieb

Gaming

Während zahlreichen Gaming-Sessions konnte der EX2780Q seine Stärken ausspielen. Das 1440p-IPS-Display mit 144Hz ist farbintensiv und blickwinkelstabil. Soweit man bereit ist in Spielen auch ein paar Details runterzuschalten, sind auch neue Games ein flüsssiger Augenschmaus – vorausgesetzt sind hier natürlich halbwegs potente Grafikkarten.

Sowohl die im Test verwendete AMD Radeon RX 580, als auch die NVIDIA GeForce GTX 1070 lieferten noch genügend Frames für 144Hz und 1440p. Letztere war eine angenehme Überraschung: Mit der Treiberversion 441.08 gab es überhaupt keine Probleme mit der Nutzung von G-Sync in Spielen. FreeSync, sowie G-Sync sind dann eben auch wichtig, falls der PC doch mal ins Schwitzen gerät bei aktuellen Games. In den meisten Fällen wird unschönes Ruckeln dadurch verhindert.

Die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten im Monitormenü haben uns sehr gut gefallen. So sind Änderungen und Anpassungen schnell möglich. Auch dank der Fernbedienung.

Medienwiedergabe

Auch für YouTube-Videos und Filme eignet sich der Monitor. Wenn man die richtigen Optionen im Menü aktiviert, kann das Bild mit aktuellen TV-Geräten durchaus mithalten. Farben wirken kräftig und die Schwarzwerte sind für ein IPS-Panel wirklich gut. Auch HDRi kann die Darstellung etwas verbessern. Der Sound ist für einen PC-Monitor in dieser Preisklasse über jeden Zweifel erhaben.

Foto-/Videobearbeitung

Der DCI-P3-Farbraum wird zu 95%, Adobe RGB zu 99% und sRGB zu 100% abgedeckt. Ab und zu Fotos bearbeiten und Videos schneiden, ist damit also möglich. Aber genau in diesem Bereich ist eine Höhenverstellbarkeit sehr praktisch. Diese fehlt jedoch.

Fazit

Was uns gefällt

BenQ hat einen Monitor auf den Markt gebracht, der in vielen Bereichen überzeugt. Da wären eben nicht nur die Gaming-Features, wie 144Hz, FreeSync/G-Sync und ein gutes IPS-Panel. Es sind die kleinen Details. Die Beigabe der Fernbedienung mit Ablage, die sich im Alltag als sehr nützlich erweist. Der Sound, der zumeist überzeugen kann. Die sinnvollen Optionen im Menü. Und natürlich das schlichte Design, das sich nicht an den „gamer-chic“ hält und sehr erwachsen wirkt.

Was uns nicht gefällt

Die Mängel bei der Ergonomie sind dann doch etwas verwunderlich. Einen Monitor in der Höhe zu verstellen, ist auch für Gamer interessant. Dass ein USB-Hub fehlt, ist da schon nicht mehr so schlimm.

Conclusio

Eigentlich ist der EX2780Q ein Allrounder, der vieles richtig macht. Für anspruchsvolle PC-Spieler, die auch auch ab und zu Filme schauen wollen, ist dieser 27-Zöller eine gute Anschaffung. BenQ hat sich viele Gedanken gemacht, welche Features von Gamern wirklich gebraucht werden und hat diese in ein schlichtes und grundsolides Gesamtpaket gesteckt. Enttäuschend ist nur, dass dabei auf die Ergonomie vergessen wurde. Wem das nicht so wichtig ist, der bekommt einen (fast) perfekten Allrounder, der nicht nur beim Spielen überzeugen kann.


Angebote für den BenQ EX2780Q


Gewinnchance

Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen. Die Teilnahme am Gewinnspiel war bis zum 3.12.2019 17.00 möglich.


Hinweis: BenQ Austria war so freundlich, uns für den Test und die Verlosung jeweils einen EX2780Q-Monitor zur Verfügung zu stellen.


Huawei Watch GT 2 im Test

Schon seit einigen Jahren hat Huawei auch Smartwatches im Produktportfolio. Dabei war GT-Reihe war schon immer mehr ein Fitness-Wearable als Smartwatch. Mit der neuen Huawei Watch GT 2 wird dieser Weg weiterhin konsequent beschritten und in Details verbessert. Im Praxis-Test finden wir viel Positives, allerdings nicht nur.

Lieferumfang

Eine schicke Verpackung, die das Auspacken leicht gestaltet, dabei aber die Inhalte gut schützt.

  • Huwaei Watch GT 2
  • USB-Ladekabel (USB-A zu USB-C)
  • Ladeadapter (USB-C)
  • Quick Start Anleitung

Ein Netzteil hätte man vielleicht noch beilegen können, auch wenn man wohl davon ausgeht, dass man schon zumindest eines für das Smartphone besitzt. Mit USB-C wird zumindest der aktuelle USB-Standard genutzt.

Detaillierte Spezifikationen

GehäusematerialEdelstahl, Kunststoff
ArmbandmaterialSilikon oder Leder
Display1.39″, 454×454 Pixel, AMOLED, kapazitiver Touchscreen, rund
CPUkeine Angabe (HiSilicon Kirin A1)
SchnittstellenBluetooth 5.1
SensorenBeschleunigungssensor, Gyroskop, Lichtsensor, Kompass, Pulsmesser (optisch), Barometer
Kompatibilitätab Android 4.4, iOS 9.0
StromversorgungAkku (445mAh)
Abmessungen (Gehäuse)45.9×45.9×10.7mm
Abmessungen (Armband)wechselbar
Gewicht41g
BesonderheitenFreisprecheinrichtung, GPS, GLONASS, 5ATM
Gelistet seit2019-09-09

Design und Verarbeitung

Wer die aktuellen Smartphones (z.B. das P30 Pro) von Huawei kennt, weiß, dass Design und Verarbeitung inzwischen ein absolutes Top-Level erreicht haben. Erfreulicherweise macht hier die Watch GT 2 keine Ausnahme. Das Design kann durch Eleganz und Unaufdringlichkeit punkten. Dadurch kann man die Watch GT 2 auch problemlos zu förmlicheren Anlässen tragen, was keine Selbstverständlichkeit ist, gerade bei Wearables mit Fitness-Schwerpunkt.

Auch bei den Materialien sind wir voll des Lobes. Das Silikonarmband ist angenehm zu tragen und wirkt hochwertig. In eine ähnliche Richtung geht das Lederarmband, auch wenn dieses sicherlich nicht für (schwitzende) Vielläufer gedacht ist.

Die Uhr selbst besticht durch das 3D-Glas, das sich um die Ecke biegt und das Aluminium-Gehäuse. Das OLED-Display löst bei einem Durchmesser von 35,5mm mit 454×454 Pixel auf. Damit beträgt die Pixeldichte scharfe 326ppi.

Die Druckpunkte der zwei seitlichen Knöpfe sind knackig und geben durchwegs gutes Feedback. Gegen Eindringen von Süßwasser ist die Watch GT 2 bis zu 50m geschützt.

Software

Huawei setzt bei der Watch GT 2 auf ein eigenen Betriebssystem und verwendet nicht Googles Wear OS. Das ist gerade bei Wearables nicht ungewöhnlich, auch andere Hersteller nutzen eigene Lösungen.

Android-User werden sich trotzdem schnell zurechtfinden. Am Startbildschirm kann von oben runtergewischt werden um zu den Schnelleinstellungen zu kommen. Darunter auch sehr praktische Features wie „No Disturb“ und „Find Phone“. Letzteres sorgt dafür, dass das verbundene Smartphone (sehr laut) läutet.

Ein Wisch von unten bringt einen zu den Benachrichtigungen des Smartphones, die auf die Watch GT 2 weitergeleitet werden können. Sehr schade ist lediglich, dass nicht auf die Nachrichten geantwortet werden kann. Bei manchen Apps wird auch nur die Überschrift (Gmail) angezeigt und nicht der gesamte Nachrichten-Inhalt. Verschenktes Potenzial.

Seitliches Wischen über den Bildschirm bringt einen zu den zahlreichen Fitness-Apps und deren schön gestalteten Übersichtsseiten.

Natürlich gibt es auch eine eigene Smartphone-App „Huawei Health“ (Android/iOS), die zahlreiche weitere Einstellungsmöglichkeiten bietet und eine noch genauere Übersicht der eigenen sportlichen Leistungen. Das erste Pairing des Smartphones mit der Smartwatch gestaltete sich etwas mühsam. Erst der Restart des Smartphones und der Watch brachte die gewünschte Verbindung. Danach war die Koppelung über Bluetooth allerdings stabil und sorgte für keinerlei Probleme.

In der App lässt sich auch ganz genau einstellen, welche Benachrichtigungen an die Watch GT 2 weitergeleitet werden können. Auch neue Designs für die Ziffernblätter können hier runtergeladen und installiert werden.

Die Fitness-Apps sind übersichtlich gestaltet. Da die Watch GT 2 auch über ein GPS-Modul verfügt, können auch die eigenen Läufe problemlos getrackt werden und genaue Statistiken abgerufen und geteilt werden. Auch Achievements für erreichte Leistungen sollen die eigene Motivation fürs Workout steigern.

Huawei Watch GT 2 im Alltag

Zwei Dinge sind während des Testzeitraums von rund einer Woche sehr positiv aufgefallen. Die Akkulaufzeit war beeindruckend, denn nach dem erstmaligen Aufladen über den magnetischen Ladeadapter, war kein weiteres Laden notwendig. Die Kombination aus stromsparender CPU, OLED-Display und Software-Optimierungen macht sich dabei absolut bezahlt. Anzumerken ist hierbei noch, dass die Always-On Funktion des Displays aktiviert war. Erst als die Uhr abends abgelegt wurde, schaltete sich das Display nach einiger Zeit von selbst aus. Nach 7 Tagen war der Akkustand auf 12% gesunken.

Außerdem konnte das scharfe OLED-Display und das schlichte Design zu jederzeit überzeugen. Auch bei Tageslicht war das Display gut ablesbar. Da die Watch GT 2 auch nicht klobig wirkt, kann sie auch problemlos zu jedem Anlass getragen werden und nicht nur zum Workout. Für schmale Handgelenke gibt es ja zudem noch eine 42mm-Version.

Die Fitness-Apps funktionieren im Alltag tadellos und liefern mehr oder weniger nützliche Infos. Praktisch ist dabei, dass der untere Knopf als Shortcut für eine oft genutzte Watch-App genutzt werden kann. Wer hier wirklich alles herausholen will, muss auf die Smartphone-App zurückgreifen.

Anrufe können über die Uhr auch angenommen werden. Dabei sind die eingebauten Lautsprecher überraschend laut und klar. So lässt sich auch Musik über diese abspielen und kommt vom Sound her fast an kleine Bluetooth-Lautsprecher heran.

Etwas schade war es dann aber immer wieder, wenn eine Benachrichtigung vom Smartphone auf der Watch GT 2 eingelangt ist. Denn eine echte Interaktion (außer Lesen) ist nicht möglich. Teilweise wurden auch Benachrichtigungen doppelt angezeigt. So vorteilhaft sich die Energieeffizienz des Kirin-A1-Chips auf die Akkulaufzeit auswirkt, für eine flüssige Darstellung auf der Watch GT 2 reicht die Power leider nicht. Zwar kann man schnell zwischen den Menüs navigieren, „smooth“ wirkt das dabei nicht.

Fazit

Was gefällt

Die Watch GT 2 ist ein schickes Gerät. Huawei setzt auf ein schlichtes Design mit sportlichen Akzenten. Das OLED-Display ist leuchtstark und ein echter Hingucker. Alles ist tadellos verarbeitet und wasserdicht. Dazu kommt, dass Huawei viel Wert auf lange Akkulaufzeiten gelegt hat.

Auch die Fitness-Apps sind umfangreich schön gestaltet. Die Herzfrequenzmessung funktionierte im Test zuverlässig, aber auch das GPS-Tracking war ein nützliches Feature, das in diesem Preisbereich (ab 230 Euro) keine Selbstverständlichkeit ist.

Was nicht so gefällt

So gut die Watch GT 2 als Fitness-Tracker funktioniert, so bescheiden sind die anderen „smarten“ Features integriert. Benachrichtigungen werden zwar verlässlich auf die Uhr weitergeleitet, wer darauf reagieren will, muss aber erst recht wieder das Smartphone zücken.

Auch das schöne OLED-Display verblasst etwas, wenn die Menüpunkte auf der Uhr mit ein paar Frames zuwenig aufgerufen werden und dadurch nicht das Gefühl aufkommt, als wäre alles „aus einem Guss“. Die lange Akkulaufzeit hat eben doch ihren Preis.

Conclusio

Alle, die auf der Suche nach einem eleganten Fitness-Wearable sind, können die Huawei Watch GT 2 ins Auge fassen. Lange Akkulaufzeiten, eine beeindruckende Verarbeitung und ein leuchtstarkes OLED-Display bilden ein stimmiges Gesamtpaket, das für diesen Preis die Konkurrenz ordentlich aufmischt.

Wer eine leistungsstarke Smartwatch sucht, sollte die Erwartungen an die Watch GT 2 deutlich herunterschrauben bzw. weitersuchen. Zu sehr liegt der Fokus einfach auf die Fitness und lange Laufzeiten, zu wenig auf die „smarten“ Features.


Angebote für die Huawei Watch GT 2


Huawei Austria war so freundlich, uns für den Test zwei Modelle zur Verfügung zu stellen.